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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© ap Lupe
Große Teile der Infrastruktur Japans sind zum Teil schwer verwüstet.
Schutt und Asche
Japans Nordosten war ein Zentrum der Auto- und Zulieferindustrie. Jetzt liegen Fabriken in Trümmern, Transport- und Nachschubwege sind ruiniert. Dabei beruhen Japans Erfolge gerade auf einer lückenlosen Infrastruktur.
Toyota, die weltweite Nummer Eins der Autobauer, ist besonders betroffen. Das Unternehmen kennt kaum Lagerbestände. Alles wird kurzfristig, unmittelbar vor der Verarbeitung, an die Bänder geliefert. Man nennt es "just in time". Ein effizientes und günstiges System.

Toyota hat es unter anderem damit an die Weltspitze geschafft. Über acht Millionen PKW rollten 2010 aus den Werken, mehr als bei Volkswagen oder GM. Gut die Hälfte der Produktion stammt aus dem Heimatland Toyotas.

Die Konkurrenz schläft nicht
Durch die Katastrophe könnte der Vorsprung der Japaner im globalen Rennen möglicherweise schwinden. Denn selbst am unzerstörten Hauptsitz in Toyota City, fernab der Verwüstungen, ging in den vergangenen Tagen nichts mehr. Auch Honda und Nissan stellten ihre Produktion vorübergehend komplett ein.

Japans Autoschmieden sind aber Global Player. Die meisten Werke von Toyota beispielsweise befinden sich außerhalb Nippons. Noch kann der Weltkonzern also den Produktionsausfall von mehr als 45.000 Fahrzeugen verkraften.

Chaos im Hightech-Land
© ap Lupe
Die Region um die Nordostküste zeigt ein Bild der Zerstörung.
Jahrzehntelang stand Japan mit seiner Millionenmetropole Tokio für Fortschritt, Hightech und wirtschaftlichen Erfolg. In vielerlei Hinsicht war Nippon anderen Industrienationen um Längen voraus. Doch nun wurde das Land durch ungebändigte Naturgewalten zurückgeworfen.

Das Beben und der anschließende Tsunami haben im Nordosten zigtausend Quadratkilometer verwüstet. Geschätzt 440.000 Menschen sind obdachlos. Noch immer sind ganze Landstriche von der Außenwelt abgeschnitten, weil auch die Infrastruktur zerstört wurde.

Kaputte Infrastruktur
Zugtrassen sind weggespült, Brücken und Straßen selbst für Helfer kaum passierbar. Der Flughafen Sendai ist für die Lieferung dringend notwendiger Hilfsmittel nach dieser Flut unbrauchbar.

Besonders hart treffen das Krisengebiet Schäden an sechs Häfen der Nordostküste. Japans Frachtschifffahrt, die Nabelschnur der globalen Exportwirtschaft, ist gestört. Die Kosten für die Hafenschließungen liegen bei geschätzt 3,4 Milliarden Dollar. Pro Tag! Und einige Häfen sind so stark verwüstet, dass sie für Monate oder Jahre außer Betrieb bleiben könnten. Mit weitreichenden Folgen.

Sendedaten
makro
"Japan - Schockwellen für die Wirtschaft"

Freitag, 18. März 2011, 21.30 Uhr
Thema der Sendung
Japan - Schockwellen für die Wirtschaft
Japan, drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, durchlebt seine größte Krise seit dem 2. Weltkrieg.
Schwerpunkt
Japan
Lücken in der Lieferkette
Das Analysten des Brokerhauses CLSA schätzen den Weltmarktanteil japanischer Hightech-Produkte auf 20 Prozent. Firmen wie Toshiba, Sony, Elpida Memory und Panasonic sind der Stolz der japanischen Industrie. Sie steht laut CLSA für weltweit 44 Prozent der Unterhaltungselektronik, 40 Prozent bei elektronischen Komponenten und 19 Prozent bei Halbleitern.

Daiwa Securities sieht die weltweite Versorgung mit Silizium für Computerchips, Lithium-Ionen Batterien und Kondensatoren durch das Erdbeben besonders betroffen. Werksschließungen bei Hitachi Chemical, ein wichtiger Zulieferer für Lithium-Ionen-Akkus, aber auch der Batteriehersteller Sanyo Electric, ein Schlüsselunternehmen für die neue Elektromobilität, sorgen für Lücken in der Lieferkette.
Schwerpunkt
Infrastruktur & Bau