Freitag 21.00 Uhr
Kalender
Oktober 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
25
26
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
1213
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
Navigationselement
Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
Navigationselement
Video
80 Prozent aller iranischen Exporterlöse stammen aus dem Verkauf von Öl.
Am Tropf
Iran verfügt über die zweitgrößten bekannten Gas- und die viertgrößten bekannten Ölvorkommen. Diese vermeintliche Stärke ist zugleich eine große Schwäche: Ohne das Geld aus dem Export wäre die Staatskasse leer.
Iran ist reich an Bodenschätzen. Das Land besitzt weltweit die zweitgrößten Erdgasreserven und liegt bei Erdölvorkommen auf Platz vier. Während der größte Teil des geförderten Erdgases für den Energieverbrauch im eigenen Land verwendet wird (ca. 90%), geht etwa die Hälfte des geförderten Erdöls in den Export. Diese Ölexporte stehen für rund 80% der gesamten iranischen Exporte. Das Geld, das damit verdient wird, finanziert wesentlich den iranischen Staat.

Iran ist Mitglied der Opec. Innerhalb der Opec ist er der zweitgrößte Exporteur. Weltweit der viertgrößte. Ungefähr 2,5 Millionen Barrel sind es täglich. Der größte Abnehmer iranischen Öls ist China (22%). Gleich danach folgt die Europäische Union mit fast 20%, dann Japan, Indien und Südkorea.

Sanktionen treffen Iran hart
Auch wenn Europa bei den iranischen Exporten an zweiter Stelle steht: Das iranische Öl macht nur ca. 5% der Erdölmenge aus, die in der EU gebraucht wird. So rechnet man sich aus, dass ein europäischer Öl-Boykott den Iran hart trifft, sich die Auswirkungen in Europa umgekehrt aber in Grenzen halten.

Tatsächlich hängen die einzelnen Länder sehr unterschiedlich vom iranischen Öl ab. In Italien und Spanien sind es immerhin 13% bzw. 12% und ausgerechnet in Griechenland schlägt es mit 30% zu Buche. Vor allem Europas Sorgenkinder könnten bei einem Boykott also Probleme bekommen. Deutschland nutzt iranisches Erdöl nur zu einem Prozent.

Wie verhält sich China?
Wenn der Westen ab 1. Juli kein iranisches Öl mehr abnimmt, werden auf der anderen Seite für Iran die Abnehmer im Osten überlebenswichtig. Besonders China und Indien wollen sich bisher nicht an einem Boykott beteiligen. Die Chinesen haben Iran allerdings zuletzt weniger Öl abgenommen, um in der aktuellen Lage den Preis zu drücken. Noch ist unklar, wie der sich entwickeln wird. Ein hoher Ölpreis würde Iran helfen, seine Verluste gering zu halten. Fest steht: Iran ist abhängig vom Öl.

In der Zukunft will der Iran auch aus seinen Gasreserven mehr Kapital schlagen. Aktuell plant Iran eine Pipeline, die Pakistan und Indien mit Erdgas beliefern soll. Das wollen aber die Amerikaner nicht. Der Bau unterläuft ihrer Meinung nach die geplanten Sanktionen.

Sendedaten
makro
"Showdown in Iran?"

Freitag, 16. März 2012, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Mediathek
Sehen Sie hier den Beitrag in unserer Mediathek.
Thema der Sendung
© apShowdown in Iran?
Der Streit um das iranische Atomprogramm schwelt schon seit Jahren. Nun wagt die EU einen Showdown: Mit der Blockade aller Ölimporte will der Westen Iran wirtschaftlich in die Knie zwingen.
Schwerpunkt
© Diliff, GNU FDL, CC-BY-3.0Naher Osten