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Vorschau
24.05.2013
Bittere Pillen
Die Zeiten, in denen Pharmafirmen goldene Eier legten, sind vorbei. Denn viele Patente laufen aus. Die Entwicklung neuer Medikamente dauert Jahre, ist extrem teuer und am Ende meist vergeblich. Gut, dass es die Schwellenländer gibt.
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© reuters Lupe
Vormarsch des Yuan?
Der Warenhandel Chinas wird zukünftig nicht mehr über den Umweg Dollar abgewickelt, sondern direkt über Yuan. Zukünftig soll dies sogar für Rohöl gelten. Wird der Yuan dem Dollar gefährlich?
Präsidentschaftswahlkampf im Mittleren Westen der USA. Es geht um Arbeitspätze. Präsident Barack Obama startet einen Angriff gegen China. Der Vorwurf: Durch den unterbewerteten Yuan könne China die USA mit billigen Waren überschwemmen, was Arbeitsplätze vernichte. Während die Containerschiffe voll beladen von China nach Amerika fahren, sind sie auf dem Rückweg meist leer.

Die aufstrebende Wirtschaftsmacht China hat sich zur Fabrik der Welt entwickelt. Für Staatspräsident Hu aber ist der Yuan nicht für amerikanische Arbeitslose verantwortlich. Dreh- und Angelpunkt für den Yuan ist Chinas Zentralbank. Wer Waren aus China bezieht, muss beim Bezahlen den Umweg über die Zentralbank gehen. Jeder Dollar, jeder Euro, der nach China fließt, wird zu einem festgelegten Wert in Yuan umgetauscht.

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Japan als Förderer des Yuan
Der Yuan ist fest an den Dollar gekoppelt und wird nach Meinung vieler Ökonomen künstlich billig gehalten. Dabei hat Peking seit 2005 seine Währung gegenüber dem Dollar bereits um 30 Prozent aufgewertet, dieses Jahr jedoch bisher um ein Prozent abgewertet.Obama wusste diese stabile, berechenbare Yuan-Aufwertung sicher zu schätzen jenseits aller aktuellen Wahlkampfparolen. Ob aber die zukünfigen Machthaber in China diese Politik fortsetzen, ist für die USA unsicher geworden.

Japan, von China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt abgelöst, will dem Yuan aufs internationale Parkett verhelfen. Seit Ende Mai werden Yen und Yuan an der Tokioter Devisenbörse und auch in Shanghai in einer engen Spanne gehandelt. Auf einem Regierungsgipfel hatten Japan und China vorher vereinbart, dass der Warenhandel beider Nachbarländer in Zukunft nicht mehr über den Umweg Dollar, sondern direkt in Yuan oder Yen abgewickelt werden soll.

Mini-Schritte zur internationalen Währung
Auch Rohöl, das überall auf der Welt in Dollar bezahlt wird, will China in Zukunft in Yuan begleichen. Vorreiter dabei: der Iran. Der Ölboykott des Westens hat dazu geführt, dass das Mullah-Regime zum drittwichtigsten Lieferland Chinas aufgestiegen ist. Im Gegenzug bezahlt der zweitgrößte Öllieferant der Opec künftig Waren und Dienstleistungen aus China in Yuan.

Für Chinas Zentralbank sind die Abkommen mit dem Iran und mit Japan Mini-Schritte hin zu einer internationalen Währung. Während der Dollar an 85 Prozent aller weltweiten Devisentransaktionen beteiligt ist, bringt es der Yuan nicht einmal auf ein mageres Prozent.

Der Währungskrieg der Worte ist eh mehr ein Scheingefecht. Denn die USA stehen bei China mit mehr als einer Billion Dollar in der Kreide. Hier kritisiert also der Schuldner den Gläubiger.

Sendedaten
makro
"Währungskriege"

Freitag, 17. August 2012, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Moderation
© ZDF Kerstin BänschEva Schmidt
Thema der Sendung
Währungskriege
Fliegt der Euro mit lautem Knall auseinander, stirbt er einen leisen Tod oder erlebt er bald seine Auferstehung? Der Dollar immerhin ist als Leitwährung wieder unumstritten. Doch China rüstet seinen Yuan bereits zum großen Sprung.
Themenwoche
Vom 15. bis 18. August 2012 dreht sich bei 3sat alles um Zahlenzauber