Auch andere Unternehmen würden sich daran gerne beteiligen. Nirgendwo in Europa wird die Nutzung der Meeresenergie so vorangetrieben wie in Großbritannien. Das Land gilt als Zentrum für Wellenenergie und Gezeitenkraftwerke. Zu den Pionieren der Branche zählt auch die Firma Marine Current Turbines, die im Februar 2012 komplett von Siemens übernommen wurde. Das Unternehmen baut Rotoren, die auf dem Meeresgrund verankert werden und durch den Gezeitenstrom Energie erzeugen können - ähnlich einen Windkraftrotor unter Wasser.
Die Firma Voith Hydro Wavegen Ltd., eine Tochtergesellschaft des deutschen Kraftwerksbauers Voith, setzt hingegen - ähnlich wie Pelamis - auf Wellenenergie. Auf der schottischen Insel Islay steht der "Schottische Drache" - eine Pilotanlage, die wegen ihres fauchenden Geräuschs so genannt wird. Hier pumpen die Brandungswellen Luft in die Turbinen des Kraftwerks und erzeugen so Strom. Noch sind alle Meereskraftwerke im Pilotstadium. Doch schon bald könnten die Briten mit der Wellenkraft den Markt für erneuerbare Energien revolutionieren.