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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Video
Häuptling Almir Narayamoga versucht mittels World Wide Web den Lebensraum der Suruí zu erhalten.
Internet im Regenwald
Im brasilianischen Regenwald kämpfen die Suruí-Indianer intensiv gegen die Abholzung ihres Lebensraumes. Ein harter Kampf, den das Volk mit modernsten Waffen bestreitet.
Das Amazonas-Gebiet in Brasilien – es ist das Territorium der Suruí-Indianer. Eine Fläche so groß wie das Saarland. Nur 1350 Menschen wohnen hier und Häuptling Almir Narayamoga Suruí ist der Anführer des Stammes. Seine Mission ist es den Regenwald retten und den Lebensraum für sein Volk zu erhalten. Und den Regenwald retten heißt: Bäume pflanzen.

Häuptling Almir war der erste Suruí, der studierte. Schnell erkannte er das Potential der Informationstechnologie und entwickelte einen 50-Jahresplan für sein Volk. Bildung, Gesundheit, Einkommen - das ist es was sein Volk zum Überleben braucht. Und PR in Sachen Suruí, denn um den Regenwald retten zu können braucht es Aufmerksamkeit.

Internet statt Pfeil und Bogen
Die Suruí haben Geld gesammelt, um davon Saatgut zu kaufen und haben somit bereits 100.000 Bäume in den letzten Jahren pflanzen können. Kein Indianerstamm im Amazonas tut mehr für die Umwelt als die Suruí, sagt Häuptling Almir. "Ich bin hier zu Hause. Bin hier geboren und aufgewachsen. Und hier habe ich gelernt, dass wir alle zusammenarbeiten müssen. Für eine bessere Welt. Das hat mir der Wald beigebracht.", erklärt er.

Lupe
Internet statt Pfeil und Bogen - die Regeneration des Regenwaldes ist eine Notwendigkeit.
Vor drei Jahren war er in Kalifornien und hat eine Firma namens Google besucht. Google mochte den Mann aus dem Amazonas und hat die Suruí mit GPS-Systemen und Computern ausgestattet. Jetzt können sie aller Welt zeigen, wo und wie sie ihre Bäume pflanzen und sich somit aktiver für einen nachhaltigen Umgang mit dem Regenwald einsetzen. Sieben Prozent ihres Territoriums sind durch die Abholzung zerstört und dort setzen die Suruí an und pflanzen sie nach. Ihre Fortschritte dokumentieren sie im Internet. Wer bei Google Earth gefunden wird, kann so schnell nicht von der Landkarte verschwinden.

"Die Leute werden uns nur respektieren, wenn sie uns, unsere Situation und den Wert des Waldes erkennen", erklärt Almir. "Und wenn sie verstehen wie wichtig der Wald für unser Leben, unseren Alltag und unsere Zukunft ist."

Emissionshandel im Urwald
Lupe
100.000 Bäume hat das Surui Volk bereits pflanzen können.
Dem Wald einen Wert geben, das ist es wovon er sein Volk und die Welt überzeugen will. Almir träumt von Millioneneinnahmen aus Amazonas-Zertifikaten im globalen Emissionshandel. Und dies nicht aus Profitinteressen, sondern um den Regenwald zu retten, und somit die Zukunft der Surui sichern zu können.

“Wir müssen uns überlegen, wie wir künftig Einnahmen aus dem Regenwald erzielen können und was wir mit ihnen machen. Da geht es um Umweltschutz- und Kulturprojekte, Öko-Tourismus, nachhaltige Produkte aus dem Regenwald und um Aufforstung. All dies ist sehr wichtig für uns. Es geht darum, wie wir nachhaltig mit unserem Land umgehen. Immerhin geht es hier um 248.000 Hektar.“

Sendedaten
Freitag, 2. September 2011
21.30 Uhr
Thema der Sendung
© caroDer Wert des Waldes
Jede Minute verschwinden weltweit 35 Fußballfelder Wald. Gleichzeitig erholen sich an anderer Stelle die Bestände. Zugegeben, keine Urwälder, aber Nutzwälder. Alleine in Deutschland ist knapp ein Drittel der Fläche von Wald bedeckt. Damit hat Deutschland den größten Holzvorrat Europas.
Schwerpunkt
Holz
Der Stamm der Suruí
Die Ureinwohner Brasiliens kamen bereits in den 1960er Jahren mit der modernen Welt in Berührung. Als der brasilianische Staat den Trans-Amazon Highway durch den Lebensraum bauten, kamen fast 90% der Suruí ums Leben. In Zusammenarbeit mit Google arbeiten die Suruí energisch gegen die Zerstörung des Waldes.
Schwerpunkt
Umwelt - Nachhaltigkeit - Greentech