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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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© Turquoise Hill Resources Lupe
Life on Mars? Nicht ganz. Förderanlagen von Oyu Tolgoi, einer riesigen Kupfer- und Goldmine in der mongolischen Wüste nahe der chinesischen Grenze.
Der Rohstofflieferant
Zwischen Abhängigkeit und Wirtschaftsboom
Die Mongolei ist viermal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp drei Millionen Einwohner. Unter der kargen Steppe schlummern riesige Rohstoffvorkommen. Auf die ist China scharf.
Dank der Rohstoffe wächst die Wirtschaft des Nomadenvolkes derzeit zweistellig. Täglich donnern hunderte Lastwagen mit Kohle beladen ins benachbarte China. Rund 90 Prozent der Exporte gehen ins Reich der Mitte. China ist Hauptabnehmer der Rohstoffe. Und damit ist die Mongolei wirtschaftlich stark von China abhängig.

Reden Sie mit!

Die Chinesen gehören darüber hinaus zu den größten Investoren in der Mongolei. Dutzende Kohle-, Kupfer- und Goldminen sind bereits fest in der Hand der Chinesen. Das Kohlebecken Tavan Tolgoi mit geschätzten 6,5 Milliarden Tonnen gilt als eine der weltweit größten Lagerstätten. Auch eine chinesische Firma bewirbt sich um die Beteiligung an der Förderung.

Billige chinesische Arbeitskräfte
Hunderttausende Chinesen haben die Mongolen in den vergangenen Jahren ins Land geholt, als billige Arbeitskräfte für das dünn besiedelte Land. Chinesen bauen Häuser und Straßen, kaufen ganze Bergwerke und bringen ihre Arbeiter gleich mit. Die Mongolen sehen das gar nicht gern. Sie befürchten einen Ausverkauf der Bodenschätze. Ihr Verhältnis zu den Chinesen ist mehr als zwiespältig. Lange befand sich die Mongolei unter chinesischer Herrschaft. Diese Schmach sitzt tief.

30.000 Chinesen leben in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator. Sie zu finden ist aber nicht so leicht. Sie halten sich lieber bedeckt. Eine Gruppe von Neonazis bekämpft die Chinesen ganz offen. Mit Springerstiefeln und Hakenkreuzen wollen sie die Mongolei vor dem wachsenden Einfluss Chinas beschützen. Nicht selten werden Chinesen in der Mongolei bedroht.

Wirtschaftsmotor Oyu Tolgoi
Die mongolische Regierung will, dass vor allem Mongolen von den Rohstoffen profitieren. Im Süden der Wüste Gobi nur 80 Kilometer von der Chinesischen Grenze entfernt, liegt eines der wichtigsten mongolischen Bergbauprojekte: die Kupfer- und Goldmine Oyu Tolgoi, die von dem kanadischen Unternehmen Turquoise Hill Resources, einer Tochterfirma des Rohstoffriesen Rio Tinto, betrieben wird. Seit Mitte 2012 wird hier die Förderung hochgefahren und Kupferkonzentrat hergestellt. Am Bau der Mine sind auch chinesische Firmen und chinesische Arbeiter beteiligt.

Ein Gesetz schreibt jedoch vor, dass die Mehrheit der Arbeiter in Oyu Tolgoi Mongolen sein müssen. Diese Chance hat Ganmunkh Bansaikhan genutzt. Er stammt aus einer Nomadenfamilie und arbeitet jetzt als Mechaniker für Oyu Tolgoi. Dafür bekommt er 800 Euro monatlich – ein Spitzengehalt für mongolische Verhältnisse. In seiner Freizeit lernt der 25-Jährige Englisch und studiert Maschinenbau. Er träumt davon, in eine führende Position aufzusteigen.

Auch direkte Chinesische Investitionen sollen in Zukunft eingedämmt werden. Nach einem neuen Gesetz muss das Parlament ausländische Investitionen genehmigen.

Sendedaten
makro
"Chinas Vasallen"

Freitag, 7. Juni 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Südostasien
Chinas Vasallen
Jenseits der chinesischen Grenzen wächst ein Kordon aus Vasallen. Die Staaten Südostasiens können sich der neuen Supermacht nicht entziehen. Durch wirtschaftliche Kolonialisierung sichert China seinen Einfluss.
Schwerpunkt
China
Schwerpunkt
Emerging Markets Asien
Keine Region der Welt entwickelt soviel Dynamik wie die Schwellenländer Asiens. Mit Fleiß, Zielstrebigkeit und einer gehörigen Portion Leidensfähigkeit eifern die Menschen zwischen Indien und China der Glitzerfassade Honkongs nach.
Wirtschaftsdokumentation
Mission Mongolei
Die Mongolei ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt. Jetzt erlebt das zentralasiatische Land einen radikalen Strukturwandel von der traditionellen Viehwirtschaft hin zu einer Bergbau-Nation. In einem der abgelegensten Gebiete der Welt, der mongolischen Gobi-Wüste, entsteht eine der größten Kupferminen der Welt.
Schwerpunkt
Rohstoffe