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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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© Erste Bank Lupe
Verhoben im Osten
Mit dem Fall der Mauer machte sich Goldgräberstimmung breit. Österreichs Banken überzogen ganz Osteuropa mit Krediten. Seit der Finanzkrise hängt ihnen dieses Engagement wie ein Mühlstein am Hals.
Der Fall der Berliner Mauer war eine historische Chance für die österreichische Finanzwirtschaft. Zwischen Prag und Kiew gibt es einen Markt mit 300 Millionen Menschen und einen enormen Aufholbedarf an Finanzdienstleistungen. Die Raiffeisen Bank International und Erste Group sind in Zentral- und Osteuropa zu Großmächten aufgestiegen. Heute verdient allein die Erste mit 50.000 Mitarbeitern in einem Monat so viel, wie vor dem Einstieg ins Osteuropageschäft im ganzen Jahr.

Die Goldgräberstimmung wurde 2008 jäh getrübt durch die Finanzkrise und eine Vielzahl politischer Konflikte. Die Wirtschaftsleistung in vielen osteuropäischen Ländern schrumpft. Wenn sie könnten, würden sich die Banken jetzt wieder aus einigen Märkten zurückziehen, doch sie finden selten Käufer.

Leichtfertige Kreditvergabe
Der Boom der vergangenen Jahre war auch stark angetrieben von der leichtfertigen Kreditvergabe der Banken selbst. Rund zehn Prozent dieser Kredite in Osteuropa gelten nun als notleidend, das heißt die Rückzahlung ist ungewiss. Insgesamt wurden Kredite in Höhe von zwei Dritteln des österreichischen Bruttoinlandsprodukts vergeben. Rating-Agenturen warnen: Massive Kreditausfälle seiner Banken könnte Österreich nicht auffangen.

Die Nationalbank nahm das nicht auf die leichte Schulter und reglementierte die Kreditvergabe im Osten. Nun dürfen Kredite nur noch im Verhältnis zu vorhandenen Spareinlagen vergeben werden.

Sind die goldenen Jahre in Osteuropa also vorbei? Prognosen zufolge liegt das Wachstum in Zentral und Osteuropa insgesamt um zwei Prozent höher als im Westen. Auch wenn ihre Potentiale geschrumpft und Korrekturen nötig sind - ein Zurück kommt für die beiden österreichischen Banken nicht in Frage. Zu sehr hängt ihr Schicksal inzwischen am Geschäft in Osteuropa.

Sendedaten
makro
"Wirtschaftswunder Österreich"

Freitag, 25. Januar 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Österreich
Wirtschaftswunder Österreich
Wuchtig trotzt das Wiener Burgtheater den Unbilden der Zeit. Diese prüfen auch Österreichs Wirtschaft mit ungewohnter Härte. Die Handelspartner in Osteuropa wanken. Trotzdem läuft es nicht schlecht.
Schwerpunkt
Europa