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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Bericht ansehen Lupe
Trotz des vielen Wassers am Tonle Sap ist sauberes Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit.
Fortschritt in Fernost
Obwohl Kambodscha ein wasserreiches Land ist, fehlt es vielerorts an sauberem Trinkwasser. Trotzdem hat sich die Trinkwasserversorgung in den letzten zehn Jahren erheblich verbessert.
Bei den buddhistischen Mönchen in Kambodscha steht Wasser für Reinheit. Sie reinigen damit Seelen. Wasser bestimmt auch das Leben der Menschen am größten See in Südostasien, dem Tonle Sap. Wirklich rein ist dieses Wasser aber in den wenigsten Fällen, wie der deutsche Entwicklungshelfer Peter Degen weiß. Er betreut große Filteranlagen, die von ausländischen Hilfsorganisationen gebaut wurden.

Obwohl die Menschen am Tonle Sap von Wasser umgeben sind, ist Trinkwasser Mangelware. Der See ist Lebensquell, aber auch Toilette und Mülleimer - ein Hort für Krankheiten. Bald sollen die Einheimischen die Filteranlage selbst betreiben. Die Anlage ist die Trinkwasser-Tankstelle von fast 2000 Menschen. Mit ihr können sich die Dorfbewohner eine eigene Existenz aufbauen. 20 Liter verkaufen sie für umgerechnet 10 Cent. Früher hatten die Leute hier oft Durchfall oder Typhus, jetzt nicht mehr. Ein Erfolg.

Wasser: Umkämpfte Ressource - Reden Sie mit!

Besseres Trinkwasser
Seit 2000 hat sich die Zahl der Kambodschaner, die Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, auf 75 Prozent verdoppelt. Kambodscha hat damit das UNO-Ziel für 2015 erfüllt. Doch einer von vier Menschen ist immer noch abgeschnitten von der Trinkwasserzufuhr. Sogar in der Hauptstadt Phnom Penh. Die Stadt am Mekong boomt. In den letzten Jahren ist eine neue Mittelschicht entstanden. Doch in den Slums fehlt es immer noch an allem. Viele verdienen weniger als einen Dollar am Tag.

In einem alten Kino haben sich 500 Menschen einquartiert. Seit 30 Jahren leben sie in selbstgebauten Verschlägen, inmitten von Müll und ohne Wasser. Auf dem Dach des vierstöckigen Hauses steht ein Wasserbehälter. Jemand hat illegal einen Wasseranschluss gelegt. Gegen Bezahlung schließt er ihn auf. Sauberes Wasser ist ein gutes Geschäft. Eine andere Ecke auf dem Dach dient als Toilette. Aber nicht jeder macht sich die Mühe, hier hoch zu kommen.

Betteln um Wasser
Lupe
In den Armenvierteln von Phnom Penh ist die "Wasserversorgung" immer noch erbärmlich.
Trotz brütender Hitze von über 40 Grad lebt Ly Sophal mit ihren elf Kindern oben auf dem Dach. Einige sind krank, eines geistig behindert. Ihre Kinder betteln überall um Wasser. "Manchmal geben uns die Leute ein paar Schalen - aber heute haben wir noch so gut wie nichts in unserem Eimer. Nur ein Nachbar hat uns ein bisschen was gegeben", klagt die Mutter. Für einen richtigen Wasseranschluss müsste sie viel Geld hinlegen.

Viele der Ärmsten werden von der Regierung umgesiedelt, um wertvolles Bauland in der Hauptstadt freizumachen. So hat man 800 Stadtbewohner einfach in der Siedlung Andong abgeladen, die in der Regenzeit regelmäßig überschwemmt wird. Die Regierung versprach ihnen Wasseranschlüsse - doch nichts ist passiert.

Wasserfilter gespendet
Am nahen Tonle Sap haben Hilfsorganisationen wenigstens Wasserfilter gespendet. Doch nicht überall kam die Hilfe an. Wahrscheinlich habe sich ein Politiker das Geld dafür unter den Nagel gerissen, vermuten diejenigen, die keine Filteranlage bekommen haben. "Die Armen kriegen nichts", beschwert sich ein Betroffener, "nur die Reichen - und die geben es ihren Verwandten weiter".

Das ist kein Einzelfall. Kambodscha hat Wasser genug, trotzdem fehlt immer noch Trinkwasser. Gerade in der Regenzeit, wenn der Tonle Sap anschwillt - und sich Dünger, Müll und Fäkalien einverleibt.

Sendedaten
makro
"Milliardenmarkt Wasser"

Freitag, 10. Mai 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.25 Uhr
Thema der Sendung: Wasser
Milliardenmarkt Wasser
Wasser ist ein kostbares Gut - und vielerorts zu teuer. In Deutschland ist genügend da. In manchen Entwicklungsländern hingegen gibt es sauberes Wasser nur noch in Flaschen. Wasser wird zur strategischen Waffe.
Schwerpunkt
Wasser