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Sommerspecial
31.07
4 x 4 macht Deutschland
25 Jahre Deutsche Einheit: "makro" reist durch alle 16 Bundesländer und will herausfinden, wie sich die Wirtschaftsnation Deutschland auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.
Navigationselement
Navigationselement
© dpa Lupe
Die "Piraten AG"
Die Piraten sind zurück. 5000 Angriffe gab es weltweit seit 1984. Damit erlebt ein lukratives Verbrechen Renaissance, das längst als überwunden galt. Mit erheblichen ökonomischen Folgen. Freie Beute statt freier Handel!
Es geht immer noch um Raub, Weg- oder Lösegeld. Die Piraten greifen dort an wo am meisten zu holen ist: Bevorzugt in den großen Handelspassagen, dem Golf von Aden oder der Straße von Malakka. Der Schaden, den sie dabei im weltweiten Handel anrichten, liegt weit über dem, was sie erbeuten: Rund sieben Milliarden Dollar Einbußen hat die Piraterie im vergangenen Jahr bei den Reedereien verursacht.

Piraterie: Gefahr für den freien Welthandel

An manchen Orten ist die Piraterie umgekehrt aber auch ein gewichtiger Wirtschaftszweig. In Somalia, wo das Durchschnittseinkommen bei 290 Dollar im Jahr liegt, ist die "Piraten AG" der größte Arbeitgeber. Rund um die Freibeuter hat sich eine regelrechte Kaperindustrie entwickelt. Von der Beute profitieren nicht nur die Piraten selbst, sondern auch Übersetzer, Geisel-Bewacher, Spione, Waffenkäufer, Geldwäscher. Und in den Industrieländern verdienen private Sicherheitsfirmen und Versicherer am Kampf gegen die Seeräuber des 21. Jahrhunderts.

Piraterie weltweit: Globale Bedrohung
Dollar-Note mit Piratenkopf © caro
In der Straße von Malakka, Indonesien, haben Piraten heute einen schweren Stand. Dafür machen sie sich in Afrika breit, neuerdings auch in Westafrika. Der Schaden, den die Piraten anrichten, liegt weit über dem, was sie erbeuten.
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Somalias Kaperindustrie: Störtebekers Erben
Zuerst waren es somalische Fischer, denen internationale Fangflotten die Lebensgrundlage wegfischten. Heute ist daraus eine professionelle Kaperindustrie entstanden, die Schiffe bis nach Indien verfolgt.
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Sicherheit: Reeder rüsten auf
© ap Video
Um ihre Schiffe zu schützen, greifen Reeder auf bewaffnete Sicherheitsleute zurück. Dennoch: Alle Sicherheitsmaßnahmen verursachen Kosten, die bei den aktuell extrem niedrigen Frachtraten kaum gedeckt werden können.
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Westafrika: Neuer Brennpunkt
Öl-Tanker © dpa
Im Golf von Guinea entsteht ein neuer Piraten-Hotspot. Dort wird, von Nigeria bis Ghana, immer mehr Öl und Gas gefördert. Das weckt Begehrlichkeiten. Anders als vor Somalia geht es hier weniger um Lösegeld als vielmehr um Beute.
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Weitere Themen
  • Lösungsansatz: Schulterschluss in der Straße von Malakka

Sendedaten
makro
"Die 'Piraten AG'"

Freitag, 8. Februar 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Moderation
© 'Kerstin BänschEva Schmidt
Studiogast
Dr. David Petrovic
Petrovic ist leitender Redakteur beim Internationalen Magazin für Sicherheit (IMS). Er hat zur Piraterie vor den Küsten Somalias an der Universität zu Köln promoviert. Für seine Arbeit hat er selbst vor Ort in Somalia recherchiert.
Interview
LupePiraterie ist ein blühendes Geschäft, die dunklen Geldströme kaum durchschaubar. Dr. Anja Shortland versucht es dennoch. Sie ist Ökonomin an der Brunel University London und beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen von Piraterie und See-Terrorismus. Hochspannend und eine wahre Detektivarbeit!
Archiv (06.07.2012)
Die "Piraten AG"
Das Hase-und-Igel-Spiel vor Somalias Küste zwischen Nato und lokalen Habenichtsen geht ins fünfte Jahr. Ein Ende ist nicht absehbar, denn die Habenichtse sind Somalias einzige echte Devisenbringer.
Schwerpunkt
Schifffahrt
Schwerpunkt
Afrika