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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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© dpa Lupe
Über den Tellerrand
Erdbeeren aus China, Mangos aus Mexiko, Äpfel aus Neuseeland - die Herkunftsorte unserer Lebensmittel sind längst über den gesamten Globus verteilt. Ausdruck von Effizienz oder Wahnsinn mit Methode?
Und die Globalisierung auf dem Teller hat gerade erst richtig begonnen. Wie jeder andere Industriezweig folgt auch die Lebensmittelbranche einfachen Regeln: Produziert wird in den Ländern, die dafür am besten geeignet sind. Weil das Klima dort besser ist als in Deutschland, weil die Löhne niedriger sind. Lebensmittelproduktion ist ein weltumspannendes Geschäft. Ebenso lukrativ wie schwer durchschaubar.

Die Rechnung bitte - Reden Sie mit!

Vielleicht haben gerade deshalb regional erzeugte Produkte beim Konsumenten ein besseres Image, als ihre importierten Kollegen. Dabei kann nüchtern betrachtet ein aus Neuseeland importierter Apfel trotz des langen Transportweges eine bessere Ökobilanz haben, als ein eingelagertes Pendent vom Bodensee.

Weshalb reagieren wir dennoch besonders kritisch wenn es um die globalisieren Lebensmittelwelt geht? Sind nicht auch Nahrungsmittel letztlich Waren wie andere auch?

Kehrseite: Subventioniertes Billigfleisch
© dpa
Damit wir billiges Fleisch kaufen können, verdingen sich Leiharbeiter aus Osteuropa für einen Hungerlohn in deutschen Schlachthöfen. Trotzdem wird diese Politik mit EU-Mitteln subventioniert.
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Monokulturen: Südamerikas Riesenfarmen
© reuters
Das proteinreiche Soja gilt als ideales Futtermittel in der Massentierhaltung. Ein Großteil der Ernte aus Paraguay dient dazu, den Fleischhunger der Europäer zu stillen.
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Interview mit Prof. Thomas Roeb
Video
Unser Studiogast, der Handelsexperte Prof. Thomas Roeb, sagt, günstige Lebensmittel seien keine schlechte Lebensmittel. Aber eines müsse klar sein: Wenn wir wenig zahlen, zahlen die Rechnung andere.
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Agrar-Spekulation
© ap Lupe
Die Spekulation mit Agrarrohstoffen steht stark in der Kritik - sie führe zu steigenden Preisen für Lebensmittel. Fakt ist, sie verstärkt Preistrends - nach oben wie nach unten. Dies macht Absicherungsgeschäfte schwieriger.

CO2-Bilanz: Global oder regional?
© colourbox.de
Welche Klimabilanz hat unsere Ernährung? Am besten sind regionale Erzeugnisse und saisonales Gemüse. Aber es gibt auch Überraschungen: Argentinisches Rindfleisch verursacht weniger CO2 als deutsches.
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Solidarische Landwirtschaft
© ap Video
Wir sind bei Bauer Eckert in Egelsbach. Für eine monatliche Gebühr von 35 Euro bekommen die Mitglieder der "Solidarischen Landwirtschaft" von ihm frisches, regionales Gemüse. Das Problem für Eckert: Er zahlt drauf.
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Sendedaten
makro
"Lebensmittel: Über den Tellerrand"

Freitag, 20. September 2013,
21.00 Uhr

Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Moderation
Eva Schmidt
Studiogast
Prof. Dr. Thomas Roeb
Roeb ist Professor für Handelsbetriebslehre an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.
Schwerpunkt
Agrar
makroskop Lebensmittel
© apLupekurz & bündig
Weizen, Mais und Soja sind nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch wichtige Handelsgüter. Mit kaum einem andern Gut wird so intensiv gehandelt wie mit Weizen. Mehr als 32 Millionen Tonnen Weizen exportierte allein der Agrargigant USA 2011, gefolgt von Frankreich, Australien und Kanada. Dieses Jahr soll die weltweite Produktion von Weizen sogar um 7 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 704 Millionen Tonnen steigen.

Die größten Abnehmer von Weizen sind Ägypten, Algerien und Japan. Deutschland liegt mit 4 Millionen Tonnen auf Platz 9. Allerdings gehen Analysten davon aus, dass China 2013 alle in den Schatten stellen könnte und seinen Import verzehnfacht auf mehr als 10 Millionen Tonnen. Grund sind vor allem Missernten im eigenen Land.

Aber nicht nur Weizen kaufen die Chinesen ein. Bei Soja sind sie mit 52 Millionen Tonnen bereits größter Importeur. Hauptproduzenten sind die USA, Brasilien und Argentinien, die gemeinsam 80 Prozent der weltweiten Sojaproduktion abdecken. Paraguay liegt mit 5 Millionen Tonnen auf Platz 4.

Auch Mais wird stark gehandelt. Mehr als 45 Millionen Tonnen verkaufte der Marktführer USA bereits 2011. Dieses Jahr soll es noch mehr sein. Größte Einkäufer sind Japan, Mexiko, Südkorea und Ägypten. In dem krisengeschüttelten Land ist die Ernte in diesem Jahr so gut wie ausgefallen.