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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Der Medienmogul
Raymond Dokpesi leitet das Medienimperium DAAR. Sein Fernsehsender AIT überträgt den Präsidentschaftswahlkampf. Alles läuft nach Plan. Und wenn nicht, bringt es den nigerianischen Medienmogul auch nicht aus der Fassung.
Seine Leute zimmern an der Arena für das große TV-Duell. Dann kommt die Nachricht, der Amtsinhaber habe ein Duell abgesagt. Die anderen Kandidaten wollen aus Trotz Dokpesis Sendung boykottieren. "Damit schaden sie weder dem Präsidenten noch den 73 Millionen registrierten Wählern. Die Kandidaten schaden sich höchstens selbst", gibt Raymond Dokpesi ganz selbstbewusst zu bedenken. "Die brauchen schließlich meine Plattform, um möglichst viele Menschen zu erreichen zu.

Sie nennen ihn den Ted-Turner Nigerias. Raymond Dokpesi leitet das Medienimperium DAAR. Er mauschelte mit dem einen Teil von Nigerias Machtelite, verdarb es sich mit dem anderen. Wer Erfolg hat, eckt an, das gehört zum Geschäft, sagt er. Und das läuft prächtig. Der Multimillionär sei geizig, bezahle seine Leute schlecht, heißt es. Doch den Vorwurf weist Dokpesi weit von sich: "Wenn ich selbst fett und wohlgenährt bin, und die anderen um mich herum sind arm, dann bin ich eine gefährdete Art. Wenn ich alles habe, was ich brauche, und die anderen um mich herum darben, werden auch meine Kinder nicht sicher leben können."

Vorbild Amerika
Lupe
Die Moderatorinnen des Radiosenders RayPower wissen genau, wie sie ihren Chef bei Laune halten.
Besuch in seinem Radiosender RayPower. "Ihr Bart ist aber toll", schmeicheln die Moderatoren. Der Chef muss schließlich bei Laune gehalten werden. Vor über 17 Jahren gründete er den ersten nigerianischen Privatsender. Die Idee kam bei einem Urlaub in den USA. Dort hörte er Radiosendungen in bisher unbekannter Qualität.

"Eine der Stationen gehörte Stevie Wonder in Los Angeles. Also fuhr ich hin und bat um einen Termin bei ihm. Und während meines Besuches habe ich ihn gerade heraus gefragt: Wie viel kostet es, wenn ich genau so eine Radiostation in Nigeria bauen will?"

Geld hatte er damals schon genug. Mit Nigerias erster privater Seehandelsflotte hatte er Millionen gemacht. Sein nächster Plan steht auch schon fest: Bezahlfernsehen. 128 neue TV-Kanäle sollen entstehen, 32 davon in HD-Qualität und 96 in Standardauflösung. Aber gerade ruht das Geschäft, Lizenzprobleme mit der Regierung seien der Grund.

Ganz oder gar nicht
Für Privatleben bleibt kaum Zeit. Seine Frauen findet Dokpesi in seinem Imperium, so auch seine mittlerweile fünfte Gattin. Sie managt den TV-Sender AIT. Irgendwie dreht sich bei Dokpesi alles ums Geschäft und den Standard.

Niemals kauft er Ware aus zweiter Hand, nur das Beste und Neuste darf es für ihn sein. "Wenn ich mit Gottes Hilfe entscheide, etwas zu tun, dann hänge ich mich voll rein. Entweder ich erreiche das beste Resultat, oder ich fange es erst gar nicht an." Es gibt in Nigeria zu wenige, die volles Risiko gehen, sagt er. Mit jetzt 60 Jahren wolle er bald etwas kürzer treten. So richtig glauben mag man es ihm aber nicht.

Sendedaten
makro
"Nigerias schmutzige Geschäfte"

Freitag, 1. April 2011, 21.30 Uhr
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Thema der Sendung
Nigerias schmutzige Geschäfte
Nigeria gehört zu den ölreichsten Ländern Afrikas und alle wollen an dem Schwarzen Gold mitverdienen: Internationale Konzerne, Politiker und Schwarzhändler. Das Öl ist die Haupteinnahmequelle des Landes.
Schwerpunkt
Afrika