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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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© reuters Lupe
Triumph auf Pump
Sportlich hat Real Madrid Grund zum Jubeln. Finanziell eher weniger. Der Verein ist hoch verschuldet - wie die gesamte spanische Liga. Wer zahlt das künftig? Spaniens Schuldenkrise macht Reals Geldgebern erheblich zu schaffen.
Gute Stimmung bei Real Madrid: Nach 2008 ist der Verein endlich wieder spanischer Meister. Trainer Mourinho verlängerte vorzeitig seinen Vertrag. Gründe zum Jubeln - aber nicht finanziell gesehen, denn der Verein ist hoch verschuldet. Wie die gesamte spanische Profi-Liga. Doch anders als die anderen gaben die Königlichen seit dem letzten Champions League-Sieg - der ist immerhin zehn Jahre her – fast eine Milliarde Euro für neue Spieler aus. Wer zahlt das? Und wer zahlt künftig? Denn die spanische Schuldenkrise macht Reals Geldgebern erheblich zu schaffen.

Zum 32. Mal in der Vereinsgeschichte ist die Mannschaft wieder spanischer Fußball-Meister. Die Königlichen schlugen den Erzrivalen Barcelona im Clasico. Ronaldo, Özil & Co. waren nach dem frühen Aus in der Champions League und im Copa del Rey-Pokal endlich wieder obenauf. Doch erst der Königspokal und internationale Siege machen Real auch finanziell zum Meister.

Copa del Rey, Finale im vergangenen Jahr: Als Cristiano Ronaldo in der Verlängerung das 1:0 gegen Erzrivale Barcelona macht, gewinnen die Königlichen mehr als einen Cup: Sie werden zum siebten Mal in Folge einnahmenstärkster Sportverein der Welt. 480 Millionen Euro spielt Real ein, aus Merchandising-Geschäften, TV-Geldern und Ticket-Verkäufen. Real ist der umsatzstärkste Club der Welt.

Gewaltiger Schuldenberg
Die Erfolgsbilanz trübt ein dreistelliger, wenn auch allmählich sinkender Millionen-Betrag Schulden. Er ist die Folge teurer Spieler-Käufe, um ganz oben dabei zu sein. Schulden sind keine Ausnahme in der spanischen Liga, die Proficlubs kommen zusammen auf ein Minus von 3,5 Milliarden Euro, sagt die Fußballer-Gewerkschaft offen, einige zahlen nicht mal die Gehälter der Spieler.

Der angeblich beste Verein der Welt lässt dagegen nur die Besten auflaufen und zahlt dafür das meiste. Fast eine Milliarde an Transfergeldern in den letzten zehn Jahren. Die Torgefährlichkeit von Mesut Özil kostete Real 18 Millionen. Und Christiano Ronaldo war mit 94 Millionen der teuerste Transfer aller Zeiten. Mit diesem Weltstar kann Real angesichts der Schulden kontern. Ronaldo ist Sicherheit: Für Geld, für Kredite. Aber werden die Königlichen noch siegen, wenn der Verein weniger Geld für Top-Spieler ausgeben kann? Noch finanzieren Banken, der spanische Steuerzahler und der Baukonzern ACS die Königlichen.

Finanzkrise frisst Fußball
Doch Fakt ist: jeder vierte Steuerzahler ist arbeitslos, der einst boomende Immobilienmarkt am Boden, Spanien hoch verschuldet. Menschen verlieren ihre Bleibe, und der Staat stützt mit ihren Steuern Fußball-Vereine. Auch die Banken als Geldgeber taumeln: Faule Immobilien-Kredite belasten sie. Die Liga-Verluste sind ebenfalls ein unkalkulierbares, unbesichertes Risiko. Die erste Bank ist bereits verstaatlicht.

Bleibt der Baukonzern ACS. Der gab Real Eigenkapital, dringend benötigtes. Aber teure Übernahmen wie der deutsche Hochtief-Konzern und die spanische Immobilienkrise drücken ACS selbst: Man schreibt Verluste. Für finanzielle Triumphe brauch Real neues, privates Kapital. Aber dafür muss man wohl auch international siegen. Wie Chelsea. Oder noch besser: Man hat keine Schulden. Wie Bayern München.

Sendedaten
makro
"Fußball global"

Freitag, 25. Mai 2012, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
© apFußball global
Die Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine ist nicht nur ein Mega-Event für die Fans. Europas Fußball ist auch ein Milliardengeschäft für Ausrüster, Vereine, Sponsoren und Wettanbieter.
Schwerpunkt
Sport