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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Schulden ohne Ende © ap Lupe
Ohne die Niedrigzinspolitik der amerikanischen Notenbank Federal Reserve gäbe es weniger Kredite, weniger Schulden, weniger Finanzexzesse - und weniger Wachstum.
Schulden ohne Ende
Wir leben in einer Welt des billigen Geldes: Schulden machen wird belohnt, Sparen wird bestraft. Das ist ungemein bequem - und hinterlässt Verwüstungen in den Bilanzen von Staaten, Unternehmen und Bürgern.
Ohne Schulden zu machen, geht anscheinend gar nichts mehr. In den Industriestaaten ist der Schuldenstand so hoch wie zum letzten Mal während des Zweiten Weltkriegs. Die USA erreichen mit ihren Staatsschulden gerade eine Rekordmarke, in Europa bringt die immense Verschuldung den Euro in Gefahr.

Schulden: Immer schlimmer? - Reden Sie mit!

Das aktuelle Sorgenkind Zypern wurde gerade unter schmerzlicher Beteiligung der Sparer gerettet. EU-Troika und IWF haben darauf bestanden, dass aus Zypern selbst ein Beitrag von knapp 7 Mrd. Euro geleistet wird. Der Grund: Die langfristige Schuldentragfähigkeit, die bei einem Defizit von weit über 100% der Wirtschaftsleistung ohnehin zweifelhaft ist, wäre sonst überhaupt nicht mehr gewährleistet.

Und auch das scheinbar so solide Deutschland steht mit 2 Billionen Euro in der Kreide, soviel wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Staaten gelingt es immer seltener, einen einmal empfangenen Kredit auch zurückzuzahlen.

Das gleiche gilt für die Bürger. Auch die privaten Schulden haben in den vergangenen 30 Jahren massiv zugenommen. Gibt es also überhaupt noch eine Grenze? Warum machen wir Schulden ohne Ende? Und können wir sie jemals zurückzahlen?

Kredit und Tücke
Schulden: Kredit und Tücke
Schulden sind ein unverzichtbares Instrument der Ökonomie. Kluge Investitionen, auch schuldenfinanziert, schaffen Wohlstand. Konsum auf Pump nur eine süße Illusion - mit tragischem Ende. Immer.
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Jenseits der 60 Prozent
Schulden: Jenseits der 60 Prozent © dpa
Manche Staaten ruinieren ihre Finanzen aus Unfähigkeit (Griechenland), manche aus Unwilligkeit (Italien), manche blendet das schnelle Geld (Zypern). Und manche passen einfach nicht auf, was ihre Bürger machen (Spanien).
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makroskop: Das süße Gift
Schulden: Das süße Gift
Schulden zu machen bedeutet, in der Gegenwart auf Kosten der Zukunft zu leben. Das kann gerechtfertigt sein. Oft ist es das nicht. Besonders satte, westliche Demokratien verfallen der Versuchung.
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Japan: Im Land der aufgehenden Schulden
Japan: Im Land der aufgehenden Schulden
Die Horrorzahl lautet 14.000.000.000.000 Dollar. Es ist die Staatsverschuldung Japans. Plusminus 'ne Billion - Wechselkursschwankungen halt. Doch anders als in Europa wird hier nicht gespart. Im Gegenteil.
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Einfach weg damit!?
Schuldenerlass: Einfach weg damit!? © dpa
Eine simple Idee macht die Runde: Wir streichen einfach alle Schulden und fangen von vorn an! Ist das die Lösung? Oder ist die große Schuldenbefreiung bloß Auftakt zur nächsten Katastrophe?
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Der Schuldentilgungspakt
Lupe
Wie wird Europa seine Schulden wieder los? Deutschlands Wirtschaftsweisen haben einen Vorschlag gemacht, wie es gehen könnte. Es handelt sich um eine Art Eurobonds auf Zeit. Und so könnte funktionieren.

Sendedaten
makro
"Schulden ohne Ende"

Freitag, 12. April 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Moderation
Eva Schmidt
Studiogast
Helge Peukert
Prof. Dr. Dr. Helge Peukert ist Wirtschafts- und Staatswissenschaftler und Professor an der Universität Erfurt.
Niall Ferguson
Fiscal Crises and Imperial Collapses
Der renommierte Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson hielt zum Thema Verschuldung und ihre Folgen im Mai 2010 einen interessanten Vortrag am Peterson Institute for International Economics: "Fiscal Crises and Imperial Collapses". Ferguson ordnet unsere heutige Situation historisch ein und kommt zu dem Ergebnis, dass Überschuldungszyklen und Staatspleiten ein ebenso normaler wie unvermeidlicher Vorgang sind. Der Vortrag ist sujetbedingt zeitlos:
Video (54 Min.), pdf-Präsentation, pdf-Transcript
Buchtip
© Princeton University PressLupeDie beiden amerikanischen Ökonomen Carmen M. Reinhart, und Kenneth S. Rogoff, beide Harvard, haben über viele Jahre an einem Buch gearbeitet, das heute als die fundierteste Analyse von Finanzkrisen gilt. Es trägt den ironischen Titel "This Time is Different" und den ernüchternden Untertitel: "Eight Centuries of Financial Folly". Es kam passenderweise 2009 auf den Markt. Die beiden Autoren sind selbst überrascht, wie präzise ihre Analyse der Geschichte unsere heutige Finanzkrise beschreibt.

This Time is Different:
Eight Centuries of Financial Folly

Dieses Mal ist alles anders:
Acht Jahrhunderte Finanzkrisen
Japan: Operation Kamikaze
© apJapans Staatsverschuldung liegt weit jenseits von 200% der Wirtschaftsleistung. Das ist weltweit einsame Spitze. Nicht einmal Griechenland kann da mithalten. Warum regt sich dann niemand über Japan auf? Weil alle Welt davon ausgeht, dass Japan seine Schulden brav zurückzahlen wird. Ein Blick in die Geschichte lässt an dieser Einschätzung zweifeln, denn es wäre das erste Mal.
Schwerpunkt
Finanzkrise
Das Platzen der amerikanischen Immobilienblase brachte ein gewaltiges Kredit-Kartenhaus zum Einsturz. Die folgende Pleite der Investmentbank Lehman Brothers führte das Weltfinanzsystem an den Rand des Kollaps. Bis heute zahlen wir an den Folgen.