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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Lupe
Chinas Vasallen
Jenseits der chinesischen Grenzen wächst ein Kordon aus Vasallen. Die Staaten Südostasiens können sich der neuen Supermacht nicht entziehen. Durch wirtschaftliche Kolonialisierung sichert China seinen Einfluss.
China liefert günstig Computer, Kleidung und Maschinen. Die regionalen Handelspartner im Gegenzug vor allem eines: Rohstoffe. Doch es ist kein Geschäft unter Gleichen: China baut seine wirtschaftliche Vormachtposition in Südostasien in rasantem Tempo aus. Mit günstigen Krediten und Entwicklungshilfeprojekten öffnet China seinen Unternehmen die Märkte in Myanmar, Laos, Indonesien und Kambodscha.

Reden Sie mit!

Die Regierungen der Nachbarstaaten sehen in Chinas Engagement Vorteile: So finanziert das Reich der Mitte Schulbauten und neue Straßen, bringt Kapital und Knowhow, das den südostasiatischen Nachbarn oft noch fehlt. Willfährig tragen die Machthaber die Wirtschaftsexpansion Pekings mit. Doch die Bevölkerung wird unruhig: Viele fürchten eine Dominanz Chinas und eine Gefahr für die eigenen, meist kleinen Unternehmen.

Im Grenzsaum entstehen Sonderwirtschaftszonen, in denen längst China politisch und wirtschaftlich den Ton angibt. Die Einheimischen dort beklagen Glücksspiel, Drogen und Geldwäsche. Die Mega-Macht wolle lediglich die Rohstoffe der Region ausbeuten und sich den Zugang zum Indischen Ozean sichern. Hinter vorgehaltener Hand wird längst von der Kolonialisierung Südostasiens durch China gesprochen.

Mongolei: Der Rohstofflieferant
© Turquoise Hill Resources
Die Mongolei ist viermal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp drei Millionen Einwohner. Unter der kargen Steppe schlummern riesige Rohstoffvorkommen. Auf die ist China scharf.
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Myanmar: Der kleine Bruder
Lupe
Myanmar wandelt sich. Noch sieht man überall Tempel, Betende und Buddhas. Doch gleichzeitig gibt es immer mehr Baustellen. Das neue Myanmar ist voll von Großprojekten made in China, das in dem kleinen Nachbarland investiert.

Interview mit Sebastian Biba
Video
Unser Studiogast Sebastian Biba von der Goethe-Universität Frankfurt am Main sagt, die Staaten Südostasiens sähen das neue Selbstbewusstsein Chinas pragmatisch. Man habe sich schon immer mit China arrangieren müssen.
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Nordkorea: Bollwerk gegen den Kapitalismus
© reuters
Seit eineinhalb Jahren ist Kim Jong-un in Nordkorea an der Macht. Mit seinen militärischen Drohgebärden hat es der jüngste Spross der Kim-Dynastie geschafft, seinen einzigen Verbündeten zur Weißglut zu treiben.
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Tonga: Bei Peking in der Kreide
China unterhält auffällig gute Beziehungen zu pazifischen Zwergstaaten wie Tonga oder Fidschi. Dabei geht es weniger um paradiesische Palmenstrände, sondern um handfeste Seerechte und Pro-China-Stimmen in der Uno.
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USA & Japan: Die Platzhirsche wehren sich
© ap
Chinas neue Hegemonialpolitik ruft die alten Platzhirsche im Westpazifik auf den Plan: Japan verteidigt jeden Felsen und die USA gewinnen unverhofft neue Freunde - z.B. den ehemaligen Kriegsgegner Vietnam.
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Sendedaten
makro
"Chinas Vasallen"

Freitag, 7. Juni 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Moderation
Eva Schmidt
Studiogast
Sebastian Biba
Biba ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Area Studies China/Ostasien an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Internationale Beziehungen und Sicherheit im ostasiatischen Raum
Schwerpunkt
China
Der Aufstieg Chinas begann 1978 mit der wirtschaftlichen Öffnung unter Deng Xiaoping. Bis vor ein paar Jahren hat es niemand bemerkt. Jetzt sind die Chinesen plötzlich da: als zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt.
makroskop: Chinas Vasallen
© color boxVideokurz & bündig
Davon können EU-Länder derzeit nur träumen: 2,5 Billionen Euro Devisenreserven hat China und kann damit weltweit einkaufen gehen. Allein im Jahr 2012 haben Chinas Unternehmen so viel im Ausland investiert, wie noch nie zuvor und zwar rund 60 Milliarden Euro.

5,8 Milliarden Euro gingen davon nach Nordamerika, 11 Milliarden nach Europa. Damit ist Europa beliebtestes Ziel der Chinesen in Sachen Technologietransfer und allen voran Deutschland mit 1,6 Milliarden Euro.

Aber China investiert auch in Infrastrukturprojekte. So hat China beispielsweise in Griechenland 2010 den Mittelmeer-Container-Hafen von Piräus übernommen. Strategisch wichtig, weil China so Zugang nach Osteuropa, zum Schwarzen Meer und Russland bekommen hat. Damit könnte China der EU wichtige Märkte streitig machen.

Doch nicht nur die Industrienationen sind das Ziel der Chinesen. Bereits seit einigen Jahren steht Afrika ganz oben auf der Liste, wenn es um Investitionen geht. Von 2005 bis 2012 hat China hier 84 Milliarden Euro investiert. So viel wie im gesamten Rest der Welt.

Größte Empfänger in Afrika waren Nigeria gefolgt von Algerien, Südafrika, Äthiopien, dem Kongo und dem Tschad. Alles Länder mit Rohstoffen, die China dringend braucht.

Doch nicht nur im Ausland investiert China. Zu Hause wird vor allem militärisch aufgerüstet. Die weltweit größte Armee mit 2,3 Millionen Soldaten hat gerade eine Budgeterhöhung von 10,7 Prozent auf offiziell knapp 89 Milliarden Euro erhalten. Allerdings gehen Experten davon aus, dass das Budget in Wirklichkeit weitaus größer ist.
Schwerpunkt
Emerging Markets Asien
Keine Region der Welt entwickelt soviel Dynamik wie die Schwellenländer Asiens. Mit Fleiß, Zielstrebigkeit und einer gehörigen Portion Leidensfähigkeit eifern die Menschen zwischen Indien und China der Glitzerfassade Honkongs nach.