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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© dpa Lupe
Sauberes Wasser kommt einfach aus dem Hahn. Wieviel wir verbrauchen, wissen wir oft gar nicht. Was ist es uns wert?
Der Preis von Wasser
Die Angst vor steigenden Kosten
Die EU fordert mehr Wettbewerb bei der Wasserversorgung, um die Bürger zu entlasten. Das klappt nicht immer, denn es ist ein schwieriger Markt mit hohen Investitionskosten ins Leitungsnetz.
Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Wie selbstverständlich kommt es heute bei uns aus dem Hahn, sauber und immer verfügbar. Wasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland.

Das war nicht immer so. Über Jahrhunderte landeten Müll und Abwässer in den Flüssen, verschmutzte sie. Die Metropole Brüssel hatte noch im Jahr 2000 keine Kläranlage und konnte diese erst mit Hilfe eines privaten Investors bauen, weil der Kommune das Geld fehlte.

EU möchte Privatunternehmen gleichberechtigen
Aber gehört etwas so elementares wie Wasser wirklich in privatwirtschaftliche Hände? Die EU meint "Ja" und regelte deshalb Anfang Januar die Vergabe von Konzessionen für die Wasserversorgung neu. Künftig sollen private und öffentliche Anbieter gleichgestellt sein. Binnenmarktkommissar Michel Barnier will Unternehmen so den Zugang zum Wassermarkt erleichtern.

Doch was passieren kann, wenn Teile der städtischen Wasserversorgung privatisiert werden, haben die Berliner bereits erfahren. 1999 stiegen hier erst RWE und die französische Veolia ein und danach die Wasserpreise kräftig an.

"Wir haben seit 2004 eine Preiserhöhung von über 30%. Und von diesen 30% sind mindestens 6% privatisierungsbedingt", rechnet Mathias Ladstädter von der Bürgerinitiative "right2water" vor.

Grundrecht oder Wirtschaftsgut?
Tatsächlich trinkt, wäscht und duscht man nirgends in Deutschland so teuer wie in Berlin. Während in München der Kubikmeter Wasser 1,58 Euro kostet, sind es in Berlin satte 2,17 Euro.

Dass Privatisierung richtig teuer werden kann, zeigt auch der Blick ins Ausland. In Großbritannien übernahmen Privatfirmen bereits 1989 die Wasserversorgung. Danach gingen nicht nur die Preise rauf, sondern auch die Wasserqualität runter, weil die Versorger Investitionen ins Leitungsnetz scheuten.

In Berlin hat man nach massiven Bürgerprotesten die Privatisierung teilweise wieder rückgängig gemacht. Und auch gegen die Brüsseler Pläne formiert sich der Widerstand. Die Initiative "Right2Water" könnte es als erste Interessengemeinschaft schaffen, europaweit so viele Unterschriften zu sammeln, dass sich die EU-Kommission erneut mit dem Beschluss beschäftigen muss. Für sie ist Wasser ein Grundrecht und kein Wirtschaftsgut.

Brüssel fühlt sich missverstanden
In Brüssel fühlt man sich missverstanden. Die neue Vergabe solle doch eigentlich durch mehr Wettbewerb für Vorteile beim Verbraucher sorgen. "Es ist gut, so eine Diskussion zu haben", räumt Steffan De Rynck, Sprecher von Michel Barnier, ein. Es gebe aber einige Missverständnisse, was man mit der Vorlage zu erreichen versuche. "Der Weg, den wir vorschlagen, ist den lokalen Verwaltungen die Chance zu geben, entsprechend europäischen Rechts zu wählen: Ob sie einen öffentlichen Anbieter, ihre eigene Firma oder einen privaten Versorger haben wollen. Das muss aber jede Kommune für sich selbst entscheiden."

Noch ist der Wassermarkt in Deutschland sehr kleinteilig organisiert. Städte und Gemeinden versorgen ihre Bürger in Eigenregie. Das könnte sich nach den Brüsseler Vorgaben bis 2020 grundlegend ändern.

Sendedaten
makro
"Milliardenmarkt Wasser"

Freitag, 10. Mai 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.25 Uhr
Thema der Sendung: Wasser
Milliardenmarkt Wasser
Wasser ist ein kostbares Gut - und vielerorts zu teuer. In Deutschland ist genügend da. In manchen Entwicklungsländern hingegen gibt es sauberes Wasser nur noch in Flaschen. Wasser wird zur strategischen Waffe.
Schwerpunkt
Wasser
Wasser: Umkämpfte Ressource
Reden Sie mit!
Ein Glas zur Hand nehmen, den Wasserhahn aufdrehen, Durst löschen. In Deutschland eine absolute Selbstverständlichkeit. Für viele Menschen auf der Welt aber ein unermesslicher Luxus.