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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Lupe
Zwischen Fischer und Pirat ist schwer zu unterscheiden. Die Grenzen sind oft fließend.
Störtebekers Erben
Zuerst waren es somalische Fischer, denen internationale Fangflotten die Lebensgrundlage wegfischten. Heute ist daraus eine professionelle Kaperindustrie entstanden, die Schiffe bis nach Indien verfolgt.
"Seeräuber zu sein, gilt in Somalia fast schon als idiotensicherer Weg, schnell reich zu werden", urteilt Jack Lang, der Sondergesandte der UNO für die Bekämpfung der Piraterie.

Sie kommen mit Schnellbooten aus dem Nichts und überfallen riesige Schiffe. Für die Mannschaft beginnt damit ein oft monatelanges Martyrium. Gekidnappt, bedroht, der Willkür der Piraten hilflos ausgeliefert.

In den Reedereien daheim beginnt ein zermürbender Verhandlungsmarathon mit den Entführern, den auch Eberhard Lixfeld 2008 als Geschäftsführer der Reederei Reider Shipping erlebte, hin- und hergerissen zwischen der Sorge um die Mannschaft und den Millionenforderungen der Entführer.

Abenteuer Geldübergabe
Und selbst nach einer Einigung bleibt das Problem, wie das Lösegeld in ein zerrüttetes Land wie Somalia bringen? "Eigentlich geht das gar nicht", meint Reederei-Chef Lixfeld. "Eigentlich ist es nicht möglich." Nach Somalia selber fliege mit dem Geld niemand. Von den Nachbarländern käme am ehesten Kenia infrage. Man müsste als erstmal nach Nairobi. "Und dann stellen Sie sich vor, wenn Sie in Nairobi im Gepäck eine Million US-Dollar haben und der Zoll sieht das, dann ist das Geld sehr schnell weg ist."

In vielen Fällen wird das Lösegeld deshalb über Schleuser und Mittelsmänner transferiert und dann über dem Meer abgeworfen. Im Schnitt liegt der Preis bei über fünf Millionen Dollar pro Schiff. Verlockende Aussichten in einem Land, in dem das Jahresdurchschnitts-einkommen bei 600 Dollar liegt.

Somalische Piraten sind meist in kleinen, schnellen Motorbooten unterwegs.Lupe
Die entschiedenere Gangart der internationalen Staatengemeinschaft trägt erst früchte. © dpaLupe
Aufgebrachtes Piratenschiff vor Somalias Küste. © reutersLupe

Mission "Atalanta" trägt erste Früchte
25.000 Schiffe fahren jährlich durch den Golf von Aden. Das sind 20 Prozent des Welthandels. Die Schiffe müssen mitten durchs Piratengebiet, um in den Suezkanal zu kommen. Einige Reedereien wollen dieses Risiko nicht länger eingehen, leiten ihre Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung um.

Doch wenn die Schiffe statt durch den Kanal nach Süden ausweichen, brauchen sie 18 Tage länger. Der Weg ums Kap kostet je nach Schiff rund eine halbe Million Dollar extra - Mehrkosten, die am Markt nicht durchsetzbar sind. Die Handelsschifffahrt steckt ohnehin in der Krise. Zu viele Schiffe, zu geringe Margen, zu hohe Kosten. Auch die Versicherungsprämien sind durch die Piraterie explodiert.

Mit Erleichterung registrieren daher die Reedereien, dass der Kampf gegen die Piraten vor Somalia nun erste Früchte trägt. In den Gewässern, die die EU Mission "Atalanta" militärisch schützt, wurden 2012 gerade mal fünf Schiffe entführt. Von einem wirklichen Ende der Piraterie in Somalia will aber noch niemand reden.

Sendedaten
makro
"Die 'Piraten AG'"

Freitag, 8. Februar 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
Die "Piraten AG"
Die Piraten sind zurück. 5000 Angriffe gab es weltweit seit 1984. Damit erlebt ein lukratives Verbrechen Renaissance, das längst als überwunden galt. Mit erheblichen ökonomischen Folgen. Freie Beute statt freier Handel!
Archiv (06.07.2012)
Die "Piraten AG"
Das Hase-und-Igel-Spiel vor Somalias Küste zwischen Nato und lokalen Habenichtsen geht ins fünfte Jahr. Ein Ende ist nicht absehbar, denn die Habenichtse sind Somalias einzige echte Devisenbringer.
Schwerpunkt
Schifffahrt
Schwerpunkt
Afrika
Gold in Südafrika, unfairer Welthandel, Rückzugsraum für Despoten wie Mugabe in Simbabwe. Der letzte verkannte Binnenmarkt, Aufbruch, Tourismus und Armut: Afrika steckt voller Gegensätze.