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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© ap Lupe
Ein Bild aus einer anderen Zeit, so scheint es. Aber die andere Zeit ist noch nicht lange her und ihre Folgen sind auch heute allgegenwärtig.
Lange Schatten
Schon vor dem Jugoslawienkrieg war Kroatien durch Jahrzehnte sozialistischer Misswirtschaft gezeichnet. Der Krieg selbst und dubiose Privatisierungen der Tudjman-Ära sind bis heute eine schwere Hypothek.
Das süße Leben der jugoslawischen Wirtschaft fand vor 1990 vor allem in Kroatien statt. Nicht nur Lebensmittel produzierte man hier höchst erfolgreich. Kroatien lieferte rund ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung des Vielvölkerstaates Jugoslawien.

Ökonomische Stärke, die selbstbewusst machte. Als das kroatische Parlament 1991 die Abspaltung von Jugoslawien beschloss, verlor dieses auch eines seiner wichtigsten Wirtschaftsstandbeine. Die Reaktion auf die Loslösung kam prompt. Bis 1995 tobte ein brutaler Krieg in Kroatien. Eine gigantische humanitäre und wirtschaftliche Hypothek für den noch jungen Staat.

Kroatiens EU-Beitritt - Reden Sie mit!

In Folge der Kriegshandlungen strandeten zeitweise über 600.000 Flüchtlinge in Kroatien, die versorgt werden müssen. Die Kosten hierfür übernahm größtenteils der kroatische Staat: bis zu 50 Millionen Dollar pro Monat.

Tudjmans Günstlinge
Neben zivilen Zielen wurden auch viele Fabriken bei den Angriffen komplett zerstört. Kroatiens Wirtschaft ging nach dem Kriegsausbruch auf Talfahrt. Binnen zwei Jahren halbierte sich die Wirtschaftsleistung. Auch Kroatiens erster Präsident, Franjo Tudjman, war am Niedergang der kroatischen Wirtschaft beteiligt. Bei der ersten Privatisierungswelle seien viele seiner Günstlinge zum Zuge gekommen und hätten die Betriebe heruntergewirtschaftet, heißt es.

Und noch eine Hinterlassenschaft des Krieges lastet bis heute auf Kroatien. Bis zu zweieinhalb Millionen Minen und Blindgänger vermutet man im Boden. Ihre Räumung ist eine Sisyphosarbeit. Und eine kostspielige dazu. Kroatien war einst die Kornkammer der Region. Die Minen verhindern nach wie vor die Nutzung ehemaliger Anbauflächen.

Hoffnung auf ausländische Investitionen
Auch beim Wiederaufbau seiner zerstörten Industriestandorte wie dem Stahlwerk in Sisak kam Kroatien nach dem Krieg kaum voran. Wo einst 14.000 Menschen arbeiteten, haben heute gerade mal 50 einen Job.

Mit den EU-Beitrittsverhandlungen 2005 verbanden sich daher auch Hoffnungen auf mehr direkte ausländische Investitionen um die Industrie zu modernisieren, die Landwirtschaft wiederzubeleben und den Tourismus weiter auszubauen.

Doch während Urlaubern die optischen Reize der Adria genügen mögen, muss Kroatien für die Attraktivität als Wirtschaftsstandort noch einiges tun, um die Kriegsschrecken hinter sich zu lassen.

Sendedaten
makro
"Kroatien - Reif für die EU?"

Freitag, 28. Juni 2013, 21.00 Uhr
Thema der Sendung: Kroatien
Kroatien - Reif für die EU?
Dass Kroatien der EU beitritt, ist eine politische Entscheidung. Ökonomisch sind die Fakten klar: Die Wirtschaft stagniert, die Korruption ist hoch, die Verschuldung auch.
Schwerpunkt
Europa