makro
Kalender
September 2018
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
1314
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
Lupe
Holzmafia auf dem Vormarsch
Das sozialistische Laos ist eines der ärmsten Länder der Welt. Doch die Wirtschaft wächst. Zu den wichtigsten Exporten gehören das verträumte Image, Strom aus Wasserkraft und Tropenholz - legal und illegal. Der Mekong gilt dabei als Lebensader und Hauptverkehrsweg des Landes.
In Laos, von der Größe vergleichbar mit Deutschland, leben nur 6 Millionen Menschen, ein Großteil davon als einfache Bauern entlang des Flusses. Die Hälfte der Fläche ist Wald und stellt einer der größten Schätze des Landes dar. Die Urwälder am Rande des Stromes sind auch die Arbeitsstätte der Dickhäuter. Die Elefanten leisten Akkordarbeit für eine der wichtigsten Exportindustrien des Landes, die Holzwirtschaft. Die tropischen Edelhölzer sind bei Möbelherstellern in der ganzen Welt gefragt.

Die Holzwirtschaft boomt - legal und illegal
Die Arbeitselefanten eignen sich besonders für die schwere Arbeit in unwegsamem Gelände. Der Elefantenführer hat einen Vertrag mit einer Holzfirma, von der er pro Stamm bezahlt wird. Die Firma ist eine der wenigen, die eine Konzession von der Regierung hat und damit legal Holz schlagen darf. Solche Freibriefe zum Abholzen gibt es in Laos nur noch selten. Denn bereits große Teile des Regenwaldes sind vernichtet.

Offiziell sind das Fällen und der Export der Hölzer streng reglementiert, doch hohe Gewinne machen das Geschäft für illegale Holzfäller lukrativ. Die Tropenholzmafia hat ihre Lager gut versteckt mitten im Dschungel und nur das Kreischen der Sägen verrät sie. 10 Minuten brauchen sie zum Fällen der Bäume, einen Tag dann zum Zerlegen.

Auf Mopeds geht es mit den Stämmen weiter Richtung Vietnam und von da in die ganze Welt, sogar nach Deutschland. Trotz Exportverbot stauen sich an der Grenze am Dreiländereck Laos, Kambodscha, Vietnam die Lastwagen mit geschützten Tropenhölzern. Militär und Verwaltung arbeiten mit der Holzmafia zusammen. Alle verdienen hier mit an dem Geschäft. Auf dem Weltmarkt kostet das illegale Holz nur ein Drittel im Vergleich zu legal geschlagenem. Da Fragen viele Händler nicht nach der Herkunft.

Gewinne zu Lasten der Natur
Besonders begehrt ist das sogenannte „Balau“, eines der wertvollsten Hölzer. Bereits 70 % der Vorkommen sind schon gefällt worden. Ohne Rücksicht auf die Umwelt. Dabei ist die faszinierende Natur eines der wichtigsten Güter Laos. Sie lockt seit einigen Jahren auch immer mehr Touristen ins Land. Mittlerweile sind die ausländischen Gäste zu den wichtigen Devisenbringern geworden.

Zu den schönsten Erlebnissen einer Reise nach Laos zählt eine Kreuzfahrt. Vor allem wegen der Vegetation. Kenner entdecken hier unzählige verschiedene Pflanzenarten. Geht das illegale Roden jedoch weiter, ist dieses Paradies in großer Gefahr.

Sendedaten
3satbörse
"Südostasien"

Freitag, 5. Februar 2010
21.30 Uhr

Wiederholung
Samstag, 6. Februar, 6.30 Uhr

Wiederholung im ZDF
in der Nacht zum Samstag
Thema der Sendung
Südostasien
Schwerpunkt
© Diliff, GNU FDL, CC-BY-3.0Emerging Markets Asien
Schwerpunkt
Holz