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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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© pa/dpa-bilfunk Lupe
Yaris Pürsün ist Werksleiter des Daimler-LKW-Nutzfahrzeugwerkes in Wörth.
Der Chef in Wörth
Nutzfahrzeuge gehen wie geschnitten Brot - vor allem dank der Nachfrage aus Schwellenländern. Auch im Daimler-Werk in Wörth will man sich diese Wachstumschance nicht entgehen lassen.
Arbeitsbeginn für Yaris Pürsün. Seit 2009 leitet der Deutschtürke das Werk in Wörth, seit zwölf Jahren arbeitet er im Unternehmen. Der 42-jährige pendelt regelmäßig aus Frankfurt in die rheinland-pfälzische Stadt. Der erste Termin an diesem Tag lässt Pürsün auf den Teamleiter für die Fahrzeugmontage beim Motoreneinbau treffen.

© Daimler Lupe
Luftaufnahme des Daimler-LKW-Nutzfahrzeugwerkes in Wörth.
Pro Schicht arbeiten rund 3000 Mitarbeiter an den vier Bandstraßen. Gebaut wird gerade ein Actros - der größte Truck aus der Mercedes Flotte. Auch Dank der Nachfrage aus Schwellenländern wie China hat sich das Werk schnell von der Krise erholt. "Der direkte Effekt ist, dass wir aus dem Nichts quasi mehrere tausend LKW aus diesem Werk nach China verkaufen. Das ist für uns eine schöne Wachstumschance." Yaris Pürsün schätzt, dass etwa 4 bis 5 Prozent der in Wörth produzierten Fahrzeuge nach China veräußert werden.

Steigender Wettbewerbsdruck
© Daimler Lupe
In seinem Branchen-Informations-Center in Wörth bei Karlsruhe bietet Mercedes-Benz eine Auswahl von über 100 Komplettfahrzeugen an.
Noch ist der Marktanteil von Daimler in China gering. Doch durch die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Autobauer Foton wollen die Stuttgarter auch in den asiatischen Massenmarkt einsteigen.

Doch so konkurrenzarm wie das Geschäft in Deutschland schätzt der Werksleiter die neuen Märkte nicht ein. "Die Chinesen haben in Europa keinen Fuß gefasst. Auch nicht die Japaner, Koreaner oder Inder. Das heißt, wir haben es geschafft, in Europa die asiatische Konkurrenz abzuwehren. Auf anderen Märkten aber treffen wir uns - obwohl wir dort unterschiedliche Segmente bedienen."

Dennoch heißt es auch in Wörth: wettbewerbsfähig bleiben. Regelmäßig schwört Pürsün die Mitarbeiter auf den globalen Wettbewerb ein. Für die Arbeiter bedeutet das ganz konkret, künftig auch an Samstagen zu arbeiten. Denn zusätzliche Aufträge sind vorhanden und niemand möchte, dass das Geschäft an andere Standorte abgegeben wird.

Sonderwünsche? Kein Problem!
© Daimler Lupe
Montage der Frontscheibe bei einem Mercedes-Benz Actros im Montagewerk Wörth.
Mittagessen in der Kantine - dafür bleibt nicht immer Zeit. Pürsün ist oft unterwegs. 12 bis 14 Stundentage sind normal. Zum Job des Werksleiters gehört auch das regelmäßige Probefahren, ein LKW-Führerschein ist deshalb Pflicht in Pürsüns Position. Seiner Meinung nach sind die Brummis aus Wörth den chinesischen noch immer überlegen. Den Grund dafür sieht der Werksleiter im schwer imitierbaren Prozess-Know How der Deutschen.

"Wir können eine Vielfalt von Modellen anbieten, angefangen vom kleinen Verteiler-LKW bis hin zum Sattelzug für den Fernverkehr. Auch Sonderwünsche sind kein Problem. Viele asiatische aber auch europäische Hersteller können dieses Leistungsspektrum nicht bedienen."

In Zukunft soll es aber auch bei Daimler mehr Massenware geben. Zusammen mit Foton wollen die Deutschen vor allem billige und preisweite LKWs für Asien bauen. Angst vor der chinesischen Konkurrenz hat Yaris Pürsün aber nicht. Er sieht in den neuen asiatischen Märkten nur die guten Wachstumschancen.



Sendedaten
makro
"China - Rivale oder Partner?"

Freitag, 06. Mai 2011, 21.30 Uhr
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Thema der Sendung
© DaimlerChina - Rivale oder Partner?
Längst ist China für die Exportnation Deutschland als neuer Absatzmarkt mit Milliarden Konsumenten nicht mehr wegzudenken. Doch es könnte anders weitergehen, als sich das Europa und die USA erhoffen.
Schwerpunkt
China
Der Aufstieg Chinas begann 1978 mit der wirtschaftlichen Öffnung unter Deng Xiaoping. Bis vor ein paar Jahren hat es niemand bemerkt. Jetzt sind die Chinesen plötzlich da: als zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt.
Schwerpunkt
Auto