Freitag 21.00 Uhr
Kalender
Oktober 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
25
26
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
1213
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
Navigationselement
Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
Navigationselement
Lupe
Europa in Not
Die reichen Geberländer wollen immer weniger für die Schulden der Krisenländer aufkommen. EU-Gegner gewinnen immer mehr Anhänger. Die Vision eines geeinten Europas hat einfach keine Konjunktur.
Wo immer es in Europa derzeit Wahlen gibt, gewinnen die EU-Gegner an Boden. Bei den Parlamentswahlen in Finnland 2011 gab es zum Beispiel 19 Prozent der Stimmen für Timo Soini und seine "Wahren Finnen". Die Partei ist nun die drittstärkste Finnlands und stellt 39 Abgeordnete. Ihr großes Ziel: Die Rechtspopulisten wollen raus aus dem Eurostabilitätspakt und möglichst auch aus der EU. Und das ist auch der Wunsch vieler Finnen. Sie sprechen sich gegen die EU aus, weil sie den Finnen das Geld nehme, um es den südeuropäischen Ländern zu geben.

Auch bei den Wahlen in Schweden und Österreich konnten EU-Gegner überzeugen. In den Niederlanden hat Geert Wilders schon bei mehreren Wahlen mit einer Anti-Europa-Kampagne triumphiert und fordert ebenfalls die Einstellung aller Hilfen. Ausgerechnet in den Ländern, die traditionell am europafreundlichsten waren, wollen immer mehr Bürger einfach nur noch raus aus der EU.

Viva la revolución!
© dpa Lupe
So wie hier kam es auch in vielen anderen Städten zu Protesten.
Auch in den notleidenden Ländern sorgt der EU-Kurs für massive Ablehnung. In Madrid und 50 weiteren Städten kam es bereits zu Protesten. Dabei geht es den spanischen Demonstranten jedoch nicht um die Abwahl der Regierung. Sie kämpfen gegen das Spardiktat der EU und die starke Frau dahinter: Angela Merkel.

Auf die Straße getrieben werden sie von ihrer eigenen Not. Renten- und Gehaltskürzungen, weniger Kündigungsschutz und 20 Prozent Arbeitslosigkeit lassen viele in eine dunkle Zukunft blicken. Vor allem für die junge Generation Spaniens sieht es auf dem Arbeitsmarkt düster aus. Hier ist die Arbeitslosigkeit sogar doppelt so hoch. Zudem haben 21 Prozent der Spanier einen Arbeitsvertrag, der nur 7 Tage lang gilt. Anstatt zu helfen, zwingt die EU die Spanier zum rigiden Sparen - und die Bürger rufen zur Revolution.

Ade Reisefreiheit
Im Norden kratzen derweil einige Staaten schon an den Grundfesten der europäischen Einigung, wie zum Beispiel an der Reisefreiheit. Dänemark will auf Druck der rechtspopulistischen Volkspartei künftig wieder Zoll- und Personenkontrollen durchführen.

Im Süden streiten sich Italien und Frankreich wegen der nordafrikanischen Flüchtlinge auf Lampedusa. Woraufhin Frankreich kurzzeitig seine Grenzen für tunesische Migranten dicht machte.

EU? Nein, danke!
© dapd Lupe
Auch Dänemark hat keine Lust mehr auf ein europäisches Miteinander: Zoll- und Personenkontrollen sollen wieder durchgeführt werden.
Alleingänge, wohin man schaut. Von europäischem Miteinander fehlt jede Spur. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum Polen dem Euro lieber erst mal nicht beitreten will. Als eines der wenigen Länder der Gemeinschaft hat das Land die Finanz- und Wirtschaftskrise gut überstanden - nicht zuletzt dank seiner unabhängigen Währung. Das schafft Selbstvertrauen - und Distanz zu einer europäischen Transferunion.

Wer den Euro schon hat, will ihn oft am liebsten wieder los werden. Selbst im EU-Kernland Frankreich fordert der rechtsextreme Front National um Marine Le Pen die Rückkehr zum Franc. Dabei weiß Le Pen fast ein Viertel der Wähler hinter sich. Wenn heute Wahlen wären, würde sie alle anderen Kandidaten locker schlagen.

Im Haus Europa brennt es an allen Ecken und Enden. Die Eurozone verkommt zur Ego-Zone.

Sendedaten
makro
"Europa im Stresstest"

Freitag, 27. Mai 2011, 21.30 Uhr
Thema der Sendung
© DaimlerEuropa im Stresstest
Dachten wir wirklich, die Probleme in Griechenland seien irgendwie ausgestanden? Das Land sei mit Hilfe der milliardenschweren Hilfspakete auf dem Weg der Besserung?
Schwerpunkt
Finanzkrise
Das Platzen der amerikanischen Immobilienblase brachte ein gewaltiges Kredit-Kartenhaus zum Einsturz. Die folgende Pleite der Investmentbank Lehman Brothers führte das Weltfinanzsystem an den Rand des Kollaps. Bis heute zahlen wir an den Folgen.