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Vorschau
21.06.2013
Die neue Wohnungsnot
Nachdem Deutschlands Immobilien-preise viele Jahre hinter anderen Ländern zurückgeblieben sind, holen sie jetzt kräftig auf. Der Grund: Das Niedrigzinsumfeld treibt viel Geld in Sachwerte.
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Sendung ansehen © reuters Lupe
Piraterie ist in Somalia eine einrägliche Einkommensquelle. Andere gibt es ja nicht.
Die Piraten AG
Das Hase-und-Igel-Spiel vor Somalias Küste zwischen Nato und lokalen Habenichtsen geht ins fünfte Jahr. Ein Ende ist nicht absehbar, denn die Habenichtse sind Somalias einzige echte Devisenbringer.
Seit 2008 versuchen EU und Nato mit Kriegsschiffen die Piraterie vor Somalia zu unterbinden. Dennoch wurden allein im letzten Jahr 26 Schiffe entführt, 240 Millionen Dollar Lösegeld bezahlt. Die Piraterie im Golf von Aden kostete die globale Wirtschaft 2011 nach aktuellen Studien 6,9 Milliarden Dollar. Das ist die eine Seite der Medaille.

Gleichzeitig ist die Piraterie ein gewichtiger Wirtschaftszweig in einem Land, in dem das Durchschnittseinkommen bei 290 Dollar pro Jahr liegt. Die "Piraten AG" ist in Somalia der größte Arbeitgeber. Rund um die Freibeuter hat sich eine regelrechte Kaperindustrie entwickelt. Von der Beute profitieren in Somalia nicht nur die Piraten selbst, sondern auch Übersetzer, Geisel-Bewacher, Spione, Waffenkäufer, Geldwäscher. Und in den Industrieländern verdienen private Sicherheitsunternehmen und Versicherer am Kampf gegen die Seeräuber des 21. Jahrhunderts.

Somalias Kaperindustrie: Störtebekers Erben
© afp
Zuerst waren es somalische Fischer, denen internationale Fangflotten die Lebensgrundlage wegfischten. Heute ist daraues eine professionelle Kaperindustrie entstanden, die Schiffe bis nach Indien vefolgt.
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makroskop: Die Spur des Geldes
© ap
Somalia ist ein Land ohne Staatsgewalt und Piraterie ist dort ein Geschäft. Was wird aus dem Geld, das die Piraten erpressen? Wo geht es hin? Wer profitiert? Die Ströme des Piratengeldes sind verschlungen.
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Failed state Somalia: Überleben in Ruinen
© reuters
Eine Vergangenheit mit 20 Jahren Bürgerkrieg, Terroristen, Attentaten: Hunger und Zerstörung prägen den Alltag in Somalia. Doch seit die islamistischen Terroristen aus Mogadischu vertrieben sind, regt sich leiser Optimismus.
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Geldwäsche: Piratenmillionen in Kenia
© ap
Eastleigh, das somalische Viertel in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, platzt aus allen Nähten. Der neue Reichtum ist nicht zu übersehen. Immobilienpreise explodieren. Wo kommt das Geld her? Etwa Piratenmillionen?
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Sicherheitsfirmen: Erfolgreiche Abschreckung
© ap
Um Besatzung und Fracht der Schiffe zu schützen, setzen viele Reeder auf Sicherheitsfirmen. Das ist teuer, aber effektiv. Und immer noch billiger als der Verlust eines Schiffes oder der Umweg um Südafrika.
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Sendedaten
makro
"Die Piraten AG"

Freitag, 6. Juli 2012, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Mediathek
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Moderation
© ZDF Kerstin BänschEva Schmidt
Interview
VideoDr. Anja Shortland
Piraterie ist ein blühendes Geschäft, die dunklen Geldströme kaum durchschaubar. Dr. Anja Shortland versucht es dennoch. Sie ist Ökonomin an der Brunel University London und beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen von Piraterie und See-Terrorismus. Hochspannend und eine wahre Detektivarbeit!
Info
LupeDir Piraterie am Horn von Afrika bedroht eine der bedeutendsten Seewege weltweit.
Schwerpunkt
Afrika
Gold in Südafrika, unfairer Welthandel, Rückzugsraum für Despoten wie Mugabe in Simbabwe. Der letzte verkannte Binnenmarkt, Aufbruch, Tourismus und Armut: Afrika steckt voller Gegensätze.