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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© ap Lupe
Noch-Ministerpräsident Mario Monti könnte auch in der neuen Regierung als Koalitionspartner eine Rolle spielen.
Wer rettet Italien?
Italien leidet seit Einführung des Euro unter chronischer Wachstumsschwäche. Der Grund: schwindende Wettbewerbsfähigkeit. Der nächste Premier braucht ein echtes Mandat für Reformen.
Der Autobauer Fiat in Turin ist ein Paradebeispiel für die Probleme der Wirtschaft. Relativ niedrige Lohnkosten dank der schwachen Lira - dieser Wettbewerbsvorteil war nach der Euro-Einführung auf einen Schlag dahin. Der Autobauer hält sich nur dank seines erstarkten US-Partners Chrysler über Wasser. Auf Sizilien hat Fiat sein Produktionswerk Ende 2011 geschlossen. Die entlassenen Arbeiter haben keine Job-Alternativen.

Italien - Angst vor Stillstand

Ministerpräsident Mario Monti muss sich mit den Steuergeschenken seines Vorgängers Silvio Berlusconis beschäftigen. Opfer bringen vor allem die kleinen Leute, indem sie höhere Steuern und Preise bezahlen. Kein Wunder, dass sich die Menschen auf der Straße beschweren: "Monti lässt uns ausbluten. Wir können nichts mehr geben" oder "Monti hat bestimmte richtige Maßnahmen ergriffen, aber sozial unausgewogen. Die Reichen wurden immer verschont."

Fiat setzt aufs Ausland
Bürokratie und Korruption verhindern Neuansiedlungen im industriearmen Süden. Wenn überhaupt, entstehen Arbeitsplätze im Norden, wie etwa im neuen Maserati-Werk von Fiat in der Nähe von Turin. Bei der Eröffnung versprach Fiat-Chef Sergio Marchionne, in Italien keine Fabrik mehr zu schließen. Dennoch zieht es Fiat ins Ausland. Milliarden fließen nach Amerika und Asien. Wie jeder Großkonzern investiert Fiat dort, wo Gewinne winken.

"Was Italien braucht, sind Wirtschaftswachstum und mehr Wettbewerbsfähigkeit", erklärt der Wirtschaftswissenschaftler Gian Maria Gros-Pietro von der Universität LUISS Rom, "aber keine Regierung kann das einfach bestimmen. Sie kann das nur mit Maßnahmen begleiten."

Comeback des Cavaliere?
Ex-Premier Silvio Berlusconi hat seinerzeit nichts gegen die De-Industrialisierung unternommen. Jetzt will der Cavaliere Italien retten mit Helden wie den Fußballer Mario Balotelli, den er zum AC Mailand zurückholte. Schließlich habe der Fußball-Star mit seinen zwei Toren bei der EM die Deutschen zum Weinen gebracht, so Berlusconi wörtlich, während Monti die Italiener zum Weinen bringe mit seinen zwei "Toren", der Immobiliensteuer und den Steuerkontrollen.

"Wir müssen von der Linie der Technokraten-Regierung abrücken, die alles erfüllt hat, was das von Deutschen dominierte Europa verlangt hat", fordert Berlusconi. Sein Populismus zieht immer noch. Nach der Wahl könnte Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis im Senat sogar das Sagen haben.

Pier Luigi Bersani - Langeweiler mit besten Chancen
Pier Luigi Bersani, Spitzenkandidat der sozialdemokratischen DP hat sehr gute Chancen, der neue Ministerpräsident Italiens zu werden. Für einen Ausweg aus der Krise hofft Bersani auf Hilfe aus Brüssel, um seinen unzufriedenen Landsleuten wieder eine Wirtschaftsperspektive zu liefern.

Eine Mehrheit für sein Mitte-Links-Bündnis nützt aber wenig, wenn Reformvorhaben des Parlaments durch Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis im Senat blockiert würden. Dabei könnten Reformen Italien retten, indem sie die Wirtschaft von ihren politischen Fesseln befreit.

Sendedaten
makro
"Italien vor der Wahl"

Freitag, 22. Februar 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Italien
Italien vor der Wahl
Italien steht vor einer Schicksalswahl. Mario Monti hat zwar einige Wirtschaftsreformen auf den Weg gebracht, vieles ist aber auch im politischen Gestrüpp stecken geblieben. makro unterwegs im Krisenland Italien.
Archiv (30.03.2012)
Bella Italia?
Italiens Wirtschaft ist alles andere als in Bestform. Doch es sieht so aus, als würde Berlusconi-Nachfolger Mario Monti die Wende gelingen.
Schwerpunkt
Finanzkrise
Schwerpunkt
Europa