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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Lupe
Billige, subventionierte EU-Hühnchen überschwemmen in Ghana den Markt.
Afrikas Musterland
Ausgerechnet nach Ghana kam US-Präsident Barack Obama während seiner Afrikareise im letzten Sommer. Die USA würdigten damit den Musterschüler Westafrikas. Politisch stabil, demokratisch und halbwegs korruptionsfrei. Und die Wirtschaft wächst trotz weltweiter Krise.
Lupe
Ghana mit seiner Hauptstadt Accra.
Ghana ist eine Ausnahmeerscheinung auf dem Kontinent. Beim Regierungswechsel im Januar 2009 akzeptierte der unterlegene Kandidat den knappen und nicht unumstrittenen Wahlsieg von Präsident Mills. Das Regierungsszepter wurde friedlich und farbenfroh weitergereicht. In Afrika keine Selbstverständlichkeit.

Weil Ghana stabil ist, geht es auch der Wirtschaft gut. Der hoffnungsvolle Blick richtet sich zudem hinaus aufs Meer. Mehrere Milliarden Barrel Öl werden vor der Küste vermutet. Ab 2010 soll der schwarze Schatz gefördert werden und könnte die junge Erfolggeschichte erst richtig vorantreiben. Obamas Besuch hatte deshalb wohl auch handfeste wirtschaftliche Gründe.

EU-Hühnchen ruinieren das Geschäft
Doch Ghanas Aufschwung treibt auch die Preise in die Höhe, vor allem für Lebensmittel. Auf dem Markt bekommen die Ghanaer dies bereits zu spüren. Alles ist teurer geworden.

Alles, außer Hähnchen.

Flügel, Keule, Innereien türmen sich. Billigimporte aus der EU. Die Landesregierung musste auf Druck der Europäer die schützenden Importzölle aufheben. Jetzt ruiniert subventioniertes Euro-Geflügel die einheimischen Züchter. Sie können bei den Dumpingpreisen für Eu-Hühnchen nicht mithalten.

Leere Netze
Auf dem Meer ein ähnliches Bild. Wo die einheimischen Fischer ihre Netze auswerfen, liegen die Boote schon dicht an dicht. Früher gab es hier reiche Thunfischbestände, jetzt fällt der Fang mager aus. Denn viele ausländische Fangflotten dringen in die Gewässer ein, oft illegal. Die gewaltigen Netze ihrer Riesentrawler hinterlassen im Wasser nur noch Leere.

Wenn die einheimischen Fischer mit ihren kleinen Booten abends heimkehren nach Jamestown, gibt es für die Händlerinnen nur wenig Frisches und für die Fischer kaum Geld. Vom Kleinfisch können sie oft gerade mal den Sprit finanzieren. Zum Leben bleibt da so gut wie nichts.

Unkontrollierbare Fischjäger aus dem Ausland haben aus dem einst wohlhabenden Fischerdorf ein Elendsviertel gemacht. Es ist nur ein Beispiel, warum selbst Afrikas Hoffnungsland Ghana weiter in Armut und Unterernährung gefangen bleibt.

Sendedaten
3satbörse
"Lichtblicke in Afrika"

Freitag, 4. Dezember 2009
21.30 Uhr
Thema der Sendung
Lichtblicke in Afrika
Schwerpunkt
Afrika
Schwerpunkt
Fischfang