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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© imago stock&people Lupe
Die Magrovenwälder sind weitgehend zerstört - Vegetation gibt es hier nur noch wenige.
Totes Land
Das Niger-Delta erstickt im Ölsumpf. Konzerne schieben die Schuld auf Rebellen, welche die Schuld wieder auf die Konzerne schieben. Der Verlierer in diesem Streit steht jedoch schon lange fest.
Am Bodo-Creek im Niger-Delta kann vom Fischfang niemand mehr leben. Dort verdienen sich die ehemaligen Fischer als Träger etwas dazu - sie schleppen die an einer Fähranlegestelle aussteigenden Passagiere und ankommende Fracht barfuß über das ölverschmierte Watt. Einer der getragenen Passagiere beschwert sich, dass die Regierung nichts gegen die Verschmutzung unternehme. Man habe keine Zukunft hier am Niger-Delta. Eine junge Frau hat nicht einmal Geld für den Trägerservice. Das Geld reiche ohnehin kaum, um satt zu werden.

Das Niger-Delta ist ein Sumpfgebiet und etwa halb so groß wie die Schweiz. Der Umweltaktivist Celestine Akpobari zeigt das Ausmaß der Umweltkatastrophe auf. Denn hunderte von Quadratkilometern an Mangrovenwälder sind zerstört und mit Öl verschmiert. Es riecht stark nach Benzin. Auch Fische gibt es hier keine mehr - nicht einmal Insekten.

Riesige Sauerei
Lupe
Umweltschützer Akpobari will auf die Zerstörung im Niger-Delta aufmerksam machen.
Schuld sind für den Umweltschützer Akpobari internationale Ölkonzerne wie Shell oder Exxon mobil. Sie fördern seit über 40 Jahren das Öl im Delta und verdienen jährlich Milliarden Petrodollars. Denn mit 2,2 Mio Barrel Öl am Tag gehört Nigeria zu den zehn größten Förderländern der Welt. Die Staatseinnahmen Nigerias basieren sogar zu 80% auf der Förderung von Öl.

Die Hinterlassenschaften der Ölkonzerne sind hunderte Bohrköpfe, die aus dem Wasser ragen. Die maroden Anlagen werden nicht gewartet. Dass dies ein enormes Risiko für die Umwelt darstellt, erklärt Akpobari, denn die Bohrköpfe stehen unter Druck und platzen gelegentlich. Dann laufe das gesamte Öl in das Wasser.

Destillerie Marke Eigenbau
Lupe
Dumadi Baribor erklärt die illegale Herstellung von Benzin, Kerosin und Diesel.
Aus den Ölresten im Wasser brennen junge Männer Sprit für den Schwarzmarkt. Hunderte illegaler Raffinerien gibt es im Niger-Delta. Eine davon betreibt Dumadi Baribor zusammen mit fünf anderen. Man zahle Bestechungsgelder an die Wasserschutzpolizei, um in Ruhe arbeiten zu können, so Baribor.

Sie schöpfen das Öl aus dem Wasser und brennen in selbst gebauten Destillen Treibstoff. Es herrschen unerträgliche Bedingungen, die Temperaturen steigen von 50 auf bis zu 60 Grad und hinzu kommen giftige Dämpfe. Das Restöl wird mit Wasser gekühlt, damit es nicht überhitzt - so entstehen letztendlich Benzin, Kerosin und Diesel.

Keine Perspektive
Die Arbeit ist lebensgefährlich. Oft überhitzen die improvisierten Anlagen und explodieren. Etwa 150 Dollar verdienen sie pro Fass: Der Großteil des Geldes wird für die Bestechung genutzt. Übrig bleiben meist nur 20 Dollar. Eine Wahl haben die Arbeiter meist nicht, denn es gibt keine Jobs im Niger-Delta.

Lupe
Dumadi Baribor und die anderen jungen Männer haben keine Wahl - im Niger-Delta gibt es keine Jobs.
Mit Anschlägen auf Raffinerien protestieren Rebellen regelmäßig gegen die Ölfirmen. Sie wollen mit Waffengewalt die Konzerne vertreiben und tragen damit selbst zur Zerstörung bei. Am härtesten trifft es letztendlich die Fischer. Sie sind ihrer Lebensgrundlage beraubt und eine finanzielle Entschädigung haben sie dafür bislang nicht bekommen.

Sendedaten
makro
"Nigerias schmutzige Geschäfte"

Freitag, 1. April 2011, 21.30 Uhr
Thema der Sendung
Nigerias schmutzige Geschäfte
Nigeria gehört zu den ölreichsten Ländern Afrikas und alle wollen an dem Schwarzen Gold mitverdienen: Internationale Konzerne, Politiker und Schwarzhändler. Das Öl ist die Haupteinnahmequelle des Landes.
Schwerpunkt
Afrika
Schwerpunkt
Öl & Gas