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Vorschau
21.06.2013
Die neue Wohnungsnot
Nachdem Deutschlands Immobilien-preise viele Jahre hinter anderen Ländern zurückgeblieben sind, holen sie jetzt kräftig auf. Der Grund: Das Niedrigzinsumfeld treibt viel Geld in Sachwerte.
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© reuters Lupe
Rüstungsbranche auf Zielsuche
Europa muss sparen. Die Armeen werden verkleinert und die Verteidigungsausgaben gekürzt. Ganz anders in China, Brasilien und Indien. Eine wirtschaftliche Annäherung an ein sensibles Thema.
Massiv investieren die Schwellenländer in die Modernisierung ihrer Streitkräfte. Allein Indiens Rüstungsimporte haben sich in den vergangenen fünf Jahren um über 20 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum davor erhöht. China stellte jüngst sogar einen Stealth-Fighter vor, eine Technologie, über die bisher nur die Amerikaner verfügten.

Für Deutschlands Waffenschmieden ist die Nachfrage nach Gewehren, Panzern und U-Booten ein willkommenes Geschäft. Die Bundesrepublik ist nach den USA und Russland mittlerweile drittgrößter Rüstungsexporteur der Welt. Damit verbunden sind rund 80.000 Arbeitsplätze – und politischer Streit: Der geplante Verkauf von Leopard-2-Panzern ins autoritäre Königreich Saudi-Arabien sorgt für Empörung. Kein Wunder, dass die Industrie lieber diskret und unauffällig Geschäfte machen möchte.

Längst liefert Deutschland nicht mehr nur tonnenschwere Militärausrüstung für die Großschlacht auf offenem Feld. Oft ist der Feind gar nicht mehr auszumachen: Hackerattacke auf Militärcomputer, Angriffe kleiner Terrorzellen erfordern raffinierte Sicherheitstechnologie. Streitkräfte müssen präziser, schneller und wendiger agieren können. Denn im Hightech-Zeitalter gibt es viele Fronten, für die sich die Staaten rüsten müssen.

Panzer: Leopard in die Wüste?
© dpa
In den Armeen Europas regiert der Rotstift und Rüstungsunternehmen müssen sich neu orientieren. Das betrifft auch Krauss-Maffei Wegmann mit seinem Kampfpanzer Leopard 2. Interessenten gibt es viele - aber darf man an die auch liefern?
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U-Boote: Raumschiff unter Wasser
© ap
Die Howaldtswerke Deutsche Werft, eine Tochter von ThyssenKrupp, baut neben Passagierschiffen auch Kriegsschiffe. Vor allem die Hybrid-U-Boote sind ein Verkaufsschlager.
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Airbus A400M: Lastenflieger in der Warteschleife
© dpa
Einen Megaerfolg versprach sich der Rüstungsriese EADS vom Militärtransporter A400M, doch auf den fertigen Flieger warten Flugzeugbauer und Auftraggeber noch immer. Es ist wie sooft: Alles dauert länger und wird am Ende teurer.
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Schutzwesten: Schildkröte am Leib
© dapd
Schutzwesten sind die Basis jeder Armee. Die deutschen Westen von Mehler Vario erleben derzeit eine Revolution von Materialien. Kunststofffasern ersetzen die einst schweren Lebensretter. Eine Krise kennt das Unternehmen nicht - das Produkt ist ein Exportschlager.
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Sendedaten
makro
"Rüstungsbranche auf Zielsuche"

Freitag, 14. Oktober, 21.30 Uhr
Moderation
LupeGregor Steinbrenner
makroskop
LupeDas Waffen-Ranking
Die deutsche Rüstungsindustrie drängt auf den Weltmarkt. Seine Rüstungsexporte hat Deutschland in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt - vor allem durch den Verkauf von Panzern und U-Booten.

Nach den USA mit einem Weltmarktanteil von 30 Prozent und Russland von 23 Prozent ist Deutschland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Nach Erhebungen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI stieg der Weltmarktanteil bis 2009 auf 11 Prozent.

Die meisten Rüstungsunternehmen in Deutschland sind Mittelständler. Deshalb befindet sich trotz der hohen Exportquote unter den größten Rüstungskonzernen der Welt kein einziges deutsches Unternehmen.

Auf Platz 1 liegt Lockheed Martin aus den USA, dahinter BAE Systems aus Großbritannien und auf Platz 3 mit Boeing erneut ein US-Konzern. Erst auf Platz 32 folgt Rheinmetall, Kraus-Maffei Wegmann an 50. Stelle und ThyssenKrupp auf Rang 53.

Bleibt noch die Frage, wer sind die Hauptabnehmer des Waffenangebots der globalen Rüstungskonzerne? Bei den Militärausgaben pro Kopf liegt Israel sogar noch vor den USA. Auf Platz drei folgt Kuwait. Ganz vorne mit dabei auf Platz 12 der Pleitekandidat Griechenland, weit vor Deutschland.