25.000 Schiffe fahren jährlich durch den Golf von Aden. 20% des Welthandels. Die Schiffe müssen mitten durchs Piratengebiet, um in den Suezkanal zu kommen. Einige Reedereien wollen dieses Risiko nicht länger eingehen, leiten ihre Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung um.
Doch wenn die Schiffe statt durch den Kanal nach Süden ausweichen, brauchen sie 18 Tage länger. Der Weg ums Kap kostet je nach Schiff rund eine halbe Million Dollar extra -Mehrkosten, die am Markt nicht durchsetzbar sind. Die Handelsschifffahrt steckt ohnehin in der Krise. Zu viele Schiffe, zu geringe Margen, zu hohe Kosten. Auch die Versicherungsprämien sind durch die Piraterie explodiert.
Die Reeder fordern deshalb mehr Schutz durch das Militär. Vor dem Horn von Afrika gibt es bereits eine Vielzahl von Anti-Piraten-Missionen. Erfolgreiche Rückeroberungen sind dennoch selten. Immer mehr Experten sehen die Lösung des Problems ohnehin nicht auf See, sondern durch politische Schritte an Land. Bis dahin ist die einzige Karriereleiter in Somalia der Enterhaken.