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Vorschau
Sendung am 7. Oktober
Die Zukunft des Autos
Die Wirtschaft lebt in Deutschland vom Auto. Jeder siebte Arbeitsplatz hängt von der Branche ab. Doch die digitale Welt verändert auch beim Auto viel. Die Branche steht vor einer Zeitenwende.
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Rückblick
Sendung vom 23. September
China-Beben
Der "Made in China"-Boom hat nicht nur China reich und mächtig werden lassen. In den letzten Jahren hat er mit über einem Drittel zum globalen Wirtschaftswachstum beigetragen. Doch Chinas Erfolgsformel - billige, einfache Produkte für die Welt - ist verbraucht.
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© dpa Lupe
Versicherer halten sich dezent im Hintergrund. Aber dort ziehen sie die Fäden - als stille Macht der Finanzzentren.
Versicherungen - Die grauen Eminenzen
In der Finanzkrise ist viel von Banken die Rede. Wenig von Versicherungen. Dabei sind beide aufs Engste miteinander verquickt. Wackelt eine Bank, haben Versicherungen ein Problem.
Das gefährlichste Unternehmen der Welt ist - eine Versicherung. Davon war man 2008 überzeugt, als der weltgrößte Versicherer AIG nur mit einer gigantischen Finanzspitze von 182 Milliarden Dollar gerettet werden konnte. Eine Pleite des Versicherers hätte auch jede Menge Banken ins Verderben gerissen.

Die Verbindungen der verschiedenen Akteure im Finanzsystem sind gefährlich eng, bis heute. Während Banken seit der Finanzkrise stärker unter Beobachtung stehen, agieren Versicherer weiter als einflussreiche Strippenzieher im Hintergrund. Sie sind die grauen Eminenzen der Finanzwelt.

Das böse Erwachen - Reden Sie mit!

Doch gerade ihre Größe bringt sie nun in Bedrängnis. Billionen-Summen haben Versicherer an den Kapitalmärkten rund um den Globus angelegt. Doch die anhaltend niedrigen Zinsen machen es schwer, diese gewinnbringend zu investieren. Gerade Staatsanleihen, eine bevorzugte Anlageform der Versicherungskonzerne, werfen immer geringere Renditen ab und sind schon lange nicht mehr so sicher, wie Versicherungen sie gerne hätten.

Welche Risiken bergen unsere Versicherer und was sind die Konsequenzen z.B. für die 90 Millionen Lebensversicherungen, die in Deutschland abgeschlossen wurden?

AIG: Der Beinahe-Gau
© dpa Lupe
In der Finanzkrise 2008 konnte der US-Versicherungskonzern AIG nur mit 182 Milliarden Dollar an Steuergeldern vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Das Unternehmen versucht den Neuanfang.

Risiken: Der Fluch des vielen Geldes
© dpa
Die beiden größten Risiken, denen Versicherer ausgesetzt sind, sind die Bondmärkte, in denen fast das gesamte Geld steckt, und die Banken, mit denen Versicherer eng verflochten sind. Das wird auch so bleiben.
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Interview mit Matthias Weik und Marc Friedrich
Video
Unsere beiden Studiogäste Matthias Weik und Marc Friedrich sind keine Freunde der Finanzindustrie und ihrer Anlageprodukte. Sie behaupten, eine Kapitallebensversicherung zur Altersvorsorge sei legaler Betrug.
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Solvency II: Zügel für die Branche
© colourbox Lupe
Für Banken gibt es Basel III, für Versicherer gilt bald Solvency II. Es ist der Versuch der Aufsichtsbehörden, für mehr Sicherheit in den Bilanzen zu sorgen. Bei risikoreichen Anlagen sollen Versicherungen mehr Rücklagen bilden.

Lebensversicherungen: Der Garantiezins wackelt
© dpa Lupe
Auf 80 Millionen Einwohner kommen in Deutschland 90 Millionen Lebensversicherungen. Doch die niedrigen Realzinsen an den Finanzmärkten sorgen für miese Renditen. Die Branche sucht nach neuen Wegen.

Lloyd's of London: Die Institution
© Lloyd's of London
Es begann in einem Londoner Kaffeehaus im Jahre 1688. Mit dem Aufstieg Londons als Handelsplatz wuchs die Notwendigkeit, Schiffsladungen zu versichern. In den folgenden 300 Jahren entstand der führende Versicherungsmarktplatz der Welt.
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Sendedaten
makro
"Versicherungen - Die grauen Eminenzen"

Freitag, 5. Juli 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Moderation
Eva Schmidt
Studiogäste
Matthias Weik, Marc Friedrich
Weik und Friedrich sind Bestsellerautoren, die sich seit vielen Jahren mit dem Thema Kapitalanlage beschäftigen.
Schwerpunkt
Finanzkrise
Das Platzen der amerikanischen Immobilienblase brachte ein gewaltiges Kredit-Kartenhaus zum Einsturz. Die folgende Pleite der Investmentbank Lehman Brothers führte das Weltfinanzsystem an den Rand des Kollaps. Bis heute zahlen wir an den Folgen.
makro auf Facebook
makroskop: Versicherer
© colourboxLupekurz & bündig
Der größte Versicherer in Deutschland ist die Allianz Gruppe, die auch weltweit zu den größten Versicherungskonzernen gehört. Danach folgen der Rückversicherer Münchener Rück, die Talanx AG, die Ergo Versicherungsgruppe, eine Tochtergesellschaft der Münchener Rück und die Generali Deutschland, eine Tochtergesellschaft des größten italienischen Versicherers Assicurazioni Generali.

Und das Geschäft ist lukrativ. Den Versicherungsschutz lassen sich die Deutschen einiges kosten. Jährlich geben die Bundesbürger durchschnittlich 2100 Euro für private Versicherungen aus. Insgesamt belaufen sich die Bruttoprämien im Versicherungswesen auf 179 Milliarden Euro.

Vorsorge und Risikoschutz werden in Zeiten ökonomischer Krisen wichtiger denn je. Mehr als 457 Millionen Versicherungsverträge haben Bürger und Unternehmen in Deutschland daher mit Versicherern abgeschlossen.

Mit einem Kapitalanlagebestand von ca. 1355 Milliarden Euro zählen die Versicherer zu den größten institutionellen Anlegern in Deutschland. Einen bedeutenden Teil davon investieren sie am Anleihenmarkt.