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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Erfolgreiche Abschreckung
Um Besatzung und Fracht der Schiffe zu schützen, setzen viele Reeder auf Sicherheitsfirmen. Das ist teuer, aber effektiv. Und immer noch billiger als der Verlust eines Schiffes oder der Umweg um Südafrika.
Unterwegs mit einem Schwergutfrachter vor West-Afrika. Auf der Brücke Kapitänin Antje Herbst. Eine riskante Fahrt, denn regelmäßig sind Piraten hier auf Beutezug. Plötzlich die Nachricht: Piraten haben einen deutschen Öltanker vor Benin angegriffen.

Für Kapitänin Antje Herbst eine schlechte Nachricht. Benin ist ihr Endhafen. Sie informiert sofort die Besatzung. Ein Angriff könnte für die Reederei sehr teuer werden. Und die Crew müsste um ihr Leben fürchten.

Auf die Hilfe von Soldaten können sich die Seeleute nicht verlassen. Während Frankreich und die Niederlande ihre Fracht-Schiffe von der Marine begleiten lassen, lehnt Deutschland den staatlichen Schutz ab. Zwar sind deutsche Marine-Soldaten vor Somalia im Einsatz. Dort sichern sie aber in erster Linie die Hilfslieferungen der UN. Deutsche Handelsschiffe müssen sich selbst schützen. Ein lukratives Geschäft für Sicherheitsfirmen.

Sicherheitsfirmen verdienen 1 Milliarde Dollar
Wilhelmshaven: Eine Sicherheitsfirma schult die Besatzung eines Schiffes. Sicherheitsexperte Ralf Spies erklärt, wie sich die Mannschaft mit einfachen Mitteln gegen Seeräuber verteidigen kann. "Stellt Euch mal vor, ihr seid ein Pirat und krabbelt mit Eurer Kalaschnikow an Bord", schildert Sicherheitstrainer Spies die Situation. "Ihr sucht Euch dann natürlich nicht die freie Fläche, sondern die toten Winkel." Zur Überwachung dieser toten Winkel, also jener Ecken, die nicht von der Brücke aus eingesehen werden können, werden Videokameras oder Überwachsungsspiegel angebracht.

Dann die Übung für den Ernstfall. Die Gruppe simuliert einen Angriff. Rund 200 Firmen weltweit bieten derzeit den speziellen Schutz vor Piraten an. Noch ist der Markt fest in der Hand von US-amerikanischen und britischen Unternehmen. Rund eine Milliarde Dollar setzen Sicherheitsfirmen mit der Piraterie weltweit jährlich um. Vor allem ehemalige Soldaten kommen zum Einsatz.

Umstritten aber effektiv
Ein Drittel der Deutschen Reederein geht sogar noch weiter und heuert komplette Sicherheitsteams an. Sie begleiten die Schiffe durch gefährliche Gewässer. In Deutschland gibt es dafür nur ganz wenige Anbieter. Einer von ihnen ist Horst Rütten, Geschäftsführer der Internationalen Bodyguardagentur in Hamburg. 2500 Euro kostet eines seiner Teams pro Tag.

Horst Rütten erklärt, warum sich das rechnet: "Wenn sie einen Umweg von drei Wochen machen müssen, macht das bei den heutigen Frachtraten 700.000 Euro extra." Man spare also Zeit und Geld. Die Teams tragen Waffen und setzten diese auch ein. Das beweist z.B. ein YouTube-Video, welches eine private Sicherheitsfirma mit einer Helmkamera gefilmt hat. Der Einsatz von Waffen ist eine rechtliche Grauzone. Aber effektiv. Bislang ist noch kein bewaffnetes Schiff gekapert worden.

Rütten sagt warum: "Die Piraten haben Informationen. Wir müssen ja im Hafen anmelden, dass wir auf dem Schiff sind und bewaffnet sind. Das erfahren die auch und halten sich dementsprechend von diesen Schiffen fern." Eine erfolgreiche Abschreckung.

Die Angst fährt mit
Die Mannschaft von Kapitänin Antje Herbst hat keine Sicherheitsleute an Bord. Sie müssen sich selbst schützen. Salzwasser-Berieselung und Stacheldraht sollen die Seeräuber daran hindern, das Schiff zu entern. Am nächsten Tag endlich die Ankunft im Hafen von Cotonou in Benin. Diesmal ist zum Glück alles gut gegangen. Doch die Angst fährt weiter mit.

Sendedaten
makro
"Die Piraten AG"

Freitag, 6. Juli 2012, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
© apDie Piraten AG
Das Hase-und-Igel-Spiel vor Somalias Küste zwischen Nato und lokalen Habenichtsen geht ins fünfte Jahr. Ein Ende ist nicht absehbar, denn die Habenichtse sind Somalias einzige echte Devisenbringer.
Schwerpunkt
Afrika
Gold in Südafrika, unfairer Welthandel, Rückzugsraum für Despoten wie Mugabe in Simbabwe. Der letzte verkannte Binnenmarkt, Aufbruch, Tourismus und Armut: Afrika steckt voller Gegensätze.