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Vorschau
21.06.2013
Die neue Wohnungsnot
Nachdem Deutschlands Immobilien-preise viele Jahre hinter anderen Ländern zurückgeblieben sind, holen sie jetzt kräftig auf. Der Grund: Das Niedrigzinsumfeld treibt viel Geld in Sachwerte.
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Protektionismus durch die Hintertür
Ziel der WTO ist der Abbau von Handelsschranken. Das beschwören die großen Wirtschaftsnationen auch immer wieder. Zugleich erfindet man gerne Abwehrmaßnahmen für die eigene Wirtschaft.
Es müssen nicht immer Zölle oder Subventionen sein. Protektionistische Aktionen kommen manchmal auch durch die Hintertür. Von wegen freie Fahrt für den Warenverkehr! Hier unsere Lieblingsbeispiele:

Internationale Autohersteller erhalten in Russland künftig nur dann eine Zollvergünstigung beim Import von Autoteilen, wenn sie mal eben mindestens 300.000 Autos pro Jahr direkt im Russland produzieren.

Protektionismus mit Umweltflair: Anfang 2012 hat Moskau die Grenzen für Schweinefleisch aus der EU dicht gemacht. Grund waren zwei Tierkrankheiten in der EU. Bloß: Für Schweine waren diese Krankheiten gar nicht gefährlich.

China macht manchmal umgekehrt seine Grenzen zu, damit nichts rausgeht. Seltene Metalle zum Beispiel, wichtig für Handys und Computer. China besitzt sie in Hülle und Fülle, behält sie aber gerne für sich. Ausgang wegen Eigenbedarfs geschlossen! Der ausländischen Konkurrenz wird so der Nachschub abgeschnitten und China diktiert die Weltmarktpreise.

Handelskrieg: Reden Sie mit!

Japan wiederum nutzt schon mal seine Währung als Schutzschild und wertet beispielsweise den Yen gegenüber dem Dollar ab. Amerikanische Autos sind dann in Japan sehr teuer. Die japanischen Autos in den USA wiederum unschlagbar billig.

Argentinien versucht es so: Anfang des Jahres rief die Regierung argentinische Großunternehmen auf, die Einfuhr britischer Produkte durch andere zu ersetzen. Der Appell kam pünktlich vor dem 30. Jahrestag des Falkland-Kriegs, den Argentinien gegen Großbritannien verloren hat.

Patriotismus als Wirtschaftspolitik, das mögen offenbar auch Franzosen: Ein Staatsfonds soll "strategisch wichtige" Unternehmen vor fremder Übernahme schützen. Und im Land des guten Essens ist auch Joghurt strategischer Rohstoff. Jedenfalls konnte Danone dank der staatlichen Fürsorge angeblichen amerikanischen Übernahmegelüsten entkommen.

Sendedaten
makro
"Globaler Handelskrieg"

Freitag, 28. September 2012,
21.00 Uhr

Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
Globaler Handelskrieg
Jeder gegen jeden. Im globalen Handelskrieg gibt es keine klaren Fronten. Europäer, Chinesen und Amerikaner kämpfen um Wettbewerbsvorteile für die jeweils eigene Industrie.