Freitag 21.00 Uhr
Kalender
Oktober 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
25
26
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
1213
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
Navigationselement
Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
Navigationselement
© pa-dpa-bildfunk Lupe
Video ansehen
Haute Couture weltweit
Wenn es auch sonst in Frankreichs Wirtschaft nicht ganz so rund läuft - im Luxussektor verkauft sich die französische Lebensart bestens. Mode-Marken wie Dior, Louis Vuitton oder Chanel sind das, was Vielen zu Frankreich als erstes einfällt.
Modekönig Karl Lagerfeld bittet zum Defilee. Seine Schau ist auch in diesem Jahr wieder ein glitzerndes Mode-Märchen. Diesmal ist die Kulisse eine weiße Unterwasserwelt - für eine Mode, die in einem eigenen Universum schwebt. Doch der eigentliche Star der Mode ist ihr Schöpfer: Karl Lagerfeld ist eine Klasse für sich. Und das schon seit Jahrzehnten.

Das Pariser Defilee ist weit mehr als nur eine Edel-Kleiderschau. Es ist ein Event, eine Inszenierung für die Reichen und Schönen dieser Welt. Seinen Status als Superstar nimmt der Modegott gelassen: "Man gewöhnt sich an alles." Lagerfelds Kreativität treibt das Universum Chanel an. Die französische Haute Couture ist ohne den Pariser Modezar nicht denkbar. Lagerfeld ist Chanel – und Chanel lebt bestens davon. Genaue Zahlen veröffentlicht das Familien-Unternehmen nicht. Doch die Umsätze steigen. Budgetvorgaben hat Lagerfeld nicht. Jedes einzelne Kleid ist ein Gesamtkunstwerk. Kostenpunkt: ab 50.000 Euro aufwärts, die Skala ist nach oben offen.

Für so viel Geld gibt es Schneiderkunst vom Feinsten. Von der ersten Naht bis zur letzten Perle ist alles Handarbeit. Chanel beschäftigt hunderte von Näherinnen, Perlenstickerinnen und Designern. Ein Heer von Arbeitskräften, das es so kunstfertig nur einmal auf der Welt gibt: in Paris. Chanel und andere Mode-Häuser sorgen für eine Blüte der Handwerkskunst.

Boomendes Geschäft in Asien
Echter Stil ist einfach zeitlos - wie schon Firmengründerin Coco Chanel wusste. Doch auch das Traditionsunternehmen muss aus seiner Edel-Nische heraus und mit dem Markt gehen. Endgültig vorbei sind die Zeiten, als Haute Couture vor allem etwas für beleibte europäische Damen war, denen nur Maßgeschneidertes passte. Heute brummt das Geschäft mit der Luxusmode vor allem im boomenden Asien.

Immer öfter reisen ganze Kollektionen zur Anprobe nach Fernost. Die oft jungen Kundinnen sitzen in China oder Indien und kaufen die Luxusstücke gleich reihenweise. Die großen extravaganten Schauen bleiben natürlich in Paris. Sie dienen der wichtigen Imagepflege. In Paris wird die Marke Chanel gemacht. Aber Lagerfeld wäre nicht Karl der Große, wenn er nicht auch den Trend zur Globalisierung nutzen würde.

Luxus als Massenmode
Deshalb hält der Maestro auch schon mal Hof auf offener Straße. Das gemeine Volk staunt: Lagerfelds neue Modelinie "Karl" ist nicht für den Jetset bestimmt, sondern für jedermann – und im Internet erhältlich. Die Fans ordern weltweit. Und sogar eine sportliche Linie namens Hogan designt der Couturier. Luxus als Massenmode. "Heutzutage ist es gut, dass man das Luxuriöseste und Beste machen kann in bester Qualität, und auch was Preiswerteres, was auch nicht schlecht in der Qualität ist, aber was gut designt ist", meint der Modezar.

Kommerz hin oder her - am liebsten inszeniert sich der Couturier immer noch auf der ganz großen Bühne. Und dann werden die spektakulären Bilder in alle Welt übertragen – überall da hin, wo Chanels Kunden sind.

Sendedaten
makro
"Vive la France?"

Freitag, 23. März 2012, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
© apVive la France?
Jahrelang hat Frankreich geprasst. Seine Wirtschaft mit Dauer- Konjunkturprogrammen auf Staatskosten gedopt, seinen Konsum auf Pump finanziert. Nun bekommt die "Grande Nation" die Quittung.
Schwerpunkt
© Diliff, GNU FDL, CC-BY-3.0Europa