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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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© Oceaneering International Lupe
Das amerikanische Unternehmen Oceaneering International ist Weltmarktführer bei Unterwasserrobotern. Diese werden vor allem für Montage, Wartung und Reparaturen in der Öl- und Gasindustrie eingesetzt.
Die letzte Grenze
Der Rohstoffhunger treibt die Menschheit an die letzte Grenze des blauen Planeten. Die Tiefsee, wo es stockdunkel ist und eiskalt, stellt extreme Anforderungen an Innovation, Technologie, Risikobereitschaft und Kapital.
Und sie verzeiht keine Fehler. Bereits seit den 1950er Jahren wird in der Nordsee nach Erdöl und Erdgas gesucht. Es lohnt sich: Bei jeder achten Bohrung wird man im Durchschnitt fündig. Inzwischen muss man allerdings immer weiter in die Tiefe vorstoßen. Eines der größten Erdgasfelder liegt derzeit vor der Küste Norwegens. Ormen Lange hat eine Kapazität von geschätzten 400 Milliarden Kubikmetern Gas. Im noch größeren Troll-Feld sollen sogar mehr als das Dreifache lagern.

Reden Sie mit: Rohstoffe aus dem Meer

In der Nordsee sind die Gebiete inzwischen klar abgesteckt. Anders ist das in der Arktis. Hier ist der Streit über die Gebietsansprüche in vollem Gange. Der Grund sind die Rohstoffreserven: Rund ein Drittel der weltweit unentdeckten Erdgasvorkommen werden in der Arktis vermutet, sowie rund ein Sechstel des noch zu findenden Öls.

Das Goldene Dreieck
Um an die letzten Rohstoffreserven zu kommen, muss man nicht nur an immer entlegeneren Orten sondern auch in immer größere Tiefen vorstoßen. Als derzeit ergiebigstes Tiefseegebiet mit geschätzten Reserven von 13 Milliarden Tonnen gilt das sogenannten Goldene Dreieck zwischen Brasilien, dem Golf von Mexiko und Westafrika. Allein vor der Küste Brasiliens will man die Produktion aus der Tiefsee bis 2020 verdoppeln. Schon heute sind es 2,3 Mio Barrel am Tag.

Neben der Nordsee, der Arktis, dem Goldenen Dreieck und dem Mittelmeer, wird auch vor den Kanarischen Inseln, am Kaspischen Meer und vor den Küsten Indiens in der Tiefsee nach Erdöl und Erdgas gesucht.

Metalle am Meeresgrund
Die Tiefsee hat aber nicht nur Gas und Öl sondern auch Erze zu bieten. Dort, wo mineralienreiches, flüssiges Gestein aus dem Erdinnern gegen den Meeresboden gedrückt wird und die kostbare Fracht in Form Schwarzer Raucher ablagert (siehe Artikel zu Nautilus Minerals rechts) sowie die sogenannten Manganknollen, die lose auf dem Meeresboden herumliegen.

Die größten bekannten Fundstellen der Manganknollen liegen im Pazifischen Ozean. Allein hier geht man von einer Menge von rund 100 Millionen Tonnen aus. Bisher wird an den Manganknollen in erster Linie geforscht. Wer sie eines Tages hochholen darf, ist noch völlig ungeklärt.

Sendedaten
makro
"Im Rausch der Tiefe"

Freitag, 8. März 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Tiefsee
Im Rausch der Tiefe
Nautilus Minerals
© Nautilus MineralsAuf Tauchstation
Seit 2007 haben wir gelegentlich einen Blick auf die kleine kanadische Firma Nautilus Minerals geworfen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, als erstes Unternehmen weltweit Erzlagerstätten am Meeresgrund kommerziell abzubauen.
Wie sieht es heute bei denen aus? Kurz gesagt: nicht gut. Nautilus kämpft, um im Bild zu bleiben, mit schwerer See.
Schwerpunkt
Wirtschaftsfaktor Ozean
Manganknollen
Die polymetallischen Knollen, auch Manganknollen genannt, sind mineralienreiche Klumpen, die über Millionen von Jahren auf dem Meeresboden der Tiefsee entstehen. Sie sind meist zwischen 3 und 8 cm groß und enthalten neben durchschnittlich 25% Mangan auch rund 3% Kupfer, Nickel und Kobalt. Außerdem finden sich in ihnen wirtschaftlich interessante Konzentrationen von Molybdän (für Edelstahl, Raffinerien), Lithium (für Batterien) und Neodym (für Magnete).