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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Lupe
Dolce Vita auf der Straße
Früher hieß es: Was gut für Fiat ist, ist gut für Italien. Doch diese Zeiten sind vorbei. Fiat macht heute in keinem der italienischen Betriebe mehr Gewinn. Daran konnte bislang auch der dynamische Fiat-Chef nichts ändern.
Bis vor kurzem feierten die Italiener Fiat-Chef Sergia Marchionne wie einen Star. Als der Italo-Kanadier 2004 den Chefsessel beim angeschlagenen Autobauer übernahm, lag ihm Italien zu Füßen. Schließlich sind Fiat und Italien für viele noch immer zwei Seiten der gleichen Medaille. Nichts hat Italiens Bild so geprägt wie Fiats legendäre Wirtschaftswunder-Kiste Cinquecento. Doch seit Anfang der 1980er Jahre verlor Fiat das Gespür für automobilen Geschmack. Fiat wurde zum Synonym für "Fehler in allen Teilen". Die Traditionsfirma stand vor der Pleite.

Mit seinem brutalen Spardiktat rettet Marchionne Fiat. Er stutzte die Modellpalette, feuerte Manager und fordert auch von der Belegschaft ihren Tribut. Gegen massive Widerstände handelte der Manager Ende 2010 einen neuen Tarifvertrag aus, der künftig für alle Fiat-Mitarbeiter gelten soll. Um das mit den Gewerkschaften direkt verhandeln zu können, trat Marchionne sogar aus dem Arbeitgeberverband Confindustria aus. Eine offene Kampfansage, die in der Äußerung gipfelt: "Ohne Italien ginge es Fiat besser." Das nahmen ihm die Italiener übel.

Die transatlantische Stütze
Doch Marchionne kann sich diese Provokation leisten, denn im Fiat-Konzern leuchtet jenseits des großen Teichs ein neuer Stern: Chrysler. 2009 stieg Fiat beim insolventen US-Konzern ein. In nur zwei Jahren fuhr ihn Marchionne zurück in die schwarzen Zahlen. Mit Chrysler ist Fiat amerikanischer geworden. Manchem zu amerikanisch. Doch Chrysler ist mittlerweise die wichtige Stütze für Fiat, steuert fast 650 Millionen Euro Gewinn zum transatlantischen Firmenverbund bei, während die Mutter -mal wieder- Verluste schreibt.

Mehr denn je ist Fiat auf Kleinwagen wie den Retro-500er spezialisiert. Doch bei den Autozwergen haben eben nicht nur die Außenmaße, sondern auch die Gewinnmargen Westentaschenformat. Zudem ist die Nachfrage in Südeuropa eingebrochen. Und in Boomregionen wie China haben die Italiener den Anschluss verpasst. Deshalb soll der Retro-Zwerg nun über das Händlernetz von Chrysler den US-Markt erobern. Dolce Vita für den Highway. Fiat könnte dabei auf der Strecke bleiben.

Sendedaten
makro
"Bella Italia?"

Freitag, 30. März 2012, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
© apBella Italia?
Berlusconi ist Geschichte. Die Folgen seiner Politik nicht. Italiens Wirtschaft ist alles andere als in Bestform. Doch es sieht so aus, als würde Berlusconi-Nachfolger Mario Monti die Wende gelingen.
Schwerpunkt
© Diliff, GNU FDL, CC-BY-3.0Europa