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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Twittern für die Wahl
Auf Politiker ist die Jugend Nigerias nicht gut zu sprechen. Die Bildung ist schlecht, die Arbeitslosigkeit hoch. Doch das Internet ist ein neues Instrument der Teilhabe. Das hat auch die Politik erkannt.
Die Arbeitslosenquote ist hoch, ebenso wie die Kriminalität, der Zustand der Straßen und die Stromversorgung sind schlecht. Die Jugend hat allen Grund, wütend auf die Politik zu sein, denn sie wollen eigentlich zeigen, was in ihnen steckt. Leute wie Shehun, 27 Jahre alt, gute Schulbildung - und immer online, denn ohne sein Blackberry und sein iPad fühlt er sich nutzlos.

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hat die Internet-Jugend gerade als Zielgruppe entdeckt. In seiner Wahlkampfzentrale in der Hauptstadt Abuja sitzt ein Team von Spezialisten, das chattet, twittert und die Facebookseite des Präsidenten pflegt.

Nigeria ist ein sehr junges Land. Siebzig Prozent der Nigerianer sind jünger als dreißig, die Hälfte davon ist sogar jünger als neunzehn Jahre alt. Genau diese Wähler will Oronto Douglas, der Wahlkampfstratege der Regierungspartei PNP, ansprechen: "Diese Mehrheit der aktiven Bevölkerung dürfen wir nicht vernachlässigen, sondern müssen sie am Regierungshandeln beteiligen", erklärt er seine Strategie.

Kenia und Ghana als große Vorbilder
Lupe
Tunji Lardner von der Internetfirma Wangonet im Interview.
Der Internetunternehmer Shehun lebt bei der Familie seines Onkels. Eltern und Geschwister sind über die ganze Welt verstreut. Nigerias Regierung hätte sich schon viel früher um den Technologienachwuchs kümmern sollen, sagt er. "Schaut euch Kenia oder Ghana an. Die sind technologisch viel weiter als wir. Dabei ist Nigeria viel größer und hat mehr ausgebildetes Personal. Nigeria hinkt hinterher. Warum ist das so?"

Shehuns Onkel sieht einen kleinen Hoffnungsschimmer: "Nigeria ist auf einer Reise. Wir werden nicht über Nacht alles erreichen können. Ich glaube nicht, dass die Wahlen völlig frei und fair ablaufen werden. Aber immerhin bewegen wir uns in die richtige Richtung."

Shehun betreibt nebenher eine eigene, kleine Internetfirma. Er baut und betreut die Webseiten anderer Unternehmen, die keine Online-Abteilung haben. Seine Karriere hat er sich selbst hart erarbeitet, das nigerianische Bildungssystem sei zu schlecht, um im nationalen, geschweige denn im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. "In Nigeria jung zu sein, bedeutet, dass du dich um dich selbst kümmern musst", hat er bereits erkannt.

Die Wahl im Netz
Jetzt wollen er und seine Altersgenossen nicht nur die eigene, sondern auch die Zukunft Nigerias in die Hand nehmen. Im Hauptberuf arbeitet Shehun für Wangonet, ein soziales Netzwerk, das die Wahlen per Internet überwachen will. "Ich will, dass wir eine Regierung bekommen, die das Potential Nigerias erkennt. Ich will helfen, dass wir dieses Ziel erreichen. Das ist meine Hoffnung."

Während der Wahl sollen die Wähler Unregelmäßigkeiten in Sekundenschnelle per Twitter oder auf Facebook melden. Diese Wahl wird ein Wendepunkt sein, fühlt Shehun. "Wir, die Jungen, sind da. An uns kommt in Nigeria keiner mehr vorbei."

Sendedaten
makro
"Nigerias schmutzige Geschäfte"

Freitag, 1. April 2011, 21.30 Uhr
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Thema der Sendung
Nigerias schmutzige Geschäfte
Nigeria gehört zu den ölreichsten Ländern Afrikas und alle wollen an dem Schwarzen Gold mitverdienen: Internationale Konzerne, Politiker und Schwarzhändler. Das Öl ist die Haupteinnahmequelle des Landes.
Schwerpunkt
Afrika