Der Yuan ist fest an den Dollar gekoppelt und wird nach Meinung vieler Ökonomen künstlich billig gehalten. Dabei hat Peking seit 2005 seine Währung gegenüber dem Dollar bereits um 30 Prozent aufgewertet, dieses Jahr jedoch bisher um ein Prozent abgewertet.Obama wusste diese stabile, berechenbare Yuan-Aufwertung sicher zu schätzen jenseits aller aktuellen Wahlkampfparolen. Ob aber die zukünfigen Machthaber in China diese Politik fortsetzen, ist für die USA unsicher geworden.
Japan, von China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt abgelöst, will dem Yuan aufs internationale Parkett verhelfen. Seit Ende Mai werden Yen und Yuan an der Tokioter Devisenbörse und auch in Shanghai in einer engen Spanne gehandelt. Auf einem Regierungsgipfel hatten Japan und China vorher vereinbart, dass der Warenhandel beider Nachbarländer in Zukunft nicht mehr über den Umweg Dollar, sondern direkt in Yuan oder Yen abgewickelt werden soll.