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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Der Goldesel
Rund 800 Mrd. Dollar soll Hugo Chavez während seiner Amtszeit mit Öl eingenommen haben. Viel davon hat er billig an sozialistische Bruderstaaten abgegeben. Nachhaltig investiert hat er kaum.
In seiner 14-jährigen Amtszeit hat Hugo Chavez Öl in Höhe von rund 800 Mrd. US-Dollar verkauft. Einen großen Teil davon hat seine Regierung in soziale Projekte gesteckt: 300 Mrd. Dollar sollen es gewesen sein.

Chavez selbst hat gerne davon gesprochen, dass das Thema Armut in Venezuela Geschichte sei. Tatsächlich ist die Armutsrate von 49 Prozent im Jahre 2002 auf heute 28 Prozent gesunken, damit ist sie zwar niedriger als vor seiner Regierungszeit, aber noch lange nicht Geschichte.

Venezuela: Reden Sie mit!

Dank der immer weiter steigenden Ölpreise auf dem Weltmarkt kam zwar viel Geld in die Kasse, aber Chavez versäumte es, dies nachhaltig zu investieren - zum Beispiel in einen funktionierenden Polizeiapparat. So ist trotz der Bekämpfung der Armut ein Gewaltproblem entstanden. Inzwischen geschieht in Venezuela jede halbe Stunde ein Mord.

Staatsausgaben sind explodiert
Ein weiteres Problem: die Staatsausgaben. Seit 1998 haben sie sich versechzehnfacht. Stand heute: 160 Mrd. Dollar. Gleichzeitig ist das Land mit 120 Mrd. Dollar verschuldet.Chavez zahlte zwar stets seine Schulden fristgerecht ab, aber nicht, weil er ein guter Geschäftsmann war, sondern weil Venezuela fest in der Hand der Gläubiger ist.

Sie liehen Chavez das Geld für seine Politik, indem sie die Staatsanleihen von Venezuela kauften und damit selbst einen unglaublichen Profit machten.

Doch trotz der steigenden Verschuldung bedachte Chavez auch seine Nachbarstaaten mit Öl-Geschenken: 15 Karibikstaaten bekommen Bruderhilfe zu Sonderkonditionen. Allein Kuba erhält täglich 100.000 Barrel Öl zu Vorzugsbedingungen. Von den täglich geförderten 2,4 Millionen Barrel bleiben Venezuela nach Abzug der Geschenke an die Nachbarn und dem Eigenbedarf noch 1,25 Millionen zum Verkauf übrig.

Kein Wunder, dass nicht nur Venezuela derzeit um Chavez trauert.

Sendedaten
makro
"Wandel in Venezuela?"

Freitag, 15. März 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Venezuela
Wandel in Venezuela?
Der venezolanische Staatspräsident Hugo Chavez hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Auch die Wirtschaft des Landes liegt darnieder. makro wagt einen Blick hinter die Kulissen des Erdöl-Sozialismus.
Schwerpunkt
Lateinamerika
Info
Hohe Zinslast
Von den 120 Mrd. USD, mit denen Venezuela verschuldet ist, entfällt der Großteil auf Kredite, 36 Mrd. Dollar auf Dollar-Anleihen und 1 Mrd. auf Euro-Anleihen. Den größten Teil der Kredite haben chinesische Banken vergeben. Diese Kredite sind zu 95% mit Öllieferungen besichert.

Für die rund 37 Mrd. Dollar Anleihen verlangen Investoren einen hohen Risikozins, weil sie dem venezolanischen "Wirtschaftsmodell" und seinem Protagonisten nicht trauen. Im Schnitt von Chavez' Amtszeit waren es 12,4% p.a. Tatsächlich hat Chavez es nie gewagt, mit einer Zahlung in Verzug zu geraten – wohlwissend, dass dann seine ganze auf Pump finanzierte Wirtschaft zusammenbräche. Daher lag der durchschnittliche Zins zuletzt auch nur noch bei 9,1% - immer noch 4,4% höher als der Durchschnitt von USD-Anleihen aus Schwellenländern.

Trotzdem haben Anleger, die ein Investment in venezolanische Staatsanleihen gewagt haben, über die komplette Amtszeit von Hugo Chavez eine Rendite von 692% eingefahren.