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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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© reuters Lupe
Soja-Ernte in Brasilien.
Der Fluch der Soja-Bohne
So viel Futtermittel, wie Europas Fleischproduzenten brauchen, kann auf dem Kontinent gar nicht produziert werden. Schnell sollen Tiere schlachtreif werden. Gesucht wird also ein Turbo-Kraftfutter. Die Lösung: Soja.
Es ist schon die dritte Ernte für dieses Jahr. Soja wächst rasant in Paraguay. Fast alle Farmer produzieren hier Gen-Soja. Denn es benötigt viel weniger Saatgut als üblich und in knapp 90 Tagen sind die Bohnen schon reif. Nie war der Anbau so profitabel. Gerade Europas Fleischindustrie braucht das proteinreiche Tierkraftfutter dringend, ist auf Importe aus Lateinamerika angewiesen.

Konkurrenzlos billig produzieren die Landwirte in Brasilien, Argentinien und Paraguay. Unendlich weite Felder, alles nur Soja. Das kleine Paraguay ist viertgrößter Exporteur. Doch Wohlstand bringt Soja hier nur wenigen Großbauern.

Kleinbauern gegen Soja-Barone
Die Kehrseite des Sojabooms liegt nicht weit entfernt mitten in den Feldern. An vielen Stellen Paraguays halten Kleinbauern Land besetzt, illegal und trotzig: Die Soja-Barone wollen sie von hier vertreiben, um noch mehr Anbauflächen zu gewinnen. Die Regierung, die eigentlich eine Landreform versprochen habe, schaue bloß zu, klagen die Landbesetzer. In Wirklichkeit regiere eine Soja-Mafia das Land. Ein Prozent der Bevölkerung Paraguays bewirtschaftet 80 Prozent der Agrarfläche des Landes alleine.

Doch die Kleinbauern ahnen längst: hier haben sie keine Zukunft. Es gibt keine Schulen, keine Trinkwasser, kaum Hoffnung. Viele Kinder quälen schmerzhafte Hautentzündungen durch Pflanzengifte, die auf den Feldern nebenan großflächig eingesetzt werden. Stoffe, die in Europa meist verboten sind. Wasser müssen sie am nahen Bach holen. Der ist aber verseucht durch das Spritzmittel von den Feldern. Trotzdem: es gibt keine andere Möglichkeit zu waschen und zu baden. Es ist das Leben der Landlosen mitten im Soja-Boom. Europas Fleischlust frisst ihr Land.

Sendedaten
makro
"Die Ware Tier"

Freitag, 20. Januar 2012, 21.30 Uhr
Thema der Sendung
Die Ware Tier
Im Laufe seines Lebens verspeist jeder Deutsche vermutlich mehr als 1000 Tiere. Darunter vier Kühe, 46 Schweine und 945 Hühner. makro zeigt, welche Bedeutung der Faktor Tier heute in der Wirtschaft einnimmt und welche Folgen dies für Mensch, Tier und Umwelt hat.
Schwerpunkt
Agrar