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Vorschau
07.06.2013
Chinas Vasallen
Jenseits der chinesischen Grenzen wächst ein Kordon aus Vasallen. Die Staaten Südostasiens können sich der neuen Supermacht nicht entziehen. Durch wirtschaftliche Kolonialisierung sichert China seinen Einfluss.
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Die Welthandelsorganisation WTO
In Zeiten drohender Handelskriege rückt die Welthandelsorganisation wieder ins Blickfeld. Ohne diese Wirtschafts-UNO könnten Konflikte leicht eskalieren, sagen manche. Doch was macht die WTO eigentlich?
Fast die ganze Welt ist dabei. Die jüngsten WTO-Mitglieder könnten unterschiedlich kaum sein: Der Öl- und Gasriese Russland gehört neuerdings ebenso dazu wie das winzige Pazifik-Eiland Vanuatu.

Eine Wirtschaftsordnung für alle, das ist die Idee der WTO. Tatsächlich wird über 90 Prozent des gesamten Welthandels nach den WTO-Regeln abgewickelt. Frei und fair für alle soll der Welthandel sein. Ausländische Produkte dürfen gegenüber einheimischen nicht benachteiligt werden. Zölle sollen niedrig sein. Und Vergünstigungen darf es nicht nur für einzelne geben, sie müssen für alle gelten. Ausnahmen sind Freihandelszonen wie beispielsweise im Europäischen Binnenmarkt.

Handelskrieg: Reden Sie mit!

Landwirtschaft als Dauerbrenner
Streiten sich zwei, entscheidet die WTO. So wie 1998 beim Krach um Rindfleisch aus Nordamerika. Die EG verbot kurzerhand die Einfuhr, weil das Fleisch mit Wachstumshormonen behandelt war. Ein unerlaubtes Importverbot, urteilte die WTO. Amerika durfte im Gegenzug Strafzölle auf Produkte aus Europa legen.

Die Landwirtschaft ist Dauerbrenner bei der WTO. Hier gibt es noch immer hohe Zollbarrieren und Einfuhrquoten. Vor allem aber päppeln die USA und die EU die eigenen Bauern finanziell. Die überschwemmen dann mit den subventionierten Tomaten und Hühnerfleisch fremde Märkte. "Unfair!", klagen vor allem afrikanische Staaten. Ihre Bauern haben gegen die Billig-Flut aus dem Norden keine Chance.

Ohne Subventionen?
Subventionen soll es eigentlich gar nicht geben, findet die WTO. Manche sind aber doch erlaubt. Es sind ausgerechnet die, mit denen Amerika und die EU ihre Landwirtschaft versorgen. Ist das Zufall? Die Entwicklungsländer stellen in der WTO die Mehrheit der Mitglieder, die großen Industrienationen allerdings die Mehrheit der Beitragszahlungen. Wer bestimmt also über den Welthandel?

Sendedaten
makro
"Globaler Handelskrieg"

Freitag, 28. September 2012,
21.00 Uhr

Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
Globaler Handelskrieg
Jeder gegen jeden. Im globalen Handelskrieg gibt es keine klaren Fronten. Europäer, Chinesen und Amerikaner kämpfen um Wettbewerbsvorteile für die jeweils eigene Industrie.