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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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New York: Im Widerstand © ap Lupe
Im Gegensatz zu Nachbar Pennsylvania ist Fracking im Bundesstaat New York nicht erlaubt. Zumindest vorerst.
Im Widerstand
Die New Yorker haben Angst um ihr Trinkwasser. Sie fürchten eine Verseuchung durch Fracking-Chemikalien. Befürworter erhoffen sich dagegen die Ankurbelung der Wirtschaft durch die neue Gasfördermethode.
Scott Stringer, Demokrat und Bürgermeister von Manhattan, kämpft schon seit Jahren gegen Fracking. Er hält es für unsicher und unterstellt Öl- und Gasspekulanten, sie machten Profit auf Kosten der Umwelt. Die Stadt rühmt sich damit, besonders gutes Trinkwasser zu haben. Gasbohren wäre ein ernstes Risiko.

Fracking: Boom oder Blase? – Reden Sie mit!

Der Farmer Daniel Fitzsimmons vertritt als Präsident der Grundbesitzer-Vereinigung vom Staat New York die Interessen von tausenden Landbesitzern. Bauern wie er haben Schwierigkeiten in der strukturschwachen Gegend nördlich von New York. Viele Farmbetriebe mussten aufgeben. Vor sechs Jahren kamen die ersten Vertreter der Gasfirmen mit verführerischen Angeboten für Bohrrechte. Im Staat New York wird ein riesiges Gasvorkommen vermutet. Der Gasrausch könnte die Wirtschaft wiederbeleben, ist das Hauptargument der Fracking-Befürworter.

Neidvoller Blick nach Pennsylvania
© ap Lupe
Vor allem in den Städten formiert sich Protest gegen die Ausbeutung des Marcellus-Feldes. Auf dem Land sieht man eher die Vorteile.
Neidvoll blickt Fitzsimmons ins benachbarte Pennsylvania, wo seit Jahren am Gas verdient wird. Seiner Meinung nach ist es ein Missverständnis, dass Fracken das Grundwasser verschmutzt. Er kennt in den USA keinen einzigen solchen Fall. "Ich besitze 75 Hektar. Da könnte ich gut 140.000 Dollar pro Monat verdienen", ist sich der Farmer sicher.

Yoko Ono und Schauspielerin Susan Sarandon gehören zu den prominenten Fracking-Gegnern. Vor kurzem protestierten sie gegen Bohranlagen in Pennsylvania. In New York kämpfen Fracking-Gegner so vehement wie sonst nirgends in den Vereinigten Staaten. Unzählige Protestgruppen haben sich formiert. Noch haben sie die Oberhand in der Debatte.

Aufgeschoben bis nach der Wahl
Entscheidend ist aber New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. Im März hat er das Fracking-Moratorium auf 2015 verlängert. Hinter den Termin der kommenden Wahl. Die Landbesitzer sind entsetzt. Ob sich Wirtschaftsinteressen oder Umweltsorgen durchsetzen? Noch ist alles offen. Die Entscheidung wird auf der politischen Bühne fallen.

Sendedaten
makro
"Gas: Zauberformel Fracking"

Freitag, 26. April 2013, 21.00 Uhr
Thema der Sendung: Gas
Zauberformel Fracking
Erdgas hat den Energiemarkt in Nordamerika revolutioniert. Gaskraftwerke ersetzen Kohlekraftwerke. Sie sind einfach billiger. Doch Fracking ist umstritten, weshalb die Förderung um Europa bisher einen Bogen macht.
Marcellus-Gasfeld
LupeDie Marcellus-Formation birgt riesige Gasvorkommen. Erst durch neue Fördertechnologien wie Horizontalbohrungen und Fracking ist diese Struktur wirtschaftlich nutzbar. Schätzungen, wie groß die Vorkommen sind und vor allem wieviel Gas praktisch förderbar ist, gehen weit auseinander.

Im Jahr 2002 vermutete das United States Geological Survey ein förderbares Vorkommen von 1,9 TCF (trillion cubic feet). 2009 schätzte das United States Department of Energy 262 TCF förderbares Gas. Diese Zahl berücksichtigt den Fortschritt der Fördertechnologien. Prof. Gary Lash von der State University of New York schätzt die gesamte Gasmenge auf 490 TCF, von denen er aber nur 10%, also 49 TCF, mit heutiger Technologie für förderbar hält. Prof. Terry Engelder, Pennsylvania State University, rechnet sogar mit 4359 TCF, von denen er 30%, also 1307 TCF, für förderbar hält.

Wieviel Gas dort wirklich ist, weiß also niemand so genau. Klar ist allerdings, dass neu Fördertechnologien die nutzbaren Vorkommen vervielfacht haben. Das ist der Grund für den Gasboom in den USA (und Kanada).
Schwerpunkt
Öl & Gas
Schwerpunkt
Nordamerika