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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Lupe
Die Krabben-Krise
Die Krabbenfischer an der deutschen Nordseeküste haben schon mal bessere Zeiten erlebt. Vielen ihrer Kunden ist in der Wirtschaftskrise der Appetit auf die Krustentiere vergangen. Manche kleine Fischereibetriebe werden die Krabben-Krise nicht überleben. Ein großes Problem ist außerdem die übermächtige Konkurrenz aus Holland.
Die Arbeit der Krabbenfischer auf der Nordsee beginnt bei Sonnenaufgang. Eine anstrengende Arbeit, immer wieder werden die prall gefüllten Netze hochgezogen. Der Bootsmann kocht den Fang direkt an Bord in Meerwasser. So halten sich die Krabben, bis sie an Land verkauft werden.

Viele Krabbenfischer gibt es nicht mehr in Deutschland. Es ist eine Arbeit, von der immer weniger Seeleute leben können, vor allem im Moment. Mit der Wirtschaftskrise ist auch die Nachfrage nach der Delikatesse eingebrochen und darunter leiden die Preise. Hat ein Krabbenfischer vor einem Jahr für ein Kilo noch 6 Euro bekommen, sind es heute gerade mal 2 Euro. Viele Betriebe haben seit Monaten kein Geld mehr verdient.

Konkurrenz aus Holland
Die Krabbenfischer haben Angst um ihre Existenz, auch weil immer mehr Offshore-Windparks dort entstehen sollen, wo die Fanggründe liegen. Die Fischer fühlen sich aus ihrem Revier verdrängt. Und sie leiden unter der Regelungswut der EU, die elektronische Fahrtenbücher vorschreiben will. Die Umrüstung der Kutter kostet viel Geld, das die Krabbenfischer im Moment nicht haben. Doch die Fischer werden auch von der EU kritisiert – wegen ihrer Fangmethoden. Krabben gibt es genug, doch mit ihnen werden viele kleine Fische gefangen, die oft nur noch tot wieder im Wasser landen. Neue Trichternetze aber, die eine Art Notausgang für Fische haben, wenden bislang nur wenige Fischer an.

Das größte Problem für die deutschen Krabbenfischer ist die starke holländische Konkurrenz. Sie fängt Krabben mit viel größeren Booten und beherrscht 90 Prozent des Krabbenhandels auch an der deutschen Nordseeküste. Nur ein winziger Teil des deutschen Absatzmarktes bleibt den einheimischen Krabbenfischern. Und die niederländischen Großunternehmer diktieren die Preise. Sie können ihre Ware viel günstiger verkaufen als kleine Fischereibetriebe. Marktführer ist das Unternehmen Heiploeg, das seine Krabben nach dem Fang zum Pulen nach Marokko schickt. Dafür werden die Krustentiere mit Konservierungsmitteln behandelt und treten ihre lange Reise an.

Einmal Marokko und zurück
Von den Niederlanden aus führt ihr Weg per Schiff über Zeebrügge nach Bilbao. Von dort aus werden sie per Lastwagen nach Marokko gebracht. In der Hafenstadt Tanger pulen Tausende marokkanische Frauen die Krabben aus ihrer Hülle. Für 6 Euro Tageslohn, das ist so günstig wie nirgendwo sonst. Tiefgekühlt treten die Krabben dann einige Tage später ihre Heimreise an. Insgesamt 6000 km haben sie zurückgelegt, bevor sie auch in deutschen Supermärkten landen.

Pro Jahr werden dafür 4 Millionen Liter Kraftstoff verbraucht und tonnenweise Co2 freigesetzt. Ein Umdenken setzt aber langsam ein, vor allem weil die Treibstoffkosten steigen.Einige Unternehmen schwören bereits auf Krabbenpulmaschinen, doch noch ist die Technik nicht ausgereift, noch muss per Hand nachkontrolliert werden. In Cuxhaven steht die bislang einzige Krabbenschälfabrik Deutschlands, dabei soll es nicht bleiben.

Sendedaten
3satbörse
"Schlachtfeld Meer"

Freitag, 6. November 2009
21.30 Uhr
Mediathek
Sehen Sie das Interview mit Volkmar Michler in unserer Mediathek.
Thema der Sendung
Fischerei: Schlachtfeld Meer
Schwerpunkt
Fischfang