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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© ullstein Lupe
Putins Bahn
Russlands Eisenbahn fährt über das zweitgrößte Schienennetz der Welt. Das ist weitgehend marode, außer zwischen Moskau und Sankt Petersburg. Dort fährt ein moderner Hochgeschwindigkeitszug.
Seit 2009 fährt der "Sapsan" auf der Strecke Moskau - Sankt Petersburg. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug braucht man für die 645 km lange Strecke 3:45 Stunden. "Sapsan" ist das russische Wort für Wanderfalke. Und der "fliegt" selbst bei minus 40 Grad mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h, viermal täglich. Und er ist in 99 Prozent der Fälle pünktlich. Der Hochgeschwindigkeitszug ist Russlands Vorzeigeprojekt auf Schienen.

Die Fahrt im "Sapsan" ist teuer, aber beliebt. Sie kostet 150 Euro, ein Drittel des Durchschnittsverdienstes eines Russen. Die Auslastung liegt trotzdem bei 100 Prozent. Deshalb hat die staatliche russische Eisenbahngesellschaft gerade acht weitere Hochgeschwindigkeitszüge bestellt.

Made by Siemens
Und zwar bei Siemens. Der "Wanderfalke" ist ein Schwesterzug des ICE Velaro. Gefertigt wurde er bisher in Krefeld - mit eine paar Veränderungen gegenüber der deutschen Variante: Er ist wegen der extremen Temperaturen besser isoliert, der speziellen russischen Breitspur angepasst und kann zwei Personen im Fahrerstand beherbergen. Die russische Eisenbahngesellschaft (RZD) hat mit Siemens außerdem einen teuren Wartungsvertrag über 30 Jahre abgeschlossen. Möglicherweise mit ein Grund, warum die Züge immer pünktlich kommen.

Russland könnte ein wichtiger Zukunftsmarkt für Eisenbahnhersteller werden. Das Land hat das zweitgrößte Schienennetz nach den USA, insgesamt 88.000 Gleiskilometer. Zum Vergleich: In Deutschland sind es ca. 38.000. Über 9000 km misst die Entfernung von Osten nach Westen, von Moskau nach Wladiwostok. Die wichtigsten Strecken konzentrieren sich allerdings im Westen und Süden. Manche Landstriche kann man nur mit der Eisenbahn erreichen. 90 Prozent aller Transporte werden in Russland über die Eisenbahn abgewickelt.

Gewaltiger Modernisierungsbedarf
Gerade deshalb müsste allerdings schnellstens etwas passieren. Züge und Schienennetz sind nämlich größtenteils in einem maroden Zustand. Dazu kommt, dass ganze Landstriche des Riesenlandes immer noch nicht richtig an das Netz angeschlossen sind. Tatsächlich soll sich das ändern. In einem 10-Jahresplan wurde die Struktur der staatlichen Eisenbahngesellschaft verändert. Sie wurde außerdem in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Ein neuer - dieses Mal 20 Jahre umfassender - Plan sieht eine grundlegende Modernisierung und den Ausbau des russischen Schienennetzes und der Züge vor. Der Kreml hat für dieses Infrastrukturprogramm die märchenhafte Summe von 380 Milliarden Euro bewilligt. Sollte dieses Projekt in allen Punkten Realität werden, bedeutet es große Investitionsmöglichkeiten und potentielle Aufträge für alle, die mit der Herstellung von modernen Zügen ihr Geld verdienen.

Siemens ist bereits gut aufgestellt. Der " Sapsan" fährt seit Neustem auch bis Nishni Nowgorod. Siemens erhielt außerdem noch einen weiteren Auftrag über 2 Milliarden Euro für 1200 Regionalwagons. Die sollen dann in Russland gebaut werden. Konzernchef Löscher wurde bereits mit dem russischen Orden für Freundschaft ausgezeichnet.

Sendedaten
makro
"Chamäleon Russland"

Freitag, 2. März 2012, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
Chamäleon Russland
Die Russen haben die Aufgabe, Wladimir Putin zum Präsidenten zu küren. Es droht eine lupenreine Fortsetzung des autokratischen Stillstandes. Ein sicherer Weg, Investoren zu vergraulen.
Schwerpunkt
© Diliff, GNU FDL, CC-BY-3.0Russland
Themenwoche
Lupe26. Februar bis 3. März 2012
Russland fasziniert uns seit jeher: die von Dostojewski beschriebene "russische Seele", die landschaftliche Schönheit, die gefürchtete Kälte im Osten, der kolossale neue Reichtum, der eigene Zugang zum Alkohol und die besondere Emphase der russischen Sprache.
Schwerpunkt
Verkehr & Logistik