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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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© adler Lupe
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Putins Plan
Wer heute auf Moskaus Straßen schaut, wird russische Autos vergebens suchen. Es dominieren Opel, BMW und die bekannten japanischen Marken. Hauptsache sie entstammen ausländischer Produktion.
Der Volkswagen-Konzern hatte diesen riesigen Markt mit als erster entdeckt. In Kaluga, einer Kleinstadt nicht weit von Moskau, fertigt VW unter anderen den Polo und den Tiguan. Fertigt - darauf liegt die Betonung. Vorbei sind die Zeiten, als ausländische Unternehmen nur vorproduzierte Teile zusammenschraubten. Wer heute auf dem russischen Markt präsent sein will, muss auch in Russland produzieren.

Wohlwollend schaut da der Kreml nach Kaluga, und selbst Premier Putin kutschiert im Elektrokarren durch die Hallen. Wenn es doch so auch in russischen Autofabriken zugehen würde, mag er sich da gedacht haben.

Der Hirsch ist das Markenzeichen von Gaz, einst einer der größten Automobilhersteller Russlands. Gaz gibt es immer noch, nur die Wagen, die hier vom Band laufen, genießen in Russland einen verheerenden Ruf. Sie gelten schon bei der Auslieferung als fahrende Wracks. Der russischen Autoindustrie fehlt es an allem: Qualität, Design, und gute Zulieferer.

Nichts hat sich verändert. Doch Putin wäre nicht Putin, wenn er das einfach hinnähme. Westliche Autobauer sind willkommen, doch seit neuestem müssen sie ihre Zulieferer und ihr Know-how mitbringen und sie müssen in Russland produzieren, nicht nur montieren.

Die Käufer sind wählerisch
Beklagt werden oft noch die Rahmenbedingungen. Dennoch: Wie Pilze schießen die Autohäuser der westlichen Hersteller aus dem Boden. Glitzernde Glaspaläste gibt es inzwischen nicht nur in Moskau, sondern auch in jeder größeren Provinzstadt. Längst ist das Auto zu etwas alltäglichem geworden, und kommt vom ehemaligen Klassenfeind aus dem Westen.

Autoverkäufer Sergeij Belogrudow schwört auf deutsche Qualitätshersteller wie Volkswagen. Das treffe genau den Nerv der Kunden. "Deshalb kaufen sie." Das erste Halbjahr 2011 brachte VW in Russland neue Rekordzahlen, über 40% mehr verkaufte Autos - und anderen Herstellern geht es nicht anders. Dabei kaufen die Russen mit Bedacht. Lange wird auf solch ein Auto gespart, verglichen, abgewogen und dann geprüft. Russische Kunden lassen sich längst nicht alles andrehen.

"Ich brauche ein verlässliches Auto", sagt Alexander Zaviyalov, der dabei ist, sich ein Auto zu kaufen. "Ich wohne auf dem Land und fahre jeden morgen mit dem Wagen zur Arbeit. Und Sie kennen den russischen Winter."

Die Qualität muss stimmen
"Inzwischen ist es den Kunden egal, ob der Wagen in Deutschland oder hier vor Ort gebaut wurde", erzählt Autoverkäufer Belogrudow. "Früher war das für die Kunden ganz entscheidend, aber inzwischen sind die Qualitätskontrollen im Werk von Kaluga genauso streng wie in Deutschland."

Rund 22.000 Euro muss Alexander Zaviyalov für seinen neuen wagen berappen. Viel Geld, aber immer noch rund 2.000 Euro weniger, als in Deutschland. Der Grund: die Fertigung in Russland ist billiger, die Löhne sind niedriger.

Trotz rush hour in Moskau, Stau und schlechter Luft: Der russische Automarkt boomt. Und Europas Osten sichert den großen Herstellern Absatz und schwarze Zahlen. Zuhause bröckeln hingegen die Märkte.

Sendedaten
makro
"Russlands Masterplan"

Freitag, 19. August 2011, 21.30 Uhr
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Thema der Sendung
© caroRusslands Masterplan
Die "Möchtegern"-Supermacht Russland ist ins wirtschaftliche Abseits geraten. Veraltete Industrien, fehlende Infrastruktur, marode Immobilien, korrupte Bürokratie. Einzig und allein die Öl- und Gasförderung floriert.
Schwerpunkt
Russland
Schwerpunkt
Auto