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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© ap Lupe
Der ehemalige Busfahrer und Gewerkschaftsführer Nicolas Maduro ist ein Chavista der ersten Stunde. Im April muss er sich zur Wahl stellen. Die Chancen stehen gut.
Der Thronfolger
Nicolas Maduro war stets ein treuer Wegbegleiter von Hugo Chavez und dessen bolivarischer Revolution. Heute ist er sein Erbe. Eins hat Maduro bereits klargestellt: Den Sozialismus auf seinem Weg halten weder Ochs noch Esel auf.
Hunderttausende säumten seinen letzten Weg. Als Hugo Chavez am 5. März starb, trauerte halb Venezuela. Der charismatische Präsident konnte die Massen begeistern - von sich und von seiner Vision, Venezuela in ein sozialistisches Land zu verwandeln. Im April muss nun ein neuer Präsident gewählt werden.

Venezuela: Reden Sie mit!

Chavez' Erbe will sein politischer Ziehsohn und Vizepräsident Nicolas Maduro antreten - ein ehemaliger Busfahrer und Gewerkschaftsführer. Sicher ist sein Sieg nicht. Doch er hat beste Chancen - vor allem durch seine Nähe zum toten Comandante. Bei seiner Vereidigung zum Interimspräsidenten verwies Maduro immer wieder gerührt auf den toten Weggefährten.

Auch Maduro verspricht dem Volk Großes - ein Venezuela, ganz so wie Chavez es wollte: "Wir machen jetzt Wahlen, und dann? Dann gehen wir auf die Straße, um mit ganzer Kraft diese Volks-Revolution weiterzuführen - und den bolivarischen Sozialismus des 21. Jahrhunderts."

Befreiung vom "Imperialismus"
Die bolivarische Revolution sollte Venezuela vom amerikanischen Imperialismus befreien, so wie einst Freiheitsheld Simon Bolivar die Spanier aus Lateinamerika vertrieb. Nicht mit dem Schwert, sondern mit Verstaatlichungen aller wichtigen Industriezweige, allen voran die Öl-Industrie. Mit immer neuen Enteignungen schröpfte Chavez die Unternehmer des Landes, ausländische Investoren flüchteten scharenweise. Die Produktion ging zurück.

Seine politischen Gegner bekämpfte er unerbittlich, ließ oppositionelle Fernsehsender schließen, besetzte alle Schlüsselpositionen im Land mit ihm ergebenen Chavistas. Die Opposition warf ihm einen autokratischen Führungsstil vor. Und doch wurde er immer wieder gewählt.

L'état, c'est moi!
Hugo Chavez hat sein Rollenverständnis lautstark formuliert: "Ich fordere absolute Treue gegenüber meiner Führungsrolle! Denn wie heißt es? Ich bin nicht ich, sondern ich bin das Volk, verdammt noch mal! Ich bin kein Individuum, ich stehe für das Volk! Und das Volk muss respektiert werden!"

Die Armen im Land vergötterten ihn dafür. Denn Chavez war der erste, der ihre Nöte ernst nahm und sie auch finanziell unterstützte. Er steckte die Ölmilliarden in kostspielige Sozialprogramme, spendierte Medikamente und investierte in kostenlose Bildung. Er ließ Wohnungen bauen und Lebensmittel subventionieren.

Eine Politik, die vielen Armen half - und dennoch das Land in die wirtschaftliche Stagnation führte. Eine starke Industrie für das 21. Jahrhundert baute Chavez mit seinem Sozialismus nicht auf. Das Land muss trotz seiner Ölmilliarden Kredite aufnehmen. Genau diese Politik will Nicolas Maduro weiterführen, wenn er gewinnt. Wie lange Venezuela das noch durchhalten kann, ist fraglich. Hugo Chavez hinterlässt trauernde Fans - und ein Land, das an der Wegscheide steht.

Sendedaten
makro
"Wandel in Venezuela?"

Freitag, 15. März 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Venezuela
Wandel in Venezuela?
Der venezolanische Staatspräsident Hugo Chavez hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Auch die Wirtschaft des Landes liegt darnieder. makro wagt einen Blick hinter die Kulissen des Erdöl-Sozialismus.
Schwerpunkt
Lateinamerika