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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Lupe
Geschäftsfüherer René Mägli und seine 80 Ladys.
Der Ladymacher
Ein Mann, eine Reederei und jede Menge Frauenpower. Die Rede ist von der Mediterranean Shipping Company (MSC) aus Genf, der nach eigenen Angaben zweitgrößten Containerreederei der Welt. Und das hier ist ihre Geschichte.
René Mägli ist der Geschäftsführer in der Schweizer Niederlassung der Reederei. Schnell merkte er, dass die Frauen den Job besser machten als ihre männlichen Kollegen aber in der Hierarchie nicht höher rückten. Weil ihnen männliche Ellenbogen im Wege standen, meint Mägli. Also begann er Controllerinnen, Direktorinnen, Finanzvorstände einzustellen. 13 Jahre ist das jetzt her.

Außer Mägli selbst gibt es hier keinen Mann mehr.

Er bekomme zwar auch Bewerbungen von Männern, sagt der Geschäftsführer, allerdings sei für ihn wichtig, dass jemand in das Team passe. Und das sei zuletzt eine Frau gewesen - und noch eine und noch eine. Und auf einmal gab es in dem Unternehmen in Basel keinen Mann mehr. Bis auf den Chef. Und das sei vorläufig, sagt Mägli.

Und was meint seine internationale Frauentruppe?

"Der große Vorteil, denke ich mal ist, dass die Frauen grundsätzlich der Sache dienen wollen", meint Anita Vogt, Leiterin Export. "Das heißt, wir haben Arbeit X zu erledigen und es ist eigentlich nicht so das Thema 'Wer macht jetzt was?' sondern Arbeit wird erledigt, egal wer sie macht. Am Schluss ist sie gemacht, und Punkt." Auch Daniela-Nicole Bogosavljevic, eine Mitarbeiterin der Export-Abteilung sagt, wenn es um Problemlösungen geht, seien Frauen viel, viel schneller.

Keine Hahnenkämpfe
Lupe
Die Logistikbranche ist sonst eher nicht als Frauendomäne verschrieen.
Keine Sekretärin, kein eigenes Büro. Ein Chef, immer ansprechbar, wenn es Probleme gibt. Beruf und Familie sind für MSC-Mitarbeiterinnen vereinbar, sie entscheiden sehr flexibel, wie viele Stunden sie hier arbeiten wollen. Männer wollten eher Macht und Kontrolle, meint Mägli. Frauen möchten die gestellte Aufgabe lösen. Studien bescheinigen nicht nur die bessere Kommunikationsstärke seiner reinen Frauentruppe. Der Erfolg seiner Firma gibt ihm Recht.

Selbst die Gewerkschaft, die eine Untersuchung durchgeführt habe, weil viele Frauen allgemein schlechter bezahlt werden als Männer, hätte bestätigt, dass MSC Männerlöhne zahle, freut sich Geschäftsführer Mägli.

Eigenwillige Personalpolitik
Seine Personalpolitik gilt vielen als eigenwillig, doch sie weckt auch Neugier. Klagt nicht die Wirtschaft über weiblichen Führungskräftemangel? Wieso bleiben Frauen in seiner Firma und machen hier gern Karriere? Sein Führungsstil sei direkt und sensibel, meint Mägli und nicht nur in der Schifffahrtsbranche erscheint sein Posten manchem Mann verheißungsvoll - allein unter Frauen.

Das reine Zuckerschlecken ist es aber auch nicht, findet Ivonne da la Rosa, Leiterin des internationalen Warenverkehrs: Als einziger Mann mit 80 Frauen in einer solchen Position eine gute Figur abzugeben sei nicht einfach: "Er muss auch viel Geduld haben."

Millionen Tonnen Kakao, Kaffee, Baumwolle, Konsumgüter von internationalen Konzernen werde hier vom Schreibtisch aus verschoben. Es ist ein knallhartes Geschäft. Er sei kein Männerfeind und weder Pascha noch Schürzenjäger, meint der Chef René Mägli. Er vertraut auf die besseren Mitarbeiter und in seiner Firma seien das die Frauen. Ladys nennt er sie - ganz Gentleman.

Ein Mann und seine Ladys. Die Firma wächst, er sucht noch Personal. Und wieder wird er entscheiden müssen, wer da ins Team passt. Na raten Sie mal!

Sendedaten
makro
"Frauen vor!"

Freitag, 24. Juni 2011, 21.30 Uhr
Thema der Sendung
© DaimlerFrauen vor!
In deutsche Vorstandsetagen hat sich bis heute kaum eine Frau verirrt. Das System hält dicht. Warum ist das so? Andere Länder zeigen, wie es gehen kann: In Frankreich führt eine Frau den Atomkonzern Areva, in Indien die größte private Bank.
Schwerpunkt
Schifffahrt