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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Wunder-Kinder-Garten
Noch immer entstehen die erfolgreichsten IT-Unternehmen in den USA, vor allem im kalifornischen Silicon Valley. Hightech-Schmieden wie der Suchmaschinenkönig Google sind echte Hoffnungsträger für Amerika.
Kaliforniens Bay Area, eine halbe Autostunde vor den Toren von San Francisco, liegt das Tal der Computer-Könige: Silicon Valley. Die Träume hier sind aus Silizium, dem Grundstoff der Computerchips. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele High-Tech-Unternehmen wie hier. Und während anderswo Tristesse regiert, boomt das Silicon Valley.

Auch bei Google ist von Jobkrise keine Spur. Im Gegenteil: Fast 33.000 Angestellte arbeiten weltweit für den Internet-Riesen. Jeden Monat werden es 500 mehr. Google ist rund um den Erdball präsent. 2011 machte das Unternehmen aus Mountain View 38 Mrd. Dollar Umsatz (nach 29 Mrd. USD 2010) und knapp 10 Mrd Dollar Gewinn (nach 8,5 Mrd. USD 2010). Das bedeutet ein Wachstum von 30% bei einer Gewinnmarge von 25% - Zahlen, von denen Industrieunternehmen nur träumen können. Und der Konzern will noch größer werden, zahlt selbst Berufsanfängern schon Traumgehälter.

Wettbewerb um die Jungtalente
Yolanda Mangolini ist Direktorin für globale Talentsuche. Sie weiß: Nur die kreativsten Köpfe können in der Internet-Branche bestehen. "Wir suchen Leute, die gerne in unstrukturierten und mehrdeutigen Umgebungen arbeiten", sagt Mangolini. "Die Aufgaben hier sind oft nicht klar strukturiert. Wenn du jemanden brauchst, der dir haarklein erklärt, wie du etwas machen sollst, bist du bei Google falsch. Wir brauchen Leute, die solche Herausforderungen lieben."

Die Computer-Riesen im Tal liefern sich einen heißen Wettbewerb um die Jungtalente. Google setzt dabei nicht nur auf Spitzengehälter, sondern auch auf ein kreatives Arbeitsumfeld und viel Freiraum. Jeder kann kommen und gehen, wann er will. Gerade deshalb arbeiten viele mehr als sie müssten.

Kreatives Chaos
Google ist ein Job-Paradies für die junge Internet-Elite. "Ich kann so arbeiten, wie ich will", betont Mangolini. "Ich muss mich nicht an irgendwelche Normen anpassen, weder bei der Arbeitsweise noch beim Kleidungsstil. Wenn Sie sich ansehen, wie verschieden die Arbeitsplätze dekoriert sind, merken Sie, wie unterschiedlich und individuell die Menschen hier sind. Das ist es ja letztlich, was Google ausmacht."

Eher korrekt mit gebügeltem hellblauem Hemd mag es Asheesh Venugopaal. Auch er ist ein Weltbürger - Indien, Singapur, Stanford und nun Google. Asheesh programmiert Übersetzungs-Software. Er ist ein Wunderkind, so wie der Internet-Riese sie braucht. "Sprachen sind wirklich sehr verschieden, Satzbau, Wortbedeutungen, Dialekte", erzählt er. "All das macht Übersetzungen zu einer echten Herausforderung." Das sinnvoll hinzubekommen, sei ungefähr so schwierig wie die Landung auf dem Mond.

Investitionen in Green-Tech
Überflieger wie Asheesh sorgen dafür, dass Google immer weiter wächst. Doch Google will längst nicht mehr nur das Internet beherrschen. Der Konzern kauft reihenweise Umwelttechnologie-Firmen auf. Es ist der neue Trend in Silicon Valley. Die Computer-Riesen finanzieren jetzt die Grüne Revolution, schaffen High-Tech-Arbeitsplätze auch in anderen Bereichen.

Google selbst geht mit gutem Beispiel voran. Wenn Angestellte sich ein Elektroauto zulegen, zahlt der Internet-Riese Beihilfen. Und auf kurzen Strecken dürfen mal die Beine arbeiten. Und so radelt sie dahin, Amerikas Job-Elite: smart und immer auf der virtuellen Überholspur.

Sendedaten
makro
"USA - Ende einer Weltmacht?"

Freitag, 17. Februar 2012, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
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Thema der Sendung
USA - Ende einer Weltmacht?
Die größte Gemeinsamkeit aller Weltmächte ist ihr Ende. Das lehrt die Geschichte. Die USA vermitteln den Eindruck, als sei es bald soweit. Eine paralysierte politische Klasse steht den gewaltigen Herausforderungen hilflos gegenüber.
Schwerpunkt
© Diliff, GNU FDL, CC-BY-3.0Nordamerika