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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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© dpa Lupe
Der Ergo-Konzern bündelt das Erstversicherungsgeschäft der Muttergesellschaft Müncher Rück.
Der Fluch des vielen Geldes
Die beiden größten Risiken, denen Versicherer ausgesetzt sind, sind die Bondmärkte, in denen fast das gesamte Geld steckt, und die Banken, mit denen Versicherer eng verflochten sind. Das wird auch so bleiben.
In Deutschland sind die Versicherer - andres als die Banken - einigermaßen unbeschadet durch die Finanzkrise 2008 gekommen. Für sie gibt es klare Vorschriften: Für die Art ihrer Geschäfte und dafür, wie sie Geld anlegen dürfen. Darüber wacht (noch) die deutsche Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz Bafin.

Aber seit der Finanz-, Banken- und Schuldenkrisen sind die Verhältnisse komplizierter geworden. Wie kann etwas, das "sicher" sozusagen in sich trägt, in Gefahr geraten, gar selbst gefährlich werden?

Das böse Erwachen - Reden Sie mit!

Die Versicherungen sind Großinvestoren am Kapitalmarkt. Rund 1,3 Billionen Euro beträgt allein das Anlagevolumen der deutschen Erst-Versicherer. Und die haben eine klare Vorliebe für Bankpapiere. 50,1 Prozent aller Kapitalanlagen deutscher Versicherer, so eine Erhebung der Bafin, sind direkt oder indirekt bei Banken investiert. Das sind sagenhafte 623 Milliarden Euro (Stand Ende 2012). Kein Wunder, dass Versicherer entschiedene Anhänger von staatlichen Garantien für wackelige Banken sind!

Sollte der Banksektor in Schwierigkeiten geraten, könnte das die Versicherer empfindlich treffen. Auch weil einige von ihnen Finanzkonglomerate sind: Versicherungen im Verbund mit Banken. Zusätzliches Problem: Die komplexen Strukturen erfordern mehr Kontrollen.

PIIGS-Engagement überschaubar
Jetzt könnte außerdem etwas Probleme bereiten, das mal als "sichere Bank" galt: europäische Staatsanleihen. Traditionell eine beliebte Anlage, gerade bei den Lebensversicherern. Besonders Anleihen Griechenlands, Italiens, Irlands, Portugal und Spaniens machen heute nervös. Laut einer Umfrage bei den Unternehmen ist das Engagement hier aber mittlerweile eher gering. Die Allianz hat immerhin 6,6 Prozent des Portfolios in diese Anlagen investiert, ganz überwiegend in italienische Staatsanleihen. Mit 31,1 Milliarden Euro ist die Allianz Gläubiger Italiens.

Und dann machen den Versicherern noch die niedrigen Anlagezinsen zu schaffen. Und die Sorge vor einem Ende des Bullenmarktes bei Anleihen. Besonders betroffen sind die Lebensversicherer. Sie haben langfristige Garantien abgegeben und müssen die über sichere Anlagen verlässlich erwirtschaften. Noch können sie ihre Leistungsversprechen erfüllen, mittelfristig könnte es schwierig werden.

Sendedaten
makro
"Versicherungen - Die grauen Eminenzen"

Freitag, 5. Juli 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Versicherer
Die grauen Eminenzen
In der Finanzkrise ist viel von Banken die Rede. Wenig von Versicherungen. Dabei sind beide aufs Engste miteinander verquickt. Wackelt eine Bank, haben Versicherungen ein Problem.
Schwerpunkt
Finanzkrise
Das Platzen der amerikanischen Immobilienblase brachte ein gewaltiges Kredit-Kartenhaus zum Einsturz. Die folgende Pleite der Investmentbank Lehman Brothers führte das Weltfinanzsystem an den Rand des Kollaps. Bis heute zahlen wir an den Folgen.