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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Milliardenmarkt Wasser © apn Lupe
Milliardenmarkt Wasser
Wasser ist ein kostbares Gut - und vielerorts zu teuer. In Deutschland ist genügend da. In manchen Entwicklungsländern hingegen gibt es sauberes Wasser nur noch in Flaschen. Wasser wird zur strategischen Waffe.
Seit Kommunen ihre Trinkwasserversorgung an private Unternehmen abgegeben haben, sprudeln bei diesen die Gewinne. Inzwischen beschäftigen sich sogar Gerichte mit dem Wasserpreis. In vielen Städten wollen Bürgerinitiativen nun die Privatisierung rückgängig machen - notfalls per Volksentscheid.

Rund um den Globus droht hingegen eine Wasserschlacht von ganz anderem Ausmaß. Viele Regionen leben über ihre Verhältnisse, der Grundwasserspiegel sinkt. Besonders in den wachsenden Großstädten reicht das Grundnahrungsmittel Wasser nicht mehr für alle.

Wasser: Umkämpfte Ressource - Reden Sie mit!

In Südostasien und im Nahen Osten graben sich die Nationen mit Staudämmen gegenseitig das Wasser ab. Zudem nimmt die Verschmutzung durch Industrialisierung rasant zu. China muss hohe Milliardenbeträge investieren, um seine verseuchten Flüsse und Seen zu sanieren. Von Mexico City bis Lagos wird die Wasserversorgung zu einem kaum noch zu bewältigenden Problem. In naher Zukunft drohen Wasserkriege, fürchten Experten.

Privatisierung: Der Preis von Wasser
© dpa
Die EU fordert mehr Wettbewerb bei der Wasserversorgung, um die Bürger zu entlasten. Das klappt nicht immer, denn es ist ein schwieriger Markt mit hohen Investitionskosten ins Leitungsnetz.
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Türkei baut Megadämme
© adler
Um die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern, setzt die Türkei auf den Ausbau der Wasserkraft. Und zwar in Bulldozer-Manier. Außerdem gewinnt das Land so eine strategische Waffe.
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Kommerzialisierung: Blaues Gold in Flaschen
© ap
Dort, wo Trinkwasserversorgung überhaupt nicht funktioniert, ist der Preis für Wasser am höchsten. Nestlé hat die Marke Pure Life im Angebot, sauberes Wasser in Flaschen, - und steht genau damit in der Kritik.
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Kambodscha: Fortschritt in Fernost
Obwohl Kambodscha ein wasserreiches Land ist, fehlt es vielerorts an sauberem Trinkwasser. Trotzdem hat sich die Trinkwasserversorgung in den letzten zehn Jahren erheblich verbessert.
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Sendedaten
makro
"Milliardenmarkt Wasser"

Freitag, 10. Mai 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.25 Uhr
Moderation
Eva Schmidt
Schwerpunkt
Wasser
makroskop: kurz & bündig
© colourboxVideo71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Der Großteil davon ist jedoch Salzwasser. Nur 0,3% der gesamten Wassermenge steht uns als Trinkwasser zur Verfügung. Hauptverbraucher ist die Landwirtschaft.

Nach aktuellen Zahlen der UNESCO haben rund 880 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Bei einer Weltbevölkerung von etwas mehr als 7 Milliarden entspricht das ungefähr 12,5%. Besonders problematisch ist die Situation in großen Teilen Afrikas und Asiens.

Fehlende Kanalisationssysteme und verunreinigtes Wasser führen deshalb gerade hier zu vielen Erkrankungen und Todesfällen. Jährlich sterben weltweit rund 3,5 Millionen Menschen an mangelnder Wasserversorgung.

Bevölkerungswachstum und Klimawandel verschärfen die Situation zunehmend. Einer der größten Wasserverbraucher ist jedoch die Landwirtschaft. 70% der globalen Wasserreserven nutzen wir für die Herstellung von Lebensmitteln. Die Produktion von einem Kilo Reis verschlingt 2.500 Liter und von einem Kilo Rindfleisch sogar 15.000 Liter Wasser.

Die Vereinten Nationen prognostizieren, dass im Jahr 2025 ca. 1,8 Milliarden Menschen in Gebieten mit großer Wasserknappheit leben werden. 2050 könnten es sogar 5 Milliarden sein. Ein sinnvoller Umgang mit Wasser wird mehr denn je zur globalen Aufgabe.