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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Lebensversicherungen - Bericht ansehen © dpa Lupe

Der Garantiezins wackelt
Niedrige Realzinsen fressen Rendite auf
Auf 80 Millionen Einwohner kommen in Deutschland 90 Millionen Lebensversicherungen. Doch die niedrigen Realzinsen an den Finanzmärkten sorgen für miese Renditen. Die Branche sucht nach neuen Wegen.
Die Lebensversicherung ist in der Krise. Die durchschnittliche Verzinsung von Lebensversicherungen sinkt seit Jahren dramatisch: von 7 Prozent 2001 auf heute nur noch die Hälfte. Der unabhängige Versicherungsmathematiker Peter Schramm warnt davor, dass die hohen Kosten bei mageren Zinsen die Rendite auffressen: "Wenn Sie davon ausgehen, was die Versicherer garantieren, dann haben Sie real einen Verlust." Unter Renditegesichtspunkten lohne sich eine Lebensversicherung heute nicht mehr.

Das böse Erwachen - Reden Sie mit!

Am Ende bleibt oft nicht viel mehr als der sogenannte Garantiezins. Und der steht mittlerweile auf einem Rekordtief bei 1,75 Prozent für neue Verträge. Der Zins wird nur auf den so genannten "Sparanteil" gezahlt, das sind 80 bis 90 Prozent der vom Kunden gezahlten Beiträge. Der Rest der Einzahlungen geht für Vertriebskosten, Verwaltung und Risikoschutz drauf. So dauert es Jahre, bis die vom Kunden gezahlten Beiträge überhaupt wieder erwirtschaftet werden.

Weniger Garantiezins, mehr Aktien
Und jetzt wackelt auch noch dieser Garantiezins. Der Düsseldorfer Ergo-Konzern, eine Tochtergesellschaft des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück, ist einer der größten Anbieter von Lebensversicherungen. Wegen der niedrigen Zinsen an den Finanzmärkten bietet Ergo als erster Versicherer künftig Lebensversicherungen ohne Garantiezins, dafür aber mit einem höheren Aktienanteil. Und mit der Hoffnung auf höhere Gewinne.

"Wir können nicht beliebig Risiken an den Kapitalmärkten eingehen", sagt Torsten Oletzky, Vorstandsvorsitzender der Ergo. "Aber wir können die Produkte in ihrem Aufbau verändern, so dass wir es schaffen, neben den Garantien, die die Kunden nach wie vor wollen, auch Spielräume für Anlagen in Aktien, in Immobilien, in Infrastrukturprojekten zu schaffen.

Mehr Flexibilität
Ob die neuen Spielräume auch dem Kunden etwas bringen, ist derzeit völlig unklar. Ergo aber hat den Anfang gemacht. Schon sprechen Beobachter vom Ende der klassischen Lebensversicherung - sehr zur Freude von Verbraucherschützern. Sie stören sich grundsätzlich an den langen Laufzeiten der Lebensversicherungen und raten vielfach davon ab.

"Das grundsätzliche Problem dieser Verträge ist die Unflexibilität. Ich verpflichte mich als Verbraucher sehr langfristig Beiträge zu zahlen. Wenn ich das nicht einhalten kann, habe ich satte Minusgeschäfte gemacht", meint Brigitte Mayer von der Verbraucherzentrale Hessen.

Sendedaten
makro
"Versicherungen - Die grauen Eminenzen"

Freitag, 5. Juli 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Versicherer
Die grauen Eminenzen
In der Finanzkrise ist viel von Banken die Rede. Wenig von Versicherungen. Dabei sind beide aufs Engste miteinander verquickt. Wackelt eine Bank, haben Versicherungen ein Problem.
Schwerpunkt
Finanzkrise
Das Platzen der amerikanischen Immobilienblase brachte ein gewaltiges Kredit-Kartenhaus zum Einsturz. Die folgende Pleite der Investmentbank Lehman Brothers führte das Weltfinanzsystem an den Rand des Kollaps. Bis heute zahlen wir an den Folgen.