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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© mev
Frauen braucht das Land!
In Berlusconis Fernsehwelt sind Frauen möglichst schön, aber können müssen sie nichts. Doch die junge weibliche Generation erwacht und will sich nicht mehr zurückstufen lassen. Frauen sind die Retter in der Krise.
Früh am Morgen vor den Toren der Hauptstadt Rom: Flora Pacioni musste aus der Not eine Tugend machen. Sie leitete mit ihrem Mann eine Autowerkstatt. Dann starb er und sie stand allein da. Eine Welt brach zusammen, doch sie wollte nicht aufgeben. Gerade nicht in einer Zeit, in der Frauen nur schön sein mussten, aber gerne auch dumm. Das Klischee, Frauen könnten keine Autos reparieren, keine Autos von Männern, hat ihr immer wieder das Arbeitsleben erschwert. Mittlerweile ist sie Chefin von fünf Männern.

"Anfangs habe ich die Welt der Autoreparatur nicht verstanden. Also habe ich den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Ich habe die Kfz-Bibel studiert, mich permanent weitergebildet. Jetzt bin ich dahinter gestiegen - und habe Spaß bei der Arbeit!"

Das starke Geschlecht
Rovereto, eine Kleinstadt im Norden Italiens. Lorella Zanardo führt in einer Schule ihre Dokumentation "Il corpo delle donne" - "Der Körper der Frauen" - vor. Die ehemalige Managerin regt sich seit gut 20 Jahren über das Frauenbild auf, das das Berlusconi-Fernsehen zeigt. Der Kampf gegen das Bild der Frau als Marionette der Männer ist zu ihrem Lebensthema geworden.

Viele Debatten hat sie über die Rolle der Frau schon geführt, vorzugsweise mit Jugendlichen: Die Mutter Lorella Zanardo gibt ihre Generation, die der Eltern, schon verloren. Bei den Schülern aber weiß sie, dass sie noch etwas bewegen kann. Deshalb kämpft sie Tag für Tag, denn Italien braucht die Frauen, gerade jetzt in der Krise.

Ihr Fazit: Her mit der Frauenquote: "Ich war früher gegen eine Quote, weil ich dachte: 'Wenn Frauen gut sind, können sie auch was werden.' Die Zahlen beweisen das Gegenteil: Die Mädchen machen die besseren Abschlüsse, aber wenn sie in die Arbeitswelt eintauchen wollen, kommen sie nicht rein. Auch wenn Du ein Genie bist, hast Du keine Chance. Das heißt wir brauchen eine Frauenquote sofort! Halbe-Halbe in den Unternehmen und in der Politik." Viele Mädchen haben ein neues Vorbild: Lorella Zanardos Appell hat sie begeistert.

Der bessere Boss
Bei Flora Pacioni hat es länger gedauert, bis sie ihre Mitarbeiter begeistern konnte. Doch jetzt, nach 13 Jahren Chefinnen-Dasein, dem Gegenteil dessen, was Berlusconi stets propagiert hat, wird sie von "ihren" Männern geschätzt.

"Das ist der beste Chef, den ich je hatte", sagt ein Mitarbeiter heute. "Ich merke, dass der Umgang mit einer Frau respektvoller ist als mit einem Mann. Man spricht einfach in einem anderen Ton miteinander." Ein Zeichen für Flora Pacioni, dass sich in Italien etwas bewegt, wenn auch langsam.

Sendedaten
makro
"Bella Italia?"

Freitag, 30. März 2012, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
© apBella Italia?
Berlusconi ist Geschichte. Die Folgen seiner Politik nicht. Italiens Wirtschaft ist alles andere als in Bestform. Doch es sieht so aus, als würde Berlusconi-Nachfolger Mario Monti die Wende gelingen.
Schwerpunkt
© Diliff, GNU FDL, CC-BY-3.0Europa