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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Manganknollen Lupe
Die polymetallischen Knollen, auch Manganknollen genannt, sind meist zwischen 3 und 8 cm groß. Sie enthalten neben durchschnittlich 25% Mangan auch rund 3% Kupfer, Nickel und Kobalt.
Jagd auf die Knolle
Die Förderung von Mineralien vom Boden der Tiefsee könnte schon in einigen Jahren Wirklichkeit werden. Mitten im Pazifik wurden die Claims abgesteckt. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften ist mit von der Partie.
Das kanadische Unternehmen Nautilus möchte vor der Küste Papua Neu-Guineas die erste Unterseemine in Betrieb nehmen - ein Projekt, das sich aus einer Reihe von Gründen gerade wieder verzögert. Die Kanadier wollen Erze abbauen, die Kupfer, Gold, Silber und Nickel enthalten (siehe Blogeintrag rechts).

Reden Sie mit: Rohstoffe aus dem Meer

Das Interesse der Schatzsucher auf dem Meeresboden richtet sich aber auch, in vielen Fällen sogar vorrangig, auf Manganknollen. Wie Kartoffeln auf dem Acker liegen die Manganknollen 5000 Meter tief unter dem Meeresspiegel. Sie sind unscheinbar, doch als Rohstoffquelle heiß begehrt. In Deutschland erforscht die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die Metallklumpen aus dem Meer. Interessant sind Manganknollen wegen ihres Gehaltes an Kobalt, Kupfer und Nickel - wirtschaftlich bedeutende Metalle. Deutsche Wissenschaftler reisen um die halbe Welt, um die kostbaren Knollen zu bergen.

Zwischen Mexiko und Hawaii
© International Seabed Authority
Die Lizenzgebiete der Clarion-Clipperton-Zone im Pazifik. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat zwei Lizenzen von zusammen 75.000 km2 (grün-braun). Tiefseepionier Nautilus Minerals hat übrigens über die 100-prozentige Tochtergesellschaft Tonga Offshore Mining Ltd auch hier im Zentralpazifik sechs Claims mit zusammen 72.000 km2 erworben (rosa).
Mitten im Pazifik, zwischen Mexiko und Hawaii, hat Deutschland Lizenzen für zwei Manganknollengebiete erworben. Auf 75.000 Quadratkilometern dürfen die Forscher die wertvollen Rohstoffe erkunden und für Untersuchungen daheim auch abbauen - 15 Jahre lang. Der industrielle Abbau könnte dann von einer Plattform aus mit einer Art Staubsauger erfolgen, der die Manganknollen in der Tiefe aufsaugt. Doch auch Schlamm, Mikroorganismen und Meerestiere würden mit aufgesaugt und der abgeerntete Meeresboden wäre auf Jahrzehnte zerstört.

Deshalb gibt es internationale Abkommen für die Erforschung. Jeder, der Forschungslizenzen für ein Gebiet kauft, muss zum Ausgleich ein ähnlich großes Gebiet bezahlen, das unberührt bleibt. So soll der Meeresboden wenigstens stellenweise geschützt werden. Denn auch andere Nationen arbeiten fieberhaft daran, die Meeresschätze zu bergen. China, Indien, Japan, Frankreich - alle Industrienationen jagen die wertvollen Knollen in der Tiefe. Es ist ein Wettlauf um die Rohstoffsicherung der Zukunft.

In den Kinderschuhen
Dabei geht es nicht nur um Mangan. Auch neue Energiequellen werden mit Hochdruck gesucht. So lässt sich aus den heißen Quellen im Atlantik womöglich Energie gewinnen. Wirtschaftlich relevant werden könnte auch die Frage, ob man brennbares Methaneis vom Meeresboden anzapfen kann oder CO2-Gase dort einlagern kann, um den Klimawandel zu verlangsamen.

Noch steht der kommerzielle Bergbau auf dem Meeresboden am Anfang. Doch mit explodierenden Rohstoffpreisen könnte sich das schnell ändern. Auch der Manganabbau wird dann wirtschaftlich interessant. Schätzungsweise 900 Millionen Tonnen Manganknollen liegen allein auf dem Grund des Pazifiks. Sie industriell abzubauen, wird eine Herausforderung. Auch wenn die Technik dafür noch in den Kinderschuhen steckt - die Deutschen bleiben im Rennen um die Nutzbarmachung der Meere.

Sendedaten
makro
"Im Rausch der Tiefe"

Freitag, 8. März 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Tiefsee
Im Rausch der Tiefe
Der Trend geht abwärts. Tief am Meeresgrund lagern Rohstoffschätze noch unbekannter Größe. Die Förderung von Öl und Gas ist längst gängige Praxis - mit den bekannten Risiken. Aber auch Erze locken dort in extrem hoher Konzentration.
Nautilus Minerals
© Nautilus MineralsAuf Tauchstation
Seit 2007 haben wir gelegentlich einen Blick auf die kleine kanadische Firma Nautilus Minerals geworfen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, als erstes Unternehmen weltweit Erzlagerstätten am Meeresgrund kommerziell abzubauen.
Wie sieht es heute bei denen aus? Kurz gesagt: nicht gut. Nautilus kämpft, um im Bild zu bleiben, mit schwerer See.
Schwerpunkt
Wirtschaftsfaktor Ozean
Schwerpunkt
Rohstoffe
Info