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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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© zdf Lupe
Beim Kampf der Christen gegen Moslems bleiben auch Autos nicht verschont.
Zündeln am Pulverfass
Die Zentralprovinz Plateau sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Regelmäßig finden dort Massaker zwischen Christen und Muslimen statt. Seit langem tobt in Nigeria eine Fehde um Bürgerrechte, Machtpositionen und wirtschaftlichen Einfluss.
Das Training beim nigerianischen Club Plateau United beginnt mit einem Gebet - gemeinsam gesprochen von Christen und Moslems. Auf dem Platz spielt die Religion keine Rolle. Abseits des Sports ist das ganz anders, das musste auch Spieler Sunday Boyi am eigenen Leib erfahren.

Eines Morgens wachte er auf und sah eine große Menschenmenge die Straße runter kommen. "Wir warteten was passieren würde und dann begannen sie die Häuser in Brand zu setzen", erzählt er seine prägende Geschichte. Sunday Boyi und seine Familie können gerade noch flüchten und überleben so den Angriff von aufgebrachten Moslems. Andere im überwiegend von Christen bewohnten Stadtteil schafften es nicht.

Eine Spirale des Hasses
© reuters Lupe
Auf den Straßen Nigerias ist Gewalt an der Tagesordnung.
Im multiethnischen Nigeria tobt ein gnadenloser Kampf zwischen den Religionen. Tausende wurden bereits ermordet. Nigeria ist ein gespaltenes Land: Im Norden dominieren Islam und Scharia, der Süden ist vorwiegend christlich. Dazwischen eine unsichtbare Grenze, mitten darin die Provinzhauptstadt Jos.

Schon seit 100 Jahren zieht es muslimische Haussa-Nomaden nach Jos. Einst um in den Zinnminen der Engländer zu arbeiten, sind sie heute oft Wirtschaftsflüchtlinge aus dem rückständigeren Norden. Die Folge: Machtkämpfe zwischen einzelnen Volksgruppen, bei denen Religion als Waffe benutzt wird, obwohl es eigentlich um soziale Probleme geht.

Geteilte Stadt
Denn in Nigeria haben nicht alle Bürger die gleichen Rechte. Das nigerianische Gesetz unterscheidet zwischen Einheimischen und Zugezogenen. Die überwiegend muslimischen Zuwanderer sind benachteiligt bei der Stellenvergabe, bei Land- und Weiderechten und in der Politik. Die Wut über Benachteiligung und fehlenden wirtschaftlichen Einfluß schlägt sich immer wieder in Gewalt nieder. Früher lebten in Jos Christen und Moslems Tür an Tür, heute ist Jos ein Pulverfass.

Ein massives Militäraufgebot soll neue Ausschreitungen verhindern. Doch welche Chance auf ein friedliches Miteinander gibt es in einer Stadt mit geteilten Wohnvierteln, in der bereits die nächste Generation eingebleut bekommt, bloß nicht auf der falschen Straßenseite zu spielen?

Nur die Fußballer der Stadt gehen einen anderen Weg. Sie glauben, mit Fußball den Frieden zurückzubringen. Nach dem christlichen Gebet zum Trainingsbeginn gibt es dehalb ein muslimisches zum Trainingsende. In Jos könnte man von den Fußballern viel lernen.

Sendedaten
makro
"Nigerias schmutzige Geschäfte"

Freitag, 1. April 2011, 21.30 Uhr
Thema der Sendung
Nigerias schmutzige Geschäfte
Nigeria gehört zu den ölreichsten Ländern Afrikas und alle wollen an dem Schwarzen Gold mitverdienen: Internationale Konzerne, Politiker und Schwarzhändler. Das Öl ist die Haupteinnahmequelle des Landes.
Schwerpunkt
Afrika