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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Bericht ansehen © ap Lupe
Die vielen Touristen bringen Geld, aber sie bringen auch Probleme.
Lagunen-Kreuzfahrt
Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen Italiens. Doch Touristen aus aller Welt bringen nicht nur Geld, sondern auch Probleme. Insbesondere Umweltschützer in Venedig gehen nun auf die Barrikaden.
Karneval in Venedig - das ist noch immer eine der bekanntesten Touristenattraktionen weltweit. Rund eine Million Besucher zieht es jedes Jahr auf den Markusplatz zum Festival der Masken und Kostüme vor prachtvoller Kulisse.

Italien - Angst vor Stillstand

Seit einigen Jahren wird auch mit Kreuzfahrtschiffen richtig Geld gemacht. Der Markusplatz verschwindet fast, wenn die schwimmenden Hochhäuser in die Lagune kommen, einige bis zu 70 Meter hoch und damit höher als jedes Gebäude in Venedig. Manche machen die Kreuzfahrt nur wegen der unvergleichlichen Aussicht auf die Stadt.

Angst um die Lagune
Doch Umweltschützer warnen, das ökologische Gleichgewicht werde zerstört. "Was die Lagune angeht, ist die Situation sehr schlimm, jedes Jahr verschwinden hier ins Meer hinaus eine Million Kubikmeter des Lagunenbodens", erzählt Cristiano Gasparetto vom Kultur- und Umweltschutzverband Italia Nostra. "Wenn das so weiter geht wird Venedig in wenigen Jahren nur noch ein Meeresarm, das ist der Untergang."

Doch die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe spülen viel Geld in die Kassen der Stadt, geschätzte 300.000 Millionen Euro jedes Jahr. Auch nach dem Unglück der Costa Concordia vor Giglio ist der Boom ungebrochen. Gerade in Venedig kommen gibt es dabei eine besondere Situation mit den Schiffen, wie Cristiano Gasparetto erzählt: "Nach der Tragödie vor der Insel Giglio, wurde es allen Schiffen verboten, sich der Küste auf weniger als zwei Seemeilen zu nähern. Außer Venedig. In Venedig sind sie nur 50 bis 60 Meter. Das ist doch paradox.

Tore gegen die Flut
Doch der Hafen von Venedig soll weiter ausgebaut werden. Den Vorwurf, die Lagune zu zerstören weist die Hafenverwaltung zurück.

Gigantische Schleusen sollen helfen, die Lagunenstadt vorm Untergang zu retten. Riesige Stahlbetongebilde sollen unter dem Projektnamen MOSE bis Ende 2016 im Meeresboden versenkt werden. Sie sind fast so hoch wie fünfstöckige Wohnhäuser erklärt der zuständige Ingenieur. Damit will man die drei Lagunenzugänge im Bedarfsfall abriegeln und damit Venedig für die nächsten hundert Jahre retten.

Seit Jahrhunderten kämpft Venedig gegen die Fluten. Neu ist die Häufigkeit des Hochwassers. Der Markusplatz liegt gerademal 40 Zentimeter über dem Meeresspiegel.

Fünf Milliarden Euro hat MOSE bisher schon gekostet, doch wegen Geldmangels verzögert sich die Fertigstellung immer wieder. Und Experten warnen: Wenn der Meeresspiegel zu stark ansteigt, müssten die Schleusentore ständig geschlossen werden. Doch wenn die Tore zu häufig geschlossen werden, gibt es keinen Wasseraustausch, Venedig würde im eigenen Dreck ersticken.

Bringen Touristen den Untergang?
Doch bereits jetzt setzen die häufigen Überschwemmungen den Palazzi zu. Die Erhaltung für die Gebäude der Stadt ist oft zu teuer. Venedig verscherbelt sein Tafelsilber, die Bauten, denn die Stadt bröckelt. Überall sind Bauarbeiten im Gange, besser gesagt überall da, wo man dies bezahlen kann. "Wir haben weder das Geld, die Gebäude wieder zugänglich zu machen, noch sie umzuwandeln, oder das Geld, um sie auch nur zu unterhalten", erzählt Elio Micelli, der Baudezernent Venedigs.

Viele Einwohner fürchten den Ausverkauf ihrer Stadt, wird Venedig den Touristen geopfert?

Sendedaten
makro
"Italien vor der Wahl"

Freitag, 22. Februar 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Italien
Italien vor der Wahl
Italien steht vor einer Schicksalswahl. Mario Monti hat zwar einige Wirtschaftsreformen auf den Weg gebracht, vieles ist aber auch im politischen Gestrüpp stecken geblieben. makro unterwegs im Krisenland Italien.
Archiv (30.03.2012)
Bella Italia?
Italiens Wirtschaft ist alles andere als in Bestform. Doch es sieht so aus, als würde Berlusconi-Nachfolger Mario Monti die Wende gelingen.
Schwerpunkt
Finanzkrise
Schwerpunkt
Europa